Preview - GWENT: The Witcher Card Game : Hexerei! Dieses Spiel macht süchtig

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Was als Minispiel in The Witcher 3 begann, wird nun ein eigenständiges Spiel. Das in der Spielwelt des Hexers so beliebte Kartenspiel Gwent verselbstständigt sich. Da Sammelkartenspiele sich spätestens seit Hearthstone großer Beliebtheit erfreuen, war es nur eine Frage der Zeit, bis sich Entwickler CD Projekt RED zu diesem logischen Schritt bewegen ließ. Kürzlich startete die offene Betaphase von Gwent: The Witcher Card Game und wir haben unsere Karten kräftig durchgemischt, um mitzuspielen.

Ein gemütliches Gasthaus. Draußen tobt ein Schneesturm und drinnen sitzen dicht an dicht Reisende, Händler und Abenteurer um einen Tisch herum. Die Blicke sind auf ein spielendes Paar gerichtet. Beide sitzen vor einigen ausgelegten Karten und feilen an Strategien. Der nächste Zug steht kurz bevor. Die beiden Spieler sind uns wohlbekannte Figuren. Es sind Geralt von Riva und sein Zögling Ciri. Ein paar Nilfgaarder stürmen das Gasthaus und wollen das Spiel unterbrechen, doch die beiden Zocker machen keine Anstalten, sich aus der Ruhe bringen zu lassen, selbst als Schwerter geschwungen werden und Chaos ausbricht.

Schnell angefixt

So oder so ähnlich kann es demjenigen ergehen, der sich in eine Partie Gwent vertieft hat. Die Entwickler von CD Projekt haben Spieler schon bei The Witcher 3: Wild Hunt (Test: The Witcher 3) mit dem süchtig machenden Spielprinzip von Gwent angefixt. Nun erscheint das beliebte Kartenspiel als eigenständiges Free-to-play-online-Sammelkartenspiel. Kartenspiele in Rollenspielen haben eine lange Tradition. Ich habe mich beispielsweise damals bei der Veröffentlichung von Final Fantasy VIII fast mehr mit dem Kartenspiel Triple Triad vergnügt als mit der epischen Quest.

Gwent hatte ebenfalls ein süchtig machendes Spielprinzip, das nicht nur mich in seinen Bann zog. Um genau diese Kundschaft möchten sich die Entwickler nun kümmern. In Gwent treffen zwei Armeen aufeinander. Ihr und euer Spielpartner schlüpft in die Rolle der Kommandanten. Zehn Karten bekommt jeder zu Beginn der drei Runden andauernden Partie. Jede Karte hat einen anderen Wert. Am Ende einer Runde werden die Werte addiert und der Spieler mit der höchsten Summe gewinnt.

Spielt euer Spiel

Drei Kategorien an Karten habt ihr: Nahkämpfer (Soldaten, Helden, Monster), Fernkämpfer (Magier, Bogenschützen oder Axtwerfer) und Belagerungswaffen (Ballisten und Katapulte). Sonderkarten wie magische Tränke oder Wetterkarten bewirken Zustandsveränderungen, wodurch ihr zum Beispiel frostempfindliche Einheiten umso stärker verwundet. Auch andere Sondereffekte könnt ihr so einsetzen. Dann bewirken Regen, Feuer oder Seuchen die Schwächung bestimmter Einheitentypen. Gänzlich neu ist, dass ihr mit den Fähigkeiten eurer Karten direkte Angriffe auf andere Karten starten dürft. So kann Triss Merigold beispielsweise direkt, wenn sie ausgelegt wurde, eine andere Karte angreifen und sie verwunden.

Kombiniert ihr die Fähigkeiten der Karten geschickt, richtet ihr ein wahres Massaker an einzelnen Feinden oder gleich der ganzen Reihe an. Euren strategischen Gedankenspielen wird eine wunderbare Plattform geliefert. Es ist sehr befriedigend, wenn zuvor zurechtgelegte Strategien aufgehen.

Fünf Herkunftstypen habt ihr zur Auswahl, die allesamt aus dem The-Witcher-Universum stammen. Die Einheiten rekrutieren sich aus den Fraktionen Skellige, Monster, Nördliche Königreiche, Nilfgaard und Scoia'Tael. Jede Fraktion hat andere Karten, Einheiten und Fähigkeiten, was verschiedene Spielstile begünstigt. Alle Fraktionen haben ihre Besonderheiten: Skellige belebt gefallene Einheiten wieder, Scoia'Tael nutzt Guerillataktiken und Fallen, die Nördlichen Königreiche unterstützen ihre Leute mit zusätzlichen Effekten, Nilfgaarder haben Spione und Monster können sich zum Teil vervielfachen.

Mein Deck, dein Deck

Gewinnt ihr Spiele, dann sammelt ihr nach jeder Partie nicht nur Erfahrung, sondern auch Erz ein. Damit habt ihr die Möglichkeit euch neue, noch stärkere Decks zu bauen. Ihr könnt euch von Beginn an eigene zusammenstellen, allerdings nur aus Karten einer der fünf Fraktionen. Wollt ihr neue Karten haben, dann kauft ihr euch fünf willkürlich zusammengewürfelte neue Karten bei einem Händler für euer Erz .

Natürlich habt ihr auch die Möglichkeit, den umständlichen Erwerb von Erz zu umgehen und Kartenfässer direkt für echtes Geld zu kaufen. Zwei Fässer haben derzeit den Preis von 2,69 Euro. Ob ihr euch damit einen entscheidenden Vorteil sichern könnt (Stichwort: „Pay to Win“), lässt sich zu diesem Zeitpunkt schwer sagen. Fakt ist, je mehr Fässer ihr euch holt, desto größer ist natürlich auch euer Vorrat an Karten und die Chance, seltene Karten zu erstehen.

Wer seine eigenen Karten herstellen möchte, der kann das mithilfe der sogenannten Scraps tun, die ihr ebenfalls durch Spiele erhaltet. Insgesamt verfügt Gwent über bisher 634 Karten. Mit Meteoritenstaub dürft ihr sie dann auch noch „transmutieren“, sie also zu Premiumversionen aufwerten. Damit verbessert ihr ihre Eigenschaften. Auch das ist mit Echtgeld möglich.

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