Special - N-Gage QD : Special

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    Funktions-Abstriche und Spielspass
    Doch halt, es gibt leider nicht nur Verbesserungen. Das QD-Modell besitzt gegenüber dem bisherigen N-Gage auch einige Elemente, die eher ein Rückschritt sind. So fehlt beispielsweise der USB-Anschluss – wer Dateien vom PC auf sein N-Gage QD laden will, muss dies wohl oder übel per kabelloser Bluetooth-Übertragung oder indirekt über eine MMC-Karte tun. Apropos MMC-Karte: Dem Gerät liegt keine solche Speicherkarte bei. Ebenfalls wohl zum Opfer der Sparschere sind die Radio-Funktion sowie der integrierte MP3-Player gefallen. Das Weiteren ist das QD-Spiele-Terminal nur ein Dualband-Handy – das ’alte’ N-Gage nutzte immerhin die moderne Triband-Technik. So überrascht es auch nicht, dass Nokia beide Modelle weiterhin anbietet. Für potentielle Käufer bedeutet das aber auch, dass sie sich genau überlegen sollten, welche Vor- und Nachteile ihnen wichtig bzw. weniger wichtig sind und danach entscheiden, ob sie die QD-Version kaufen wollen oder zur althergebrachten Fassung greifen. Das N-Gage QD ist zurzeit ohne Netzanbieter-Vertrag für etwa 230 Euro zu haben, das traditionelle Modell kostet 10 Euro mehr.

    Doch genug gemeckert, kommen wir zum wichtigsten Aspekt: dem Spielen. Von der Handhabung her unterscheidet sich das N-Gage QD nicht vom Vorgänger. Gespielt wird über das Steuerkreuz und über das Tastenfeld. Das Kreuz ist etwas schwammig und als Neuling drückt man anfangs schnell mal eine falsche Taste, doch Übung macht ja bekanntlich den Meister. Hat man sich etwas eingespielt, gibt es keine Probleme. Besonders Java-Games lassen sich meist deutlich angenehmer über das N-Gage QD spielen als auf einem normalen Mobile Phone. Besonders interessant sind aber natürlich die richtigen N-Gage-Spiele. Bislang sind etwa 20 Titel erhältlich, bis Ende 2004 sollen etwa noch mal so viele erscheinen. Die Games werden auf MMC-Karten ausgeliefert und kosten zwischen 39 und 49 Euro.

    Nokia
    Tomb Raider, Tony Hawk’s, FIFA 2004, Die Sims brechen aus.

    Unter den Spielen finden sich zahlreiche bekannte und beliebte Namen wie ’Tomb Raider’, ’Tony Hawk’s Pro Skater’, ’Super Monkey Ball’, ’FIFA 2004’, ’Virtua Tennis’, ’Die Sims brechen aus’ oder ’Red Faction’. Allerdings fehlen exklusive Systemseller, des Weiteren sind zahlreiche der genannten Titel für viele User bereits alte Kamellen oder kommen qualitativ nicht an die Heim-Versionen heran. Immerhin ist das N-Gage zurzeit der wohl grafisch stärkste Spiele-Handheld. Die meisten Spiele setzen nicht auf 2D-Optik sondern auf 3D-Grafik mit Polygonen und Texturen. Mit Lara Croft 3D-Katakomben zu erkunden oder mit Tony Hawk durch komplexe Arenen zu brettern, ist also kein Problem. Allerdings ist die Optik den aktuellen Heimkonsolen nicht gewachsen – die Texturen sind oftmals verpixelt und leiden an Verzerrungen und auch die Polygon-Menge ist eher niedrig. Dazu kommen bei vielen 3D-Spielen einige Ruckler und andere Unsauberkeiten. Im Handheld-Bereich ist die Optik aber trotzdem weit vorne und lässt den Game Boy Advance in puncto 3D-Grafik hinter sich.

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