Test - Project Zero 2: Crimson Butterfly : Die Xbox-Version im Test

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Nachdem ’Project Zero 2: Crimson Butterfly’ im vergangenen Jahr schon den PS2-Spielern im positiven Sinne das Gruseln gelehrt hat, dürfen sich nun auch die Xbox-Anhänger in das Horror-Abenteuer rund um die beiden Zwillinge Mio und Mayu stürzen.

Dass das Horrorspiele-Genre nicht nur aus ’Silent Hill’ und ’Resident Evil’ besteht, beweist auch der zweite Teil des furchteinflössenden Titels ’Project Zero’ aus dem Hause Tecmo. Allzu viele Anleihen an den für PS2 und Xbox erschienenen ersten Teil hat die Fortsetzung aber nicht. Diesmal begleitet ihr die beiden Zwillingsschwestern Mio und Mayu, die sich an den mysteriösen Ort namens ’Dorf der Götter’ verirrt haben. Auf den ersten Blick von jeder Zivilisation abgeschnitten, irren die beiden durch das düstere Dörfchen, machen allerdings schon bald Bekanntschaft mit der grausigen Ortsgeschichte und den untoten Dorfbewohnern.

Es spukt im Dorf der Götter

Wer den Vorgänger gespielt hat, wird sich womöglich unschwer an einige sehr unangenehme Zeitgenossen wie den Genickbruch oder die Blinde Frau erinnern, die einen nicht nur spielerisch forderten, sondern auch ihren Rollen als unheimliche Spukgestalten gerecht wurden. Daran hat sich auch bei ’Project Zero 2’ nichts geändert. Freunde asiatischer Horrorfilme werden sich aufs Neue wohl fühlen und sich den abermals schaurigen Gestalten mit Freude in den Weg stellen. Genauso wie die eigentlichen Gespenster ist auch deren Auftreten noch immer äußerst individuell. Während die normalen Geister eher unspektakulär vor euch erscheinen und meist lediglich mittels Überraschungseffekt für Unbehagen sorgen, setzen die storybezogenen Geister auf deutlich eindrucksvollere Auftritte und lassen einen mit geradezu filmreifen Darbietungen bis ins Mark erstarren.

Bitte lächeln

Auch diesmal besteht eure Bewaffnung aus der erweiterbaren Fotokamera. Gegenüber dem Vorgänger bekommt ihr nun bei jedem Geist eine hilfreiche Energieleiste angezeigt, die euch den Zustand eures Gegners verrät. Auch könnt ihr nun viel einfacher von den effektiven Schnappschüssen Gebrauch machen. Das Ansammeln der Effektivitätspunkte ist nämlich nicht mehr zeitabhängig, sondern lediglich eine Frage der Entfernung zwischen Spieler und Geist. Damit ist ’Project Zero 2: Crimson Butterfly’ zumindest in der Kamerabedienung merklich einfacher als sein Vorgänger und auf normalem Schwierigkeitsgrad nicht gerade eine große Herausforderung. Vielmehr kommt man recht schnell voran, während die Genre-typischen und größtenteils eher lauen Rätsel nicht gerade für eine große Herausforderung sorgen. ’Project Zero 2’ ist als Adventure eher dürftig, lebt dafür aber ganz von seinen unvergesslichen und referenzwürdigen Horroreinlagen.

Kann sich sehen lassen

’Project Zero 2’ ist auf der Xbox im Vergleich zur PS2-Version zwar etwas überarbeitet worden, lässt man jedoch den kritischen Blick walten, so stellt man fest, dass technisch keine großen Fortschritte zum Vorgänger zu verzeichnen sind. Dafür fällt jedoch auf, dass vor allem mit visuellen und klanglichen Grusel-Effekten gearbeitet und mit Hilfe der schaurigen Laute und Musikstücke für eine noch gruseligere Atmosphäre gesorgt wird. Optisch stechen das Charakterdesign der beiden Zwillingsschwestern und die dynamischen Schatten ins Auge, während die schauderhaften Geister und die meist ramponierten, typisch japanisch eingerichteten Häuschen im Schein der Taschenlampe eine überzeugende geisterhafte Szenerie schaffen.

Fazit

von ** **
’Project Zero 2’ ist spielerisch zwar eher unauffällig, behauptet sich jedoch als Spitzenreiter in Sachen Horror-Atmosphäre. Fans der Reihe werden von der unheimlichen Story, den erneut überzeugenden Geistern und der dichten Atmosphäre nicht so schnell loskommen.

Überblick

Pro

  • gruselige Story
  • hervorragende Atmosphäre
  • überzeugende Optik

Contra

  • anspruchslose Rätsel
  • hakelige Steuerung
  • mäßige Foto-Kämpfe

Wertung

  • Xbox
    82
    %

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