Test - Persona 5 : Die Phantome schlagen zu

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Ganz geklappt hat es mit dem Release zum diesjährigen Valentinstag zwar nicht, dafür dürfen sich JRPG-Fans am 4. April nun endlich in die Welt von Persona 5 stürzen. Das Japano-Rollenspiel, das sich vor allen Dingen an Fans anspruchsvollerer Spielekost richtet, möchte die besten Elemente der ehemaligen Spin-off-Serie vereinen. Ob Entwickler Atlus das bereits fantastische Persona 4 nochmals übertreffen konnte, erfahrt ihr in unserem Review.

Wer bisher nur klassische RPG-Kost gewohnt ist, wird sich anfangs vielleicht über das Setting wundern. Statt durch eine mittelalterliche Fantasywelt oder ein Sci-Fi-Szenario begleitet ihr eure Heldengruppe in Persona 5 durch ihr typisch japanisches, modernes Schulleben – zumindest, bis die ersten übernatürlichen Ereignisse in ihr Leben treten. Das unkonventionelle Setting ist, neben dem sehr anspruchsvollen Schwierigkeitsgrad, eines der wichtigsten und vor allem interessantesten Merkmale der Serie.

Da Persona 5 ein sehr story-lastiges Spiel ist, sprechen wir an dieser Stelle eine kleine Warnung aus: Im folgenden Text wird es einige Spoiler zu den ersten 20 Minuten des Spiels sowie milde Spoiler zu späteren Ereignissen geben.

Neue Schule, neue Freunde

Nach dem unfassbar stylischen Intro, das euch sofort in einen kurzen Dungeon-Abschnitt mitsamt kurzem Trainingskampf wirft, findet sich euer frei benennbarer Protagonist im Verhörraum eines Hochsicherheitsgefängnisses wieder. Die Geschichte des Spiels wird zu einem großen Teil in Rückblenden erzählt. So kommt ihr nach und nach den Geschehnissen auf die Spur, die zu eurer unweigerlichen Verhaftung führten.

Wie schon in den vorherigen Teilen der Serie ist auch der Protagonist des fünften Teils ein Gastschüler, der eine ihm fremde Stadt und Schule besucht. Diesmal spielt das Spiel allerdings nicht in einer fiktiven Kleinstadt, sondern im Herzen Tokios, wo ihr die Shujin Academy besucht. Ebenso seid ihr nicht aus freien Stücken in die Stadt gekommen, sondern sitzt eure Bewährungsstrafe für ein Verbrechen ab, das ihr vielleicht oder vielleicht auch nicht begangen habt.

Eine Hälfte des Spiels besteht nun darin, ein möglichst erfolgreiches Schul- und Sozialleben zu führen. Dazu müsst ihr, je nach Wochentag, entweder Fragen im Unterricht korrekt beantworten, euch mit Freunden (und Gruppenmitgliedern) treffen und allen möglichen Leuten mit ihren Problemchen helfen. Dazu könnt ihr Tokio mehr oder weniger frei erkunden. Natürlich öffnen sich einige neue Areale erst mit wachsendem Story-Fortschritt, der Großteil des Soziallebens spielt sich allerdings in Shibuya und der näheren Umgebung ab.

Das Pflegen des Schullebens erinnert stellenweise an typische Visual-Novel-Spiele, natürlich inklusive einiger Optionen für mögliche Romanzen. Allerdings handelt es sich hier nicht einfach nur um einen stumpfen Zeitvertreib: Das Pflegen der Beziehungen sowie der fünf Social Stats – Weisheit, Mumm, Können, Güte und Charme – nimmt auch Auswirkungen auf das Gameplay während der Dungeons und Kämpfe.

Regelmäßige Kontakte mit euren Gruppenmitgliedern und Vertrauten gewähren euch nicht nur Einblicke in deren durchweg interessant erzählte Hintergrundgeschichten, sondern erhöhen überdies das Social-Link-Level. Die Social Links belohnen euch mit Fähigkeiten für den Kampf und mit neuen Optionen, die namensgebenden Persona zu fusionieren. Wer sein Sozialleben vernachlässigt, gerät im Kampf sehr schnell ins Hintertreffen.

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