Test - Razer Wolverine Ultimate : Lohnt sich der Luxus-Controller?

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Die zusätzlichen Bumper und Trigger können natürlich frei belegt werden. Hierzu ladet ihr euch im Xbox Live Store die kostenlose Razer-Synapse-App herunter. Mithilfe der übersichtlichen App könnt ihr Profile erstellen, Tasten konfigurieren, die Beleuchtung in Form eines RGB-Streifens rund um das Home-Button-Element einstellen sowie das Verhalten der Sticks und die Vibration anpassen. Das geht gut von der Hand und ist gerade bei Spielen mit überladener Steuerung ein echtes Plus.

Im Praxisbetrieb mit Titeln wie Destiny 2, Mittelerde: Schatten des Krieges und Forza Motorsport 7 leistete sich der Wolverine keine Schwächen und die Zusatztasten waren vor allem bei den beiden erstgenannten ein angenehmes Extra. Lediglich einmal hatten wir das Problem, dass eine Aktionstaste nicht mehr reagierte. Das behoben wir, indem wir das Kabel aus- und wieder einsteckten. Wir tippen da eher auf ein Firmware-Problem als einen physischen Mangel, da die Taste danach klaglos ihren Dienst verrichtete. Was uns eher gestört hat, ist, dass man die Konsole nicht über die Home-Taste des Controllers starten kann. Das war beim Wildcat aber auch schon so.

Der Razer Wolverine werkelt nicht nur an der Xbox One, sondern kann auch mit einem Windows-PC eingesetzt werden und wird problemlos als Xbox-One-Controller erkannt. Schade ist nur, dass die aktuelle Version der Razer-Synapse-Software für Windows nichts mit dem Controller anfangen kann, sodass die Konfiguration derzeit nur über die Xbox-One-App möglich ist. Hoffentlich wird da in Kürze noch nachgearbeitet, damit ihr auch am PC den vollen Funktionsumfang genießen könnt.

Das eigentliche Problem des Razer Wolverine ist der horrende Preis. 180 Euro für ein Gamepad sind kein Pappenstiel, erst recht nicht, wenn der Vorgänger bereits für unter 90 Euro zu haben ist und der Xbox-One-Elite-Controller sich bei um die 120 Euro eingependelt hat. Sicherlich bekommt man ein ausgereiftes Stück Hardware. Ob einem die geringere Latenz, die Zusatztasten und die kleinen Feinheiten das aber wert sind, liegt im eigenen Ermessen.

Greift zu, wenn...

… ihr der Meinung seid, das Beste vom Besten haben zu müssen, und euch der Preis völlig egal ist.

Spart es euch, wenn...

… ihr kabellose Gamepads bevorzugt oder ihr nicht bereit seid, den fast schon absurden Preis zu bezahlen.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Tolles, aber viel zu teures Gamepad

Ich war sehr gespannt, was der Wolverine so auf der Pfanne hat, zumal sein Vorgänger Wildcat bei mir immer noch im Einsatz ist. Wie zu erwarten war, sind die Unterschiede gering, aber man entdeckt viele kleine und größere Detailverbesserungen von der Verarbeitung bis hin zur Software. Im Grunde ist der Wolverine beim Zocken ein Gedicht. Die Widerstände und Druckpunkte der Tasten sind großartig und die Zusatztasten ergonomisch sinnvoll montiert, auch wenn man sich an die vorderen Bumper erst mal gewöhnen muss.

Dass der Wolverine keine Wireless-Option hat, kann ich verschmerzen, schließlich ist von vornherein klar, dass es sich um einen Kabel-Controller für den E-Sport-Bereich handelt. Das einzige, aber gewaltige Problem des Razer Wolverine ist schlussendlich der Preis, für den man mittlerweile eine komplette Konsole samt Controller bekommt. Der Wolverine ist gut, richtig gut sogar. Ob er sich für rund 180 Euro aber durchsetzen kann, ist fraglich.

Überblick

Pro

  • sehr gute Verarbeitung
  • langes Kabel
  • praktische App für Einstellungen
  • leichtgängige Bumper und Trigger mit guten Druckpunkten
  • sensible Aktionstasten
  • gute Ergonomie
  • optionale Triggerwegverkürzung
  • sinnvoll angebrachte Zusatztasten
  • austauschbare Sticks und D-Pads

Contra

  • Konsole kann nicht per Controller eingeschaltet werden
  • Controller am PC nicht mittels Razer-Synapse-Software konfigurierbar (Stand 18.10.2017)
  • extrem hoher Preis

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