Preview - Rayman 3: Hoodlum Havoc : Rayman 3: Hoodlum Havoc

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Im Jahre 1995 lancierte der französische Spielehersteller Ubi Soft einen kleinen knuddeligen Helden namens Rayman auf Jaguar, Saturn und PlayStation. Das 2D-Hüpfspiel fand großen Anklang bei Videospielern weltweit und so kam es, dass der Nachfolger 'Rayman 2: The Great Escape' auch auf anderen Konsolen erschien. Auf der PS2 lief es unter dem Namen 'Rayman: Revolution' und bot sogar noch einige Extras gegenüber der Dreamcast- und N64-Version. Es war nur eine Frage der Zeit, bis Ubi Soft mit einem dritten Teil aufwarten würde, und nun ist der Zeitpunkt gekommen. Wir haben einen ersten Blick auf 'Rayman 3: Hoodlum Havoc' geworfen. In unserer Version konnten wir vorab vier Levels begutachten, über die wir nun im Detail berichten wollen.

Rayman 3: Hoodlum Havoc
Als einladend kann man diese Gegend kaum bezeichnen.

Willkommen in Hoodlum
Der erste der vier verfügbaren Jump'n Run-Levels heißt 'Bad Sauce', und der Name widerspiegelt eigentlich genau den Inhalt des Abschnittes, denn Rayman befindet sich in einer nicht gerade einladenden Umgebung: Es zeigt sich euch eine Art Sumpflandschaft mit mehreren Bäumen, die im Wasser stehen, erhellt von warm leuchtenden Lampen. Nichtsdestotrotz kommt keine wirklich freundliche Stimmung auf, denn das Wasser sieht einer dunklen Brühe ähnlich, in der Gefahren nicht erkennbar sind. Dunkle Wolken überdecken die Landschaft und schwarze Krähen fliegen durch das Moor, während ihr im Hintergrund Grillen zirpen und Frösche quaken hört. Um den Stamm der Bäume befinden sich große auf dem Wasser schwimmende Blätter, auf die ihr springen könnt. Schnell ist der Weg erkennbar und ihr hüpft in traditioneller Manier mit der X-Taste von Blatt zu Blatt. Während ihr in 'Rayman 2' nach gefangenen Lums Ausschau halten musstet, scheint es in 'Rayman 3: Hoodlum Havoc' den Kleinlingen ('Teensies' in der englischen Version) an den Kragen zu gehen. Die Gründe dafür sind noch nicht bekannt, doch werdet ihr bereits nach den ersten paar Schritten einen Kleinling finden, der in einem Käfig sitzt und seinen Sombrero-Hut schwenkt, um sich bemerkbar zu machen. Ein Hieb mit der Faust und ihr habt den ersten Kleinling befreit. Als Dank hinterlässt er eine Dose, die unseren Helden bei Berührung für eine bestimmte Dauer mit einer besonderen Fähigkeit ausstattet. An dieser Stelle kann Rayman höher als normal fliegen und somit eine große Lücke bis zum nächsten rettenden Holzsteg überwinden. Schon bald trifft man auf einen Zwischengegner, der um einen riesigen Goldkessel hüpft, in dem eine gefährliche Suppe brodelt. Schießt ihr mit der Faust in die Brühe hinein, schrumpft der Gegner bei Berührung mit den Tropfen auf Froschgröße, wodurch ihr ihn besser treffen könnt. Dasselbe kann aber auch Rayman passieren, so dass ihr vorsichtig sein müsst.

Rayman 3: Hoodlum Havoc
Feuerbällen solltet ihr lieber ausweichen.

Vielfalt, wohin das Auge reicht
Auch die anderen Levels strotzen nur so von abwechslungsreichen Spielverläufen. Im 'Highland Drifters'-Level kommt ihr in den Genuss von Raymans weiteren Fähigkeiten. Während sich Rayman in früheren Spielen mit der bloßen Hand an Ringen festhalten und sich durch die Luft schwingen konnte, benötigt er im dritten Teil spezielle Handschuhe. Eine auf dem Boden liegende Dose verleiht ihm bei Berührung diese Fähigkeit, wodurch er auf höher gelegene Plattformen kommt. Bei der Befreiung des Kleinlings offenbart ihm dieser eine weitere Fähigkeit, mit der er bestimmte Säulen sinken lassen kann, damit er darauf springen kann. Ein weiteres Highlight ist der 'Special Invaders'-Level, in welchem sich Rayman und sein Kumpel Globox in ein Raumschiff setzen und ihr dieses durch Belüftungsschächte navigieren müsst. Gelegentlich gelangt ihr in große unterirdische Räume, in welchen dann Globox das Raumschiff steuert und ihr euch hinter die Bordkanone setzt, um lästige Verfolger loszuwerden, was natürlich höllisch Spaß macht. Die Farben und Designs dieser Katakomben sind wirklich umwerfend und zeigen, dass 'Rayman 3' die grafische Detailverliebtheit des zweiten Teils nochmals übertreffen kann. Im vierten und letzten Level unserer Vorabversion muss Rayman ebenfalls einen Zwischengegner dingfest machen, der sich in einem großen Haus versteckt hat. Das Duell der beiden erstreckt sich über mehrere Räume und Stockwerke, und ihr müsst euch gelegentlich hinter Objekten verstecken, damit ihr nicht vom Schrotgewehr des Widersachers getroffen werdet.

Rayman 3: Hoodlum Havoc
Rayman und Globox an Bord ihres Raumgleiters.

Das ist nur der Anfang
Obwohl diese vier Levels noch nicht vollständig waren, lässt sich schon ziemlich genau vermuten, wie das fertig gestellte Spiel schlussendlich aussehen wird. Wenn man dem zusätzlichen Video-Trailer zum Spiel Glauben schenken darf, haben wir mit dieser Demo-Version nur die Spitze des Eisberges gesehen, denn viele Freunde und Feinde werden Rayman über den Weg laufen und ihr werdet Gelegenheit haben, diverse Vehikel zu steuern und Minigames zu absolvieren. Grafisch ist der neueste Teil der 'Rayman'-Reihe farbenfroh, detailverliebt und abwechslungsreich wie immer. Auch die Soundkulisse steht der Grafik in nichts nach, denn atmosphärische Soundeffekte und Melodien erfreuen eure Ohren.

 

Fazit

Gameswelt Redaktion - Portraitvon Gameswelt Redaktion
Die Designer bei Ubi Soft scheinen ihr Handwerk zu verstehen. Bereits in diesem frühen Stadium macht 'Rayman 3: Hoodlum Havoc' einen ausgezeichneten Eindruck, denn die spielerische Vielfalt passt optimal zum grafischen Design und den Anforderungen an den Spieler. Oftmals habe ich mich dabei ertappt, wie ich einfach nur in der Umgebung herumgestreunt bin, um möglichst viele Dinge auszuprobieren und um mir die Details näher anzuschauen. Im Moment scheinen alle Zeichen so zu stehen, dass 'Rayman 3: Hoodlum Havoc' das beste Spiel der 'Rayman'-Reihe wird und einen Pflichtkauf für jeden Fan von Hüpfspielen darstellen wird. Unser Test im November wird zeigen, ob sich dieser erste Eindruck bewahrheiten wird.  

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