Test - PokéPark Wii: Pikachus großes Abenteuer : Sammelfieber im PokéPark

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Doch bevor sich euch ein Pokémon anschließt, müsst ihr zunächst dessen Freundschaft gewinnen. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. Entweder liefert ihr euch ein kurzes Wettrennen samt Rempler mit dem Wesen oder aber ihr versucht euch an einem Quiz beziehungsweise einem sehr simpel gehaltenen Duell. Solltet ihr eine dieser Varianten erfolgreich meistern, steht euch das besagte Pokémon künftig bei den Minispielen zur Auswahl.

Sammeln ohne Fieber

Doch nicht nur für die Minispiele werden die insgesamt fast 200 Pokémon benötigt. Manchmal ist euch im PokéPark der Weg zum nächsten Gebiet oder anderen Schauplätzen versperrt. Dann gilt es zunächst, die euch gestellte Aufgabe zu meistern. Klingt spannend, ist es aber nicht. Denn in den meisten Fällen gehen die Aufgaben nicht über simple Lieferaufträge oder das Freundschaftschließen mit vorgegebenen Pokémon hinaus. Das alles ist sehr öde und nicht mal ansatzweise fordernd oder gar motivierend.

Schade, denn im Ansatz bietet das Spielprinzip deutlich mehr Potenzial. Warum nicht verkettete Aufgaben, die unter anderem die Suche nach einem Schatz sowie den Kampf gegen ein besonders widerstandsfähiges Pokémon umfassen? So aber klappert ihr einfach ein Pokémon nach dem anderen ab, wiederholt die immer gleichen Prozesse und lechzt nach einem Funken Abwechslung. Diese bieten immerhin die bereits erwähnten Minispiele, die jedoch aufgrund ihrer geringen Anzahl ebenfalls schnell an Reiz verlieren.

Erschwerend kommt hinzu, dass PokéPark Wii: Pikachus großes Abenteuer auch technisch nicht ohne Mängel ist. Einerseits erfreuen sich die Fans der Serie an liebevoll modellierten Charakteren und einige der Effekte sehen ebenfalls recht hübsch aus. Dann jedoch gibt es unschöne Clipping-Fehler und viele Landschaften wirken aufgrund matschiger und wenig schöner Texturen ziemlich trist. Die Sound-Kulisse bietet die typische „Pokémon-alles-wird-gut"-Melodie und die auf Dauer tierisch nervigen Sprach-Samples der einzelnen Kreaturen. Zudem fragen wir uns, warum es keinen Mehrspielermodus gibt, bei dem man die Minispiele in geselliger Runde hätte zocken können - das wäre nett gewesen.

Fazit

André Linken - Portraitvon André Linken
Aus PokéPark Wii: Pikachus großes Abenteuer hätte man mit etwas mehr Mühe deutlich mehr machen können. So bleibt am Ende „nur“ ein Spiel für jüngere Fans, das außer stupiden Aufgaben und dem Sammeln von Pokémon nicht allzu viel bieten kann. Die Minispiele machen anfangs noch am meisten Spaß, doch auf Dauer mangelt es schlicht und ergreifend an Abwechslung und Motivation. Erfahrene Spieler machen einen Bogen um den PokéPark, jüngere Fans hingegen werden durchaus ihren Spaß haben. Entsprechend solltet ihr bei der Wertung im Geiste einige Prozentpunkt abziehen oder draufpacken.

Überblick

Pro

  • 193 Pokémon
  • gute Steuerung
  • nette Minispiele

Contra

  • sehr seichtes Spielprinzip
  • wenig Abwechslung
  • zu wenige Motivationselemente
  • technische Mängel
  • viel verschenktes Potenzial

Wertung

  • Wii
    61
    %

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