Test - Metal Gear Solid 3: Snake Eater : Spiel der Woche 11/05

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Hideo Kojimas ’Metal Gear Solid 3: Snake Eater’ ist einer der am sehnlichst erwarteten PS2-Titel und zählt gewiss zu den letzten wirklich großen Highlights, die uns auf der aktuellen Konsolen-Generation noch geboten werden. Nach einer dreijährigen Pause seit ’Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty’ steht Snake sein letzter großer Einsatz bevor und wir verraten euch, weshalb ihr auch diesen keinesfalls verpassen solltet.

Snake Eater

Auch wenn der Titel etwas anderes vermuten lässt: Storytechnisch ist 'Metal Gear Solid 3: Snake Eater' weder ein direkter Nachfolger von 'Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty' noch von 'Metal Gear Solid'. Tatsächlich ist die Handlung vor den genannten Episoden angesiedelt und basiert auf den Ereignissen des Kalten Krieges im Jahre 1964. Einmal mehr liegt allem Übel ein unglaubliches Komplott zu Grunde, wobei alles damit anfängt, dass ihr den von den Russen festgehaltenen Raketenforscher Sokolov ausfindig machen und in die Staaten eskortieren müsst. Auch diesmal ist nämlich wieder eine Waffe mit unglaublicher Zerstörungsgewalt in den Händen der Übeltäter und es liegt an euch, eine internationale Katastrophe zu verhindern. Dabei verschlägt es euch diesmal nach Russland in die Tiefen des Dschungels, umgeben von Spetsnaz, Soldaten und natürlich einer Schar von speziell ausgebildeten und mit übernatürlichen Fähigkeiten versehenen Widersachern, die sich euch in den Weg stellen. Die epische Story ist auch diesmal sensationell geraten und fesselt einen bis zur letzten Minute, sodass es zu keinem Zeitpunkt an Spielmotivation fehlen dürfte.

Während uns bereits in 'Metal Gear Solid' und 'Metal Gear Solid 2: Substance' die zusätzlichen VR-Missionen gefielen, gibt es bei 'Metal Gear Solid 3: Snake Eater' gleich mehrere zusätzliche Spielarten, die jedoch teils erst nach dem Durchspielen freigeschaltet werden oder gar exklusiv für die europäische Version integriert wurden. So könnt ihr im exklusiven Duell-Modus alle Bosskämpfe nochmals wiederholen oder in 'Schlange gegen Affe' die kleinen Primaten aus 'Ape Escape' mit eurer Affenpistole jagen. Außerdem erwarten uns Europäer zwei neue Missionen. Auch steht es euch frei, im exklusiven 'Filmbetrachter' sämtliche Zwischensequenzen erneut zu genießen. Überdies könnt ihr das Spiel im 'European Extreme'-Schwierigkeitsgrad durchspielen.

Wie eh und je

Änderungen am grundlegenden Stealth-Spielkonzept gibt es dagegen kaum. Ihr schleicht euch wie bisher an Wachen vorbei, kriecht durch Schächte und Höhlen und stellt euch wagemutig außerordentlichen Bossen. Allerdings wurden Snakes Möglichkeiten und die Waffenpalette erweitert sowie einige Änderungen am Heilungskonzept vorgenommen. Davon abgesehen spielt sich 'Metal Gear Solid 3: Snake Eater' wie seine Vorgänger und setzt ebenso zum Großteil auf seine komplexe Story. Dadurch entsteht jedoch wieder das altbekannte Problem, dass die Zwischensequenzen und Dialoge einen hohen Anteil vom Spielinhalt einnehmen und den eigentlichen Spielumfang merklich ausdehnen sowie das Fortschreiten etwas abbremsen. 'Metal Gear'-Fans sind daran zwar schon gewohnt, doch ist es nicht minder wichtig zu erwähnen, dass 'Metal Gear Solid 3: Snake Eater' sich wegen seiner Eigenart als 'Film-Spiel' im Wesentlichen sehr stark von seiner Konkurrenz unterscheidet und nichts für ungeduldige Action-Spieler ist.

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