Test - Pokémon Sonne und Mond : Das beste Pokémon in 20 Jahren!

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Pokémon Sonne und Mond stellen den Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 20. Jubiläum des Pokemon-Franchise dar. Kein Wunder, dass die neuen Editionen derart vollgestopft mit neuen Features sind, dass man leicht den Überblick verliert. Ob die siebte Generation im ruhmreichen Licht der Sonne erstrahlt oder lieber auf der dunklen Seite des Mondes verschwinden sollte, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test.

20 Jahre, 7 Generationen, 26 Spiele allein aus der Hauptreihe und beinahe 800 Pokémon. Ja, die Taschenmonster-Franchise muss sich den Vorwurf gefallen lassen, regelrecht ausgeschlachtet zu werden. Trotz allmählicher Verschleißerscheinungen und eines im Kern unangetasteten Konzepts begeistert Pokémon auch noch zwei Dekaden, nachdem der Sammelwahn seinen Höhepunkt fand.

Ob es der feierliche Anlass des Jubiläums oder die lang herbeigesehnte Aufbruchstimmung war, die den Anstoß für eine recht radikale Umgestaltung gab, ist letztlich egal, denn das Ergebnis bleibt für Pokémon Sonne und Mond unverändert. Zwar geht es in den neuen Editionen immer noch primär um das Sammeln und Trainieren von Pokémon, doch abgesehen davon hat sich beinahe alles geändert. Ähnlich wie es sich in The Legend of Zelda: Breath of the Wild abzeichnet, geht auch Game Freak neue Wege und bricht eingefahrene Elemente auf. Die Frage ist nur, ob die Abkehr von der Tradition positiv oder negativ zu werten ist.

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Glaubhaft und natürlich

Wer meine Vorschau zu Pokémon Sonne und Mond gelesen hat, dem wird aufgefallen sein, wie sehr ich schon nach der kurzen Anspielzeit von der Natürlichkeit der neuen Spiele geschwärmt habe. Nach über 50 Stunden hat sich dieser Eindruck nicht nur bestätigt, sondern intensiviert. Das fängt schon mit der Wahl der Region an. Seit 20 Jahren versucht Game Freak zu vermitteln, dass jedes neue Szenario individuell ist, seine ganz besonderen Eigenheiten hat. Nie ist das besser gelungen als mit der Alola-Region. Die vielen Rituale, Brauchtümer und natürlich das hawaiianische Flair sind vielleicht nicht ganz frei von Klischees, erschaffen aber im Gesamten eine eigene Welt, ein Urlaubsparadies, in das man sich verliebt.

Game Freak hat sich offensichtlich viel Zeit genommen, sich mit der Inselkette Hawaii auseinanderzusetzen, und sich mehr als einmal die Frage gestellt: Wie würden gewisse Situationen ablaufen, wenn es die Taschenmonster tatsächlich gäbe? Beispielsweise wurden Mangunior in Alola eingeführt, um als Schädlingsbekämpfer gegen eine wachsende Rattfratz-Population vorzugehen, ganz wie es in der Realität mit Mangusten und Ratten geschehen ist. Solche Parallelen zum Vorbild finden sich vielerorts und lassen ein glaubwürdiges Ökosystem entstehen.

Das beste aus 20 Jahren - Video-Review zu Pokémon Sonne / Mond
Mit Pokémon Sonne / Mond schafft es Game Freak das beste aus 20 Jahren Pokémon in ein Spiel zu packen. Erfahrt alles zum neuen Pokémon in unserem Videotest.

Es sind die vielen Details, die zur Natürlichkeit von Pokémon Sonne und Mond beitragen. Überall hört ihr Pokémon-Rufe aus den umliegenden Bäumen, Kampfhintergründe und Animationen wurden enorm verbessert, die Trainer sind nun ebenfalls – nicht ganz ohne Konsequenzen – im Kampfbildschirm zu sehen und in der PokéPause, einer Weiterentwicklung des PokéMonAmi-Features, könnt ihr eure Mitstreiter nahtlos nach dem Kampf medizinisch versorgen und für ihre Leistung loben.

Bekanntermaßen haben sich einzelne Taschenmonster aus Kanto an die besonderen Bedingungen der Alola-Region angepasst. Damit wurde eine natürliche Art der Evolution eingeführt, die rein gar nichts mit der bisher bekannten Entwicklung zu tun hat. Natürlich möchte Game Freak dadurch vor allem Fans der ersten Stunde wieder an Bord holen und dazu ermuntern, neues Interesse an den Veteranen der kleinen Kreaturen zu entwickeln. In aller Regel sind die Umstände, die zu den besagten Regionalformen geführt haben, sogar glaubhaft erklärt. Kurzum: Die siebte Generation vermittelt besser denn je den Eindruck einer Welt, die tatsächlich existieren könnte.

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Dazu gehört selbstverständlich auch die Nahrungsaufnahme. Jahrelang war es ein offenes Geheimnis, nun hat Game Freak alle Vorsicht fahren lassen und reibt euch immer wieder unter die Nase: Pokémon werden verspeist - mal von Artgenossen, mal von Menschen. Auffallend viele Bemerkungen im PokeDex und unter der Bevölkerung behandeln die „Spezialitäten“ von Alola. So is(s)t nun mal das Leben. Nie war Pokémon authentischer.

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