Test - Razer Lancehead : Ein würdiger Nachfolger der Mamba?

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Warum Razer-Mäuse Schlangennamen tragen, wird wohl niemand je verstehen. Sei's drum, Mäuse von Razer haben einen guten Ruf. Die Razer Mamba ist längst Legende und taucht immer wieder in den Listen der besten Gaming-Mäuse auf. Die Razer Lancehead soll nun den Thron übernehmen und für 149,99 Euro (UVP) kabellose Höchstleistungen beim Zocken erreichen. Wir haben den neuen Nager zur Generaluntersuchung zum Redaktionstierarzt gebracht.

Die Razer Lancehead hinterlässt, frisch aus dem kleinen, festen Karton entlassen, sogleich einen guten Ersteindruck. Das schlichte Design mit dem anthrazitfarbenen Rücken sieht edel aus, die gummierten Seitenflächen gewährleisten einen festen Griff und das symmetrische Design mit zwei Daumentasten an jeder Seite erfreut Rechts- und Linkshänder. Hinzu kommen das für eine Wireless-Maus geringe Gewicht von 111 Gramm und die nahezu makellose Ergonomie. Die Lancehead liegt in der Hand, als wäre sie dafür gemacht. Nur wer wirklich große Flossen hat, könnte die Maus als ein bisschen zu klein empfinden.

Die Anordnung der Tasten gefällt ebenso wie die gut spürbaren Druckpunkte, ohne dass irgendeine der Tasten sich schwergängig anfühlen würde. Die in Zusammenarbeit mit Omron neu entwickelten Razer Mechanical Mouse Switches der beiden Maustasten hinterlassen ebenfalls einen prima Eindruck. Das Mausrad ist hinreichend leichtgängig, aber mit einer gut spürbaren Rasterung versehen.

Zur Maus gehört ein 1,8 Meter langes, textilummanteltes Ladekabel, das mithilfe eines Minidocks auch als Verlängerung für den USB-Dongle genutzt werden kann. Selbiger lässt sich, falls nicht benötigt, in einem kleinen Fach an der Unterseite der Lancehead verstauen. Eine gute Idee, neigen die kleinen Dongles doch gern mal dazu, spurlos zu verschwinden. Ansonsten finden sich an der Unterseite noch eine Pairingtaste sowie ein An-/Ausschalter.

Die Lancehead arbeitet mit der üblichen 2,4-GHz-Übertragung, nutzt aber eine Adaptive Frequency Technology, die stets für eine schnelle und stabile Verbindung sorgen soll. Das scheint der Fall zu sein, denn in unserem Büro mit etlichen Wireless-Geräten hatten wir mit der Übertragungsqualität keinerlei Probleme. Verbaut ist ein 5G-Lasersensor mit bis zu 16.000 dpi, der bereits in der Mamba zum Einsatz kam. Ergonomie, Präzision und Zuverlässigkeit ließen bei unserem Test keine Wünsche offen.

Zur Razer Lancehead gehört die längst überfällige Überarbeitung der Razer-Synapse-Software, die nun immerhin in der Betaversion vorliegt. Ein großer Vorteil ist, dass die Einstellungen nun nicht mehr nur in der Cloud, sondern auch lokal gespeichert werden können. Das wurde Zeit.

Die Einstelloptionen der deutlich übersichtlicher gestalteten Software sind umfangreich. Makros, Tastenbelegungen, Funktionen, Oberflächenkalibrierung des Mauspads und Sensorabstand können ebenso reguliert werden wie Energiesparmodus und Warnblinken bei Unterschreiten eines bestimmten Ladestands, der übrigens auch angezeigt wird. Für die dpi-Schalter hinter dem Mausrad können bis zu fünf Einstellungen frei belegt werden. Auch könnt ihr die Maus auf Rechts- oder Linkshändernutzung anpassen, was entsprechend die Tastenbelegung umkehrt.

Natürlich kommt auch die Lancehead nicht ohne Beleuchtung aus, die ist aber recht dezent. Mausrad, Logo und der Bereich um die Daumentasten lassen sich frei konfigurieren, wobei natürlich das hauseigene Beleuchtungssystem Razer Chroma zum Einsatz kommt. Sollte bei allem Bling-Bling beim Zocken mal der Akku leer werden (Laufzeit wird mit 24 Stunden angegeben), schließt ihr einfach das Ladekabel an und könnt sofort weiterzocken.

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