Preview - Panzer Elite Action : Panzer Elite Action

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Freunde zünftiger Panzersimulationen werden in der letzten Zeit nicht gerade mit dem vehement geforderten Nachschub an Spielen überschüttet. Umso größer war die Vorfreude bei der Ankündigung von 'Panzer Elite Action'. Wir haben uns für euch in eine dieser rollenden Festungen geschwungen und kehren jetzt mit dem Gefechtsbericht von der Front zurück – mit gemischten Gefühlen.

Eine Warnung gleich vorweg: Wer beim Lesen des Namens an das gute alte 'Panzer Elite' denkt, der sollte sich am besten gleich wieder beruhigen. Mit besagter Simulation hat der vorliegende Titel nicht viel zu tun. Das Gegenteil ist der Fall. In 'Panzer Elite Action' stehen weder akkurate Simulationsparameter noch ein hoher Grad an Realismus im Vordergrund. Das Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf den actionreichen Gefechten, was sich in nahezu allen Aspekten des Spiels bemerkbar macht. Auch die ansonsten stets so hoch gepriesene historische Genauigkeit von Weltkriegstiteln rückt hier etwas in den Hintergrund, ohne aber gänzlich aus den Augen gelassen zu werden.

Aus allen Rohren

So besucht ihr im Verlauf der insgesamt drei verschiedenen Solokampagnen alle wichtigen Kriegsschauplätze dieser Epoche. Ihr schlüpft in die Rolle von drei Panzerkommandeuren, die mit einem kleinen Verband von Einsatz zu Einsatz ziehen. Aufseiten der Russen beginnt der Feldzug in der geliebten Heimat, wo ihr zunächst die deutschen Invasoren zurückschlagen müsst, um dann die lang ersehnte Gegenoffensive zu starten. Die Alliierten, wie könnte es anders sein, greifen mit der Landung am Omaha Beach aktiv in das Kampfgeschehen ein und kämpfen sich durch die Normandie bis nach Deutschland vor. Der dritte Kommandant stammt aus den Reihen der deutschen Wehrmacht und zieht durch Polen und Frankreich bis hin zum verbissen umkämpften Stalingrad – dem Wendepunkt des Krieges. Das alles hört sich recht interessant an, doch allzu historisch geht es bisher noch nicht zu. Die beiden Missionen, die wir anhand der Preview-Version anspielen konnten, ließen nur Ansätze von geschichtlicher Genauigkeit erkennen, was aber auch nicht weiter tragisch ist. Das machen andere Spiele sowieso deutlich besser. Vielleicht ändert sich das aber bis zum Release auch noch.

Im Vordergrund steht vielmehr geballte Panzer-Action, wie es der Name des Spiels ja bereits erahnen lässt. Mittels Maus und Tastatur rollt ihr an Bord eures Panzers über 18 verschiedene Schlachtfelder und habt dabei unterschiedliche Ziele vor Augen. Mal müsst ihr einen Funkturm der Deutschen zerstören oder aufseiten der Alliierten das Verteidigungsbollwerk in der Normandie überwinden. Die Inszenierung der einzelnen Einsätze lässt anfangs einiges erhoffen und intensive Schlachtfeldatmosphäre aufkommen. Spätestens wenn ihr im Sperrfeuer der feindlichen Artillerie steht und zusätzlich ein halbes Dutzend Bomber seine destruktive Ladung auf euch hinabregnen lässt, entsteht ein wenig Mittendrin-Gefühl. Das hält jedoch in den beiden Preview-Misisonen nicht lange an. Schnell stellt sich eine gewisse Eintönigkeit ein: Ihr rollt zusammen mit euren Panzerkollegen Kilometer für Kilometer nach vorne, schaltet gegnerische Panzer, Artillerie und Fußsoldaten aus, ohne dass es zu überraschenden Ereignissen kommt. Hoffentlich bauen die Entwickler von ZootFly hier noch ein paar weitere Skriptereignisse ein, um das Geschehen etwas aufzulockern.

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