Test - Puyo Pop Fever : Puyo Pop Fever

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In Fernost längst ein Hit, hierzulande aber kaum bekannt: Segas 'Puyo Pop Fever'-Reihe ist mittlerweile auch auf der PSP, sowie Nintendos DS angelangt und überrascht Genrefreunde mit handwerklich solider Puzzle-Action im ’Tetris’-Stil. Alle weiteren Details erfahrt ihr im Review.

In Fernost längst ein Hit, hierzulande aber kaum bekannt: Segas 'Puyo Pop Fever'-Reihe ist mittlerweile auch auf der PSP, sowie Nintendos DS angelangt und überrascht Genrefreunde mit handwerklich solider Puzzle-Action. Das grundlegende Spielprinzip des Programms ist dabei schnell erklärt: Frei nach dem Vorbild des Softwaremeilensteins 'Tetris' ordnet ihr verschiedenfarbige, herabfallende Gummibonbons auf dem Spielfeld kettenförmig (immer vier Stück in einer Reihe) an, um sie dadurch aufzulösen und Platz für die nächsten ankommenden Elemente zu schaffen. Wie immer gilt: Ist der oberste Spielfeldrand erreicht, ist die Partie verloren.

Gimme Fever!

Was 'Puyo Pop Fever' dabei allerdings von seinen Konkurrenten unterscheidet, ist der in den meisten Spielvarianten enthaltene Duellmodus, bei dem ihr wahlweise einem menschlichen oder computergesteuerten Gegner gegenübertretet. Die Ausgangslage ist klar: Beide Kontrahenten werden mit den gleichen Gummibonbons versorgt und müssen versuchen, diese geschickter anzulegen als ihr Gegenüber. Der Clou dabei: Wer mit schlau platzierten Elementen Kettenreaktionen auslöst, schickt seinem Nachbarn farblose Störkugeln, welche diesen erheblich beim Aufbau seiner Reihen stören. Spielt man sich in einen regelrechten Kettenreaktionswahn, wird zudem der namensgebende Fever-Modus ausgelöst. Dabei werdet ihr kurzzeitig in eine alternative Spielumgebung katapultiert und müsst dort versuchen, mit einem korrekt angeordneten Elementpaar eine massive Reaktion hervorzurufen, um euren Widersacher weiter zu schädigen. Ganz klar: Die kleinen, fiesen Duelle machen freilich vor allem im Verbund mit menschlichen Mitspielern jede Menge Spaß. Die Auseinandersetzungen mit dem Computer sind dagegen bereits zu einem frühen Zeitpunkt ziemlich frustrierend. Die KI scheint die folgenden zehn Elemente nahezu im Voraus zu kennen und ist deswegen imstande, bereits nach kurzer Aufbauzeit entsprechend massive Kettenreaktionen auszulösen. Vor allem ungeübte Spieler werden aus diesem Grund bereits nach wenigen Spielstunden entnervt das Handtuch werfen.

Sailormoon?!

Ansonsten liefert 'Puyo Pop Fever' eine solide Leistung ab. Die Grafik sieht für ein Spiel dieser Art vergleichsweise schick aus, ohne uns allerdings in irgendeiner Weise überzeugen zu können. Aufmachung, Charakterdesign und Sound erinnern dabei am ehesten an die neueste 'Sailormoon'-Ausgabe und dürften nur Spieler mit entsprechendem Faible ansprechen. Großartige inhaltliche Unterschiede lassen sich zwischen der PSP- und DS-Version nicht ausmachen. Die Optik ist auf dem Nintendo-System etwas weniger hübsch, dafür dürfen sich die DS-Anhänger über zwei exklusive Features freuen: Im spaßigen DS-Multiplayerpart können bis zu acht Spieler wireless gegeneinander antreten (auf PSP sind es nur zwei), wobei dank Filesharing nur ein Spieler das DS-Modul benötigt. Als zweites spezielles Feature kann die DS-Fassung mit einer Touchscreen-Steuerung aufwarten. Diese ist allerdings nicht sonderlich gelungen, da in der Spielhektik die normale Steuerung per Digi-Kreuz deutlich genauer funktioniert.

Fazit

von Michael Beer
Mit 'Puyo Pop Fever' wird das Line-up von PSP und DS um ein durchdachtes und solide umgesetztes Puzzlespiel erweitert. Neulinge sollten sich aber von der kindlich wirkenden Präsentation nicht in die Irre führen lassen: Das Spiel hat es in sich und ist bisweilen bockschwer. Multiplayer-Fans bevorzugen dank Achtspieler-Modus die DS-Variante.

Überblick

Pro

  • spannende Duelle gegen Mitspieler oder CPU
  • spassiger Mehrspieler-Modus (DS)
  • solide Puzzle-Action

Contra

  • stellenweise sehr schwer
  • mässige Touchscreen-Steuerung (DS)
  • kindliche Anime-Präsentation

Wertung

  • DS(i)
    75
    %
  • PSP
    74
    %

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