Test - MechAssault 2: Lone Wolf : Spiel der Woche 04/05

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Einfach einmal in einem zehn Meter hohen Roboter durch die Gegend stapfen und alles zerstören, was sich einem in den Weg stellt – Microsofts 'MechAssault 2: Lone Wolf' sorgt genau für dieses destruktive Vergnügen. Wir haben uns unerschrocken in die gigantischen virtuellen Blechbüchsen gesetzt und für das Review überprüft, was der Action-Kracher für Xbox offline und online sonst noch zu bieten hat.

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Ein Wolf im Mech-Pelz

Knapp eineinhalb Jahre hat es bis zur Fortsetzung des erfolgreichen Xbox-Actiontitels 'MechAssault' von Day 1 Studios gedauert. Wieder dreht sich alles um riesige Kampfroboter, so genannte Mechs. Fans dieser Metallungetüme dürfen sich doppelt freuen, denn das Microsoft-Spiel hat nicht nur zahlreiche Roboter in zeitgemäßer Aufmachung in petto, sondern basiert auch auf dem beliebten und seit Computerspiel-Urzeiten existierenden 'BattleTech'-Universum ('BattleMech'). Anstatt auf komplizierte Mech-Simulationen zu setzen, lässt es 'MechAssault 2: Lone Wolf' so richtig krachen. Trotzdem kommt der Titel nicht ohne Taktik aus. Doch beginnen wir mit der Story:

Die Handlung von 'MechAssault 2' knüpft an die Geschehnisse des ersten Teils an. Die Gruppe der Wolf Dragoner ist vernichtend geschlagen – einzelne Fraktionen sind im ganzen Universum verstreut. Eine kleine Truppe bestehend aus drei Leuten hat sich auf einen fernen Planeten zurückgezogen, um die eroberten Daten eines Ragnarok-Mechs auszuwerten und an neuen Technologien zu forschen. Doch die Ruhe währt nicht lange, denn plötzlich wird der Planet von einer fremden Armee angegriffen. Die Wolf Dragoner können sich zwar gegen die Angreifer wehren und vom Planeten fliehen, doch die Situation ist angespannt. Die Stimmung in der Crew verbessert sich auch nicht gerade, als sie mit Hilfe eines weiblichen Weltraum-Piraten verschiedene Planeten besuchen und stets feindliche Aktivitäten feststellen müssen. Doch gegen welche Macht kämpfen die Wolf Dragoner eigentlich? Die Antwort erfahrt ihr erst nach einigen Missionen. Die Story ist zwar nicht sonderlich spannend ausgefallen, hält euch aber zwischen den Missionen durch kurze Zwischensequenzen und Dialoge bei Laune.

Gleicher Held in wechselnden Kampfmaschinen

Ihr übernehmt die Steuerung eines wortkargen Mech-Piloten der Dragoner-Truppe, der in den heiklen Missionen an vorderster Front gegen eine Überzahl an Feinden kämpft. Auf den ersten Blick scheint alles beim Alten geblieben zu sein und so dürften Anhänger des ersten Teils keine Schwierigkeiten mit der gutmütigen Steuerung von 'Mech Assault 2' haben. Die meiste Zeit stapft ihr mit einem haushohen Mech durch die Levels und ballert auf die Gegner. Diese reichen von stationären Anlagen über Panzer und Helikopter bis hin zu anderen Mechs und sonstigen wuchtigen Maschinen. Jeder Mech verfügt über drei verschiedene Waffensysteme, die sich meist aus einer Schnellfeuerkanone, Zielerfassungs-Raketen und einer starken aber langsamen Einzelschuss-Wumme zusammensetzen. Je nach Gefährt verfügt ihr aber auch beispielsweise über Laser, Granatwerfer, Pulskanone, Schockwellen oder Flammenwerfer. Je nach Mech dürft ihr außerdem Schwebe-Düsen oder temporäre Schutzschilder einsetzen. Jede Waffe kann mit in den Levels versteckten Power-Ups verbessert werden, außerdem findet ihr zuweilen lebensrettende Energie-Auffrischer.

Soweit kennt man das ja schon aus dem Erstling. Für die Fortsetzung haben die Entwickler aber einige Verbesserungen vorgenommen. So gibt es nun fairer gesetzte Checkpoints, zudem wird das geradlinige 'Search&Destroy'-Spielprinzip durch abwechslungsreiche Levels aufgelockert. Beispielsweise nehmt ihr einmal in einem Panzer inklusive Sniper-Funktion Platz und versucht unbemerkt feindliche Kontrollen zu überstehen. Oder ihr müsst per Flugzeug-Transport ins feindliche Lager eindringen und dort gegnerische Mechs klauen. Ebenfalls unterhaltsam ist eine Mission, in der ihr verbündete Einheiten in die Schlacht führt. Ein andermal seid ihr ohne Roboter-Rüstung zu Fuß unterwegs, müsst Bomben legen und euch vor den riesigen feindlichen Mechs verstecken. Dies deutet auch schon die größte Neuerung von 'MechAssault 2: Lone Wolf' an: Ihr könnt jederzeit aus dem Mech aussteigen und dann zu Fuß nach einer anderen Maschine Ausschau halten. Noch spaßiger wird es mit einem speziellen BattleArmor-Anzug. Dieser ist nur schwach gepanzert und mit spärlichen Waffen ausgerüstet, dafür könnt ihr euch damit an feindliche Mechs klammern und mittels einem Tastenkombination-Wettkampf versuchen, dem gegnerischen Piloten seine Maschine zu klauen – 'Grand Theft Auto' lässt grüssen.

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