Special - Die Geschichte des Survival-Horrors : Annalen der Angst

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    Beim Spielen von The Evil Within 2 werden uns schon bald wieder kalte Schauer den Rücken runterlaufen. Bethesdas Gruselsequel ist aber nur die bisher letzte Evolutionsstufe eines Genres, das uns schon über viele Jahre hinweg in Angst und Schrecken versetzt. Wir blicken auf die Anfänge zurück und zeigen euch, welche Titel für die furchteinflößendsten Momente und spitzesten Schreie verantwortlich waren.

    Auch wenn es den Begriff „Survival-Horror“ erst seit den 90er-Jahren gibt, erschienen schon Anfang der 80er diverse Titel, die man rückblickend zum Genre zugehörig betrachten kann. Als einer der Vorreiter gilt Haunted House für das Atari 2600. Als abstraktes Augenpaar durchquerte man hier ein düsteres Anwesen und musste diversen Kreaturen wie Fledermäusen und Spinnen aus dem Weg gehen. Auch kleine Rätsel sowie ein rudimentäres Inventarsystem waren bereits anno 1981 vorhanden.

    Noch mehr Spuren hat Sweet Home für das NES hinterlassen, nicht zuletzt, da Entwickler Tokuro Fujiwara später maßgeblich an der Entstehung des ersten Resident Evil beteiligt war, das ursprünglich als Remake des 8-Bit-Angstmachers konzipiert wurde. Sweet Home versetzt euch in der Rolle mehrerer Charaktere in ein altes Herrenhaus, in dem ihr Rätsel löst und durch alte Tagebucheinträge nach und nach das Geheimnis des Gemäuers aufdeckt. Sollte einer der Helden das Zeitliche segnen, steht er für den Rest des Abenteuers nicht mehr zur Verfügung. Das sorgt für eine Extraportion Nervenkitzel und unterstreicht den Survival-Aspekt des Spiels.

    Die Geschichten von H. P. Lovecraft hatten schon immer einen großen Einfluss auf das Horrorgenre. Kein Wunder also, dass sich auch das legendäre Alone in the Dark, das 1992 für den PC erschien, auf den Schöpfer des Cthulhu-Mythos beruft. Als Polygonhaufen namens Edward Carnby müsst ihr aus einem – Wie könnte es anders sein? – verwunschenen Herrenhaus namens Derceto entkommen.

    Der Privatdetektiv versteht sich zwar auch im Umgang mit dem Säbel, muss sich aber primär auf seinen Hirnschmalz verlassen, um dem Horror zu entkommen. Vor allem das Auffinden und Kombinieren von Gegenständen spielt eine große Rolle. Trotz der blockigen und niedrig aufgelösten Grafik war Alone in the Dark ein atmosphärischer Meilenstein. Dazu trug auch das gemächliche Spieltempo bei, das die zahlreichen Bedrohungen noch intensiver wirken ließ.

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