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Kohan: Immortal Sovereigns
Kompanienbau, sieben Slots stehen zur Verfügung.

Die Einheiten der jeweiligen Kompanien können nicht einzeln gesteuert werden, sondern ihr lenkt den ganzen Trupp. Mehrere Kompanien können auch jederzeit zu Regimentern zusammengefasst werden. Bereits während der Bewegung können die Kompanien gedreht und positioniert werden, auch mehrere Formationen für den Kampf stehen zur Verfügung, die sich sowohl auf die Bewegung als auch das Kampfverhalten auswirken. In den Kämpfen spielt nicht nur die Truppenstärke eine Rolle, sondern auch die Moral der Truppe. Wird zum Beispiel der Anführer einer Kompanie getötet, dürfte die Kompanie mit grosser Wahrscheinlichkeit die Flucht ergreifen und sich in Sicherheit bringen. Auch angeschlagene Truppen ziehen sich in die Nähe der nächstgelegenen Stadt zurück. Das geht soweit, dass im Hinblick auf die diversen Gegebenheiten wie Moral, Terrain-Bonus, Helden und Zusammensetzung der Truppen auch zahlenmässig schwache Truppen durchaus eine Siegeschance haben, denn 'Kohan' setzt eher auf Strategie als auf Masse. Im schlimmsten Fall steht euch auch noch ein einfaches Diplomatie-System zur Verfügung, mit dem ihr Bündnisse und Friedensverhandlungen mit euren Gegnern, die über unterschiedliche Verhaltensweisen bedingt durch verschiedene KI-Profile, führen könnt.

Ihr steuert maximal 25 Kompanien mit je sieben Einheiten pro Spieler. Die Anzahl der möglichen Kompanien hängt dabei von der Anzahl und der Ausbaustufe eurer Städte, sowie der Versorgung mit Ressourcen ab. Besagte Städte bilden die Grundlage eurer Wirtschaft und damit der Einheiten und sind abhängig von der Ausbaustufe in vier Grössen verfügbar. Die Ressourcen, die zum Bau und Unterhalt eurer Truppen notwendig sind, sind gebäude-abhängig, wobei es auch für die Gebäude unterschiedliche Ausbaustufen gibt, die entsprechend mehr Produktion ermöglichen. Hierzu gehören zum Beispiel Sägemühlen, Tischlereien, Kasernen, Tempel und Büchereien. Städte können im übrigen sowohl gebaut, als auch erobert werden, wobei die Stadt automatisch durch eine Miliz verteidigt wird, deren Grösse ebenfalls vom Ausbau-Level der Stadt abhängt.

Kohan: Immortal Sovereigns
Der Fog-of-War schränkt die Sicht stark ein.

Weiterer wichtiger Bestandteil der Städte sind die Support-Zonen. Jede der Städte verfügt über einen Radius, innerhalb dessen Einheiten gebaut, aber auch geheilt werden können, vorausgesetzt ihr verfügt insgesamt über ausreichende Ressourcen. Ist das nicht der Fall, sterben die Einheiten nach und nach. Des weiteren könnt ihr im Einzugsbereich der Städte Minen ausbeuten und Forts oder Aussenposten bauen. Diesen Job übernehmen Engineers, die auch für die Reparatur von Städten nach einem Angriff zuständig sind. Bei Geld- oder Ressourcenmangel können Einheiten auch wieder verkauft und Gebäude abgerissen werden. Da ihr Städte ebenfalls durch Eroberung erlangen könnt, seid ihr in der Lage, sogar Einheiten anderer Rassen als der eigenen zu produzieren. Diese Art der Einheitenunterstützung erfordert also eine gewisse Strategie, um sicherzustellen, dass eure Einheiten mehr oder weniger in der Nähe des Nachschubs sind und sich nicht totlaufen.

Neben den Gebieten der jeweils anderen Fraktionen stosst ihr ab und zu auch auf besondere Orte. Dort können, meist nach einem Kampf gegen besonders starke NPC-Gegner wie Drachen oder Dämonen, Gold, Technologien, Upgrades aber auch Helden eingehamstert werden. Nach dem Sieg einer Mission, könnt ihr diese, falls gewünscht, noch eine Weile weiterspielen, um eben diese Locations noch mitzunehmen. Praktisch, denn die Helden werden in die nächsten Missionen übernommen. Nach Abschluss einer Mission führt eine Zwischensequenz dann den Verlauf der Story weiter.

Kohan: Immortal Sovereigns
Alle Trupps können am Wappen unterschieden werden.

Das Interface des Spieles macht, auch wenn bisher nur Text-Dummies statt Grafiken enthalten sind, einen übersichtlichen und aufgeräumten Eindruck. Nahezu alle Aktionen sind mit wenigen Mausklicks erreichbar, und auch an Statistiken und Übersichten haben die Entwickler gedacht. Praktischerweise könnt ihr auch jederzeit die Spielgeschwindigkeit ändern, worüber sich vor allem Einsteiger freuen werden. Fast schon obligatorisch sind die Minimap und der Fog-of-War. Grafisch wirkt das Spiel trotz hoher Auflösung allerdings allgemein etwas altbacken, trotz schöner Magieeffekte.

Für umfangreichen Spielspass ist auf jeden Fall gesorgt, so gibt es drei Kampagnen, nämlich ein Tutorial, die Hauptkampagne und ein taktisches Tutorial für Fortgeschrittene. Wem das nicht genug ist, der kann sich mittels eines Zufallsgenerators jederzeit neue Maps mit unterschiedlichen Spiel-Modi erstellen lassen. Zu guter Letzt könnt ihr auch im Mehrspieler-Betrieb mit bis zu acht Spielern gegeneinander antreten. Praktisch dabei: verliert der Host die Verbindung, ist das Spiel nicht zu Ende, sondern einer der anderen Mitspieler wird automatisch zum neuen Host. Timegate Studios planen auch die Veröffentlichung eines Editors, der zum Release oder kurz danach zur Verfügung stehen soll.

 

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
'Kohan' bietet eine interessante Mischung aus 'normaler' Echtzeitstrategie und den traditionellen strategischen Elementen rundenbasierter Spiele. Gerade für Fans letzterer könnte 'Kohan' ein Grund zum Umsatteln werden, denn dank Kompanien-Management und einfacher Steuerung versinkt der Spieler nicht in der Echtzeit-Hektik. Ein zusätzliches Plus bietet die starke Identifikation mit den Einheiten durch die Helden, die im Laufe des Spieles immer mächtiger werden. 'Kohan' wird sicher kein Blockbuster wie 'Age of Empires', hat aber dennoch das Zeug zu einem gutem Spiel, welches sicher seine Fans finden wird.

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