Special - Mafia – Rückblick : Ein Angebot, das wir nicht ausschlagen konnten

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Im Jahr 2002 veröffentlichte der noch recht unbekannte tschechische Entwickler Illusion Softworks den wohl bedeutendsten Titel der Firmengeschichte: Das Action-Adventure Mafia: The City of Lost Heaven, eine Mischung aus Third-Person-Shooter und Rennspiel, angesiedelt in den 30er-Jahren. Sieben Jahre später steht nun endlich der Nachfolger in den Startlöchern. Grund genug für uns, noch einmal zurückzublicken - Vorsicht: Spoiler!

Das Amerika der 30er-Jahre: Prohibition und Prostitution, Gangster in Nadelstreifen und Vehikel, die kaum schneller als 50 Kilometer pro Stunde fahren konnten. Weltwirtschaftskrise, Inflation und Börsencrash sind die bestimmenden Themen dieser Zeit - fast wie heute. Mafia: The City of Lost Heaven machte das Wirtschaften zum zentralen Thema, wenngleich in dem Third-Person-Shooter aus dem Jahr 2001 nicht mit Aktien gehandelt oder auf die Kreditwürdigkeit der amerikanischen Mittelschicht gewettet wurde. Schnaps und Bier waren ein kostbares Gut in einer Zeit, in der der öffentliche Verkauf alkoholischer Getränke unter Strafe gestellt war.

Vom Taxifahrer zum Mafioso - ein amerikanischer (Alp-)Traum?

Mafia erzählt die Geschichte des mittellosen Taxifahrers Thomas "Tommy" Angelo, der mehr durch Zufall als tatsächlich gewollt in die Familie des Salieri-Clans aufgenommen wird. Der verdient sein Geld offiziell mit einem Diner - inoffiziell mit dem Schmuggel von kanadischem Whiskey und kubanischen Zigarren und mit illegalen Wetten. Ein lukratives Geschäft, an dem nicht nur ein Clan verdienen möchte. Das birgt Gefahr. Und dafür braucht es regelmäßig neue Leute, die sich nichts daraus machen, mit Baseballschlägern auf Menschen einzudreschen, Hotels in die Luft zu jagen und sich, hinter einem Altar Deckung suchend, durch eine Kirche zu ballern.

Tommy Angelo war eigentlich nicht der Typ für so etwas - eher zufällig treten die Mafiosi Paulie und Sam in sein Leben. Auf der Flucht vor Gangstern des verfeindeten Morello-Clans zwingen die beiden Tommy, die Verfolger abzuhängen. Als daraufhin am nächsten Tag der feindliche Clan wieder auf der Matte steht und Tommys Wagen demoliert, schließt er sich Don Salieris Mannen an - nicht zuletzt, weil das Trinkgeld der letzten Nacht üppiger ausgefallen war als sonst. Und so entwickelt sich Tommy zu einem der gefürchtetsten Mafiosi der Stadt.

Tommy ist ein Taxifahrer, der kaum die Reparaturen seines Fahrzeugs bezahlen kann. Als er zufällig als Fluchtwagenfahrer für die Mafiosi Sam und Paulie herhalten muss, findet er gefallen am großen Geld, was in der Familie verdient wird. Tommy verliebt sich später in die Tochter des Barkeepers Luigi, Sarah, mit der er auch ein Kind bekommt.

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