Test - GTC Africa : GTC Africa

  • PS2
Von Kommentieren
GTC Africa
Gelungenes Leveldesign.

Abwechslungsreiche StreckenIm Verlaufe eurer Karriere unterscheiden sich auch die zu bewältigenden Rennabschnitte voneinander: Während die ersten Etappen noch ziemlich locker abzufahren sind, wird es später in der Meisterschaft unerlässlich, mit dem Einsatz der Handbremse um die Spitzkehren zu schlittern. Des weiteren fahrt ihr natürlich nicht ständig auf asphaltierten Strecken, sondern müsst euch mit verschiedenen Untergrundbeschaffenheiten herumschlagen. Sei es, dass ihr über holprige Landstrassen rast, über glitschigen Schlamm rutsch oder euren Wagen auf schneebedeckten und vereisten Strassen unter Kontrolle halten müsst. Wer zudem glaubt, mal schnell eine Abkürzung nehmen zu können, wird schnell eines besseren belehrt: Kaum habt ihr die Rennpiste verlassen, schleicht euer Fahrzeug nur noch im Schneckentempo dahin, bis ihr wieder zurück auf der Strecke seid.

Danben sind auch die verschiedenen Austragungsorte der Rennen gelungen und sorgen für die nötige Abwechslung. So geht es einmal den Berg hinauf, das andere Mal auf einer stark abschüssigen Strasse hinunter und beim drittem Mal dürft ihr euer Können zum Beispiel auf einer Ebene mit langen Hochgeschwindigkeitsstrecken oder engen Dorfstrassen unter Beweis stellen. Dadurch seid ihr auch immer wieder gezwungen, eure Fahrweise den vorgegebenen Bedingungen anzupassen.

HandlingWie in jedem anderen Rennspiel stellt sich auch hier die Frage, wie sich die Autos denn so fahren. Nun, erstaunlich gut, wobei das Fahrgefühl eine Mischung aus Simulation und Arcade zu sein scheint. Zum einen reagiert die Steuerung mittels Analog-Stick stellenweise etwas empfindlich und lässt den Wagen schon mal gefährlich ins Schlingern kommen, andererseits fehlt natürlich das spürbare Schadensmodell, um als Simulation durchzugehen. Des weiteren habt ihr auch keine Möglichkeit, auf das Fahrverhalten eures Wagens irgendwie Einfluss zu nehmen, denn herumschrauben könnt ihr an den Kisten nicht.

GTC Africa
Durch Schnee und Eis.

Etwas gemogelt wurde ausserdem hinsichtlich der Überschläge: Zwar ist es möglich, euer Auto aufs Dach zu legen, allerdings kippt das gute Dinge schon nach kurzer Zeit von alleine und automatisch wieder auf alle vier Räder. Richtige Abstürze in sich neben der Strecke befindliche Abgründe sind ebenfalls nicht zu sehen.

Davon abgesehen werden sich Anfänger zwar relativ schnell mit der Steuerung zurecht finden, dafür aber sicher die fehlenden Richtungspfeile vermissen. Natürlich kann man sich auch mittels Mini-Map orientieren, allerdings wäre eine solche Pfeile-Hilfe auf jeden Fall einsteigerfreundlicher gewesen.

TechnischesImmerhin wird bei 'GTC Africa' etwas fürs Auge geboten: Die Wagen stehen bei Rennbeginn blankpoliert in ihrer Startposition und wirbeln im Verlauf des Wettkampfs eine Menge Staub auf, der schön in Szene gesetzt worden ist. Leider ist den Vehikeln der ganze Dreck allerdings nicht anzusehen, so dass sie auch im Ziel immer noch aussehen, als ob sie frisch aus der Waschstrasse kommen würden. Beeindruckend ist ebenfalls die exzellente Weitsicht, was aber leider auf Kosten des Aussehens der näherliegenden Objekte geht.

GTC Africa
Ziemliches Gerangel auf der Piste.

Ausserdem gibt es im Verlauf der Meisterschaft immer wieder wirkliche schön gemachte Umgebungen zu entdecken, in denen Objekte wie etwa ein Wasserfall, Bäume, Lagerfeuer oder Sehenswürdigkeiten wie die Pyramiden von Gizeh gefallen können. Allerdings sehen die ab und zu am Wegrand stehenden Hütten etwas trist aus. Auch animierte Objekte sind auszumachen, wobei sich diese beispielsweise auf Hubschrauber oder Vögelschwärme beschränken. LensFlair-Effekte dürfen ebenfalls natürlich nicht fehlen und behindern schon mal die Sicht auf die Strecke, so dass ihr ab und zu nur erraten könnt, in welche Richtung die Strecke nach der Kuppe weiterführt.

Im Gegensatz dazu ist die Musik eher unauffällig, stört aber so wenigstens nicht weiter. Die Motorengeräusche sind etwas dünn ausgefallen, zumal die typischen Schaltgeräusche - zusammen mit dem kleinen Feuerchen am Auspuffende - nicht so richtig passend umgesetzt wurden und sich eher nach einem 'normalen' Auto anhören.

MultiplayerDamit auch jene auf ihre Kosten kommen, die lieber gegen einen menschlichen Kontrahenten antreten wollen, wurde auch an einen Multiplayer-Modus gedacht. Im Splitscreen dürft ihr euch mittels Ego-Sicht im Kampf um die Spitze gegen euren Kumpel behaupten. Technisch lässt sich hier zwar nichts bemängeln, allerdings seid ihr in diesem Modus die einzigen auf der Piste, denn die vom Komputer gesteuerten Gegner machen hier Pause.

 

Fazit

von Ronny Mathieu
'GTC Africa' kann aufgrund der leichtgängigen Steuerung sowohl Anfängern als auch Profis empfohlen werden. Das Streckendesign ist durchaus gelungen und die Weitsicht beeindruckend, wobei allerdings darunter etwas der Detailreichtum der Wagen leidet. Der Sound ist nicht Spitzenklasse, was aber nicht negativ ins Gewicht fällt. Gerade Fortgeschrittene werden aber sicher die Möglichkeit vermissen, ihre Karossen etwas zu tunen und Simulationsfans werden sich ein sichtbares Schadensmodell wünschen, das sich auch auf die Fahreigenschaften auswirkt. Alles in allem ist 'GTC Africa' aber ein gelungener Titel, der optisch gefällt und jedem Rennfahrer etwas bieten kann.  

Wertung

  • PS2
    79
    %

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel