Test - Harvest Moon: Das verlorene Tal : Kein echtes Harvest Moon

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Seit 1996 der erste Teil der Harvest-Moon-Serie erschien, versammelte der Titel eine sehr große Fan-Gemeinde um sich. Die letzten Ableger konnten leider nicht mehr ganz überzeugen, weswegen in Harvest Moon: Das verlorene Tal große Hoffnungen gesetzt wurden, der Spielserie zu altem Glanz zu verhelfen. Ob das gelungen ist?

Weit über 20 Titel sind unter dem Banner der Harvest-Moon-Serie bisher erschienen. Mit Harvest Moon: Das verlorene Tal schafft es nun der neueste Ableger nach Europa. In Nordamerika kam der Titel bereits im November 2014 in den Handel. Wer aufgepasst hat, wird bemerkt haben, dass das „3D“ aus dem Originaltitel verschwunden ist. Gut so, denn Harvest Moon: Das verlorene Tal bietet keine 3-D-Funktion, was für ein 3DS-Spiel eher ungewöhnlich ist. Das ist aber nur ein kleiner Mangel, den Fans der Serie noch verschmerzen können.

Männlein oder Weiblein

Gleich nach dem Spielstart legt ihr fest, welchem Geschlecht euer Spielcharakter angehören soll. Anpassungsoptionen, die das Aussehen betreffen, gibt es nicht. Als Wanderer, der sich scheinbar verlaufen hat, gelangt ihr in ein Gebiet, das dick verschneit ist. Vor euch seht ihr eine Hütte, die offenbar unbewohnt ist. Um euch aufzuwärmen, beschließt ihr einzutreten.

Kurz darauf erscheint ein kleiner Wichtel. Von ihm erfahrt ihr, dass die Hütte niemandem gehört und ihr euch gerne niederlassen könnt. Der Wichtel erzählt euch, wieso es in diesem Eckchen der Welt immer schneit: Die Erntegöttin hat ihre Kraft verloren und kann daher die Jahreszeiten nicht mehr verändern.

Der kleine Kerl bittet euch um Hilfe, damit die Jahreszeiten wieder ins verlorene Tal einziehen können. Platz gibt es hier genug, denn alle ehemaligen Bewohner des Tals haben sich aus dem Staub gemacht, da sie den ewigen Winter satthatten. Ganz klar, ihr erklärt euch bereit, aus dem verschneiten Tal wieder einen Ort zu machen, in dem man sich wohlfühlt. Damit beginnt euer Harvest-Moon-Abenteuer, das so gar nichts mit den bisherigen Teilen der Serie zu tun hat. Zwar bestellt ihr auch in Harvest Moon: Das verlorene Tal eure Felder und kümmert euch um Tiere, das war es aber auch schon, was an den Ursprung der Serie erinnert.

Habt ihr es geliebt, durch die Dörfer der alten Teile zu streifen, um dort mit Bewohnern zu reden, oder eure Ernte an den Mann oder die Frau zu bringen? Dann solltet ihr dieses Spiel-Feature in guter Erinnerung behalten, denn im neuesten Teil der Serie gibt es kein Dorf. Stattdessen erscheint euch schon in der ersten Nacht ein merkwürdiger Kerl im Traum. Als ihr morgens aufwacht, steht er tatsächlich vor euch und stellt sich vor. Sam ist ein Händler, der mit euch Geschäfte machen möchte. Damit ihr es leicht habt, wandert er ab sofort vor eurem Haus herum, immer darauf wartend, mit euch zu handeln.

Harvest Moon: Das verlorene Tal - Gameplay Trailer
Der neue Gameplay-Trailer zum kommenden 3DS-Titel entführt euch schonmal in das verlorene Tal.

Auch andere Charaktere lernt ihr kennen. Einige von ihnen schon kurz nach Spielstart, andere erst, wenn ihr bereits mehrere Stunden im verlorenen Tal verbracht habt. Hierbei handelt es sich zum einen um weitere Händler, aber auch um Personen, die auf eure Hilfe hoffen. Ein kleines Mädchen ist auf der Suche nach etwas. Was das ist? Das erfahrt ihr erst nach vielen Spielstunden. Bis dahin sucht euch die Kleine an bestimmten Wochentagen auf und durchstöbert die Umgebung eurer Hütte.

Auch die anderen Charaktere nennen euch beim ersten Treffen die Tage, an denen ihr sie antreffen könnt. Einige warten dann vor eurer Hütte auf euch, andere treiben sich im Mondscheintal herum. Dieses Tal entdeckt ihr jedoch nicht gleich, sondern müsst euch zu ihm hinarbeiten.

Eine Karte, Felder zu errichten

Verlasst ihr die Karte, auf der eure Hütte steht, gelangt ihr in den Bereich, in dem ihr zu Beginn einige Felder erstellen sollt. Der kleine Wichtel bringt euch bei, wie das geht, und schenkt euch erste Samen. Merkwürdigerweise wachsen die Pflanzen auf euren Feldern, obwohl das Gebiet verschneit ist. Jedoch müsst ihr zuvor Felder anlegen, sie pflügen und dann die Samen säen. Regelmäßig dürft ihr ab diesem Zeitpunkt eure Felder bewässern. Dazu nehmt ihr die Gießkanne, die ihr kurz nach Spielbeginn geschenkt bekommt. Auch erfahrt ihr, dass ihr die Umgebung bearbeiten könnt. Ihr dürft Erde aufschütten oder wegbuddeln, Bäume fällen und mehr.

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