Test - NieR: Automata : Ein Meisterwerk! Glaubt es uns einfach!

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Wunder gibt es immer wieder, so auch im Fall von Square Enix' neuestem Action-RPG-Streich NieR: Automata. Nachdem der Vorgänger NieR während der vorherigen Konsolengeneration eher verhalten von den meisten Spieletestern aufgenommen worden war, sah es für ein neues Projekt aus der Feder Taro Yokos ziemlich mau aus. Dennoch hat man sich glücklicherweise dazu entschieden, der Marke noch eine Chance zu geben, denn abseits der damaligen Reviews ist NieR für Fans einer der wichtigsten Geheimtipps des Genres.

Als Erstes ein Entwarnung: Wir wissen, wie wichtig die Geschichte in einem Taro-Yoko-Spiel ist, weswegen wir in dieser Review keine wichtigen Handlungsabläufe spoilern. Wenn ihr einen genaueren Überblick über das Gameplay von NieR: Automata haben möchtet, legen wir euch die Preview zur PSN-Demo nahe, wo wir es genauer unter die Lupe genommen haben.

Taro Yoko und die Technik

Es ist kein großes Geheimnis, dass sich ganz im Gegensatz zur fantastischen erzählerischen Qualität die Technik in bisherigen Spielen des Directors Taro Yoko meistens eher im Mittelmaß bewegte. Vor allem NieR, aber auch Drakengard 3 – beides Spiele der letzten Konsolengeneration – wurden öfter mit schlecht optimierten PS2-Spielen verglichen. Glücklicherweise hat sich das Entwicklerstudio Platinum Games diesmal um diesen Teil des Spiels gekümmert.

Erwartungsgemäß läuft das gesamte Spiel also nicht nur mit größtenteils konstanten 60 Bildern pro Sekunde, sondern spielt sich auch endlich wie ein modernes Action-RPG. Wer die effektreiche Action von Platinum-Games-Titeln mag, wird sich in NieR: Automata sehr schnell wohlfühlen. Neben dem Kanonenfutter warten die für den Entwickler typischen imposanten Bosse darauf, von euren Protagonisten 2B und 9S vermöbelt zu werden.

Dennoch merkt man, dass es sich beim neuen NieR um den ersten Open-World-Titel des Studios handelt, das normalerweise für eher lineare Action-Sequenzen bekannt ist. Man kann sich zwar in der gesamten Welt frei und ohne Ladezeiten bewegen, dennoch ruckelt es hier und da dann doch noch ein wenig, besonders wenn man sich von einem Gebiet ins nächste bewegt. Das fällt zwar auf, stört aber den Spielfluss wenig bis gar nicht, denn die offene Welt kann durch andere Qualitäten überzeugen. In den Dungeons, die ihr erkundet, läuft dagegen alles konstant flüssig und ohne Ruckler.

Besagte Dungeons zählen neben den hier und da verstreuten 2-D-Shoot-em-up-Segmenten zu den Highlights des Spiels. Während ihr euch in der offenen Welt normalerweise um RPG-typische Nebenquests kümmert, kommt in den abgeschlosseneren Gebieten die Action voll zur Geltung. Mal müsst ihr euch durch Horden mechanischer Gegner metzeln, mal in einer 2,5-D-Perspektive Geschicklichkeitsabschnitte meistern. Auch wenn ihr den einen oder anderen Dungeon mehrmals besucht, wird euch nicht so schnell langweilig.

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Bei der Bewältigung der Herausforderungen helfen euch nicht nur aufwertbare Waffen, sondern auch ein interessantes Fähigkeitensystem. Da eure Protagonisten Androiden sind, habt ihr einen festgelegten Speicher, in den ihr Chips stecken könnt, die entweder eure Statuswerte verstärken oder euch gänzlich neue Fähigkeiten zur Verfügung stellen. Ein interessanter Kniff ist hierbei, dass selbst die einzelnen Interface-Elemente gespeicherte Chips sind. Wenn ihr also Platz im Speicher braucht, könnt ihr eure HP-Leiste oder die Minimap entfernen, um einen Fähigkeiten-Chip einzusetzen.

Taro Yoko und die Story

Wenn ihr bisher noch kein Taro-Yoko-Spiel gespielt habt, werdet ihr wahrscheinlich überrascht sein, dass ihr nach vergleichsweise kurzer Spielzeit bereits die Credits über den Bildschirm flimmern seht. Die Spiele des Directors haben die Eigenart, mehrere Enden zu besitzen, die in weiteren Spieldurchläufen mehr und mehr von der umfassenden Story preisgeben.

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