Preview - No one lives forever 2 : No one lives forever 2

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'No one lives forever' glänzte seinerzeit unter anderem durch eine starke und originelle Story. Das soll sich auch beim Sequel nicht ändern, in welchem die hübsche UNITY-Agentin Cate Archer wieder einmal reichlich Ärger am Hals hat. Diesmal wird sie auf eine internationale Konspiration der Russen angesetzt, hat aber gleichzeitig noch Killer der Verbrecher-Organisation H.A.R.M. am Hals, welche ihren Kopf wollen.

No one lives forever 2
Ein japanisches Dorf als Auftakt zum Spiel.

Die Russen-Thematik klingt eigentlich ja nicht mehr besonders aktuell, aber das macht fast gar nichts, denn wie der Vorgänger orientiert sich 'NOLF 2' wieder an Agenten-Filmen der 60er und 70er Jahre, was sich im kompletten Design des Spieles niederschlägt. Man nehme Emma Peel aus 'Mit Schirm, Charme und Melone', dazu einen dicken Batzen 'James Bond' und das Ganze gewürzt mit einer Prise 'Austin Powers' und ihr wisst in etwa, was euch erwartet.

Missionsvielfalt mit einer Prise Stealth
Wie gehabt geht es in First-Person-Shooter-Manier durch exotische Locations. So schleicht ihr euch durch ein japanisches Dorf, gespickt mit Ninjas, erlebt kalte Füße und heiße Gefechte in Sibirien oder wandelt durch die Straßen und Gebäude einer indischen Stadt. Selbst mitten in einem Wirbelsturm in Ohio kommt Cate zum Einsatz. In den enorm umfangreichen Levels hat Cate ebenso umfang- wie abwechslungsreiche und komplexe Missionen zu erledigen. So muss sie ein Verbrechertreffen beobachten und die Teilnehmer fotografieren, Bomben legen und allerlei Geheimnisse lösen, wobei Cate auf zahlreiche alte Bekannte trifft, sowohl bei den guten als auch bei den bösen Jungs. Hinzu kommen zahlreiche zum Teil sehr originelle optionale Aufgaben. In Indien zum Beispiel soll Cate Fahndungsplakate in einer ganzen Stadt einsammeln, bevor man ihr auf die Schliche kommt. Zusammengehalten wird die wendungsreiche Story durch schicke Zwischensequenzen in der Spielgrafik.

No one lives forever 2
Ein Skillsystem sorgt für Spieltiefe.

Das Gameplay des Spieles wurde passend zum gängigen Trend bei Shootern stark in Richtung Stealth erweitert, wobei dem Spieler jedoch immer noch genug Möglichkeiten zur klassischen Ballerei bleiben. So wurden die Interaktionsmöglichkeiten im Spiel um einiges erweitert. Licht und Schatten spielt eine große Rolle, Cate kann Lichtquellen ausschalten und sich in dunklen Nischen verstecken, wobei ein Symbol anzeigt, ob und wie gut Cate versteckt ist. Die KI der Gegner reagiert deutlich stärker auf Sicht und Geräusche, was die Entwickler gleich ausgenutzt haben, um zum Beispiel hier und da mal eine Flasche zu postieren, die beim versehentlichen Umstoßen laut klimpert und Gegner anlockt, die nach dem Rechten sehen wollen.

Der Inhalt von Cates Handtasche
Um Cate die Aufgabe etwas zu erleichtern, stehen ihr etliche neue Tools zur Verfügung, die zum Teil in ungewöhnlicher und vor allem damenhafter Tarnung daherkommen. Der Schminkspiegel entpuppt sich als Dietrich, die Haarsprayflasche als Schweißgerät. Hinzu kommen Kamera, Codeknacker, Wanzen, Taschenlampe und vieles mehr in ähnlicher Verpackung. Nicht zu vergessen ist auch noch eine spezielle Pistole, mit der verschiedene Pfeile abgeschossen, aber auch kleine Stöpsel, mit denen Überwachungskameras verdunkelt werden können.

No one lives forever 2
Hübscher denn je: Cate Archer persönlich.

Auch bei den Waffen hat es Nachfolger gegeben. Neben Standard-Waffen wie Pistole, Sniper, MP und AK47 stehen euch auch Elektroschocker, Katana, Shuriken und Armbrust für das eher lautlose Beseitigen von Gegnern, die zudem auch noch in dunkle Ecken gezerrt werden können, zur Verfügung. Highlight beim Waffenarsenal ist Cates harmlos aussehende Handtasche, die sich Ruckzuck in einen Raketenwerfer verwandelt, Q hätte seine helle Freude daran. Wer übrigens wieder auf nutzbare Fahrzeuge hofft, wird ebenfalls nicht enttäuscht, in den angespielten Levels konnte zumindest das gute alte Schneemobil entdeckt werden.

Nicht alle Objekte stehen Cate sofort zur Verfügung, vieles verbirgt sich in den Levels selbst in Schränken, Kisten und Truhen, aber auch die Gegner haben einiges zu bieten. Diese können auch durchsucht werden, wobei offensichtliche Gegenstände sofort aufgenommen werden, aber ein zeitintensiveres Suchen auch noch das eine oder andere nützliche oder unnütze Utensil zu Tage fördert. Wundert euch nicht, wenn eure Suche nur gebrauchte Taschentücher oder angekaute Kaugummis ans Licht bringt. Oftmals findet ihr auch in den Levels zahlreiche Dokumente, die euch teils wertvolle Hinweise geben, manchmal aber auch einfach nur zum Schieflachen sind. Da findet ihr ein wichtiges Schreiben, welches sich um die Anforderung einer Rolle Klopapier dreht, wenige Minuten später entdeckt ihr dann den ablehnenden Bescheid dazu.

 

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