Test - Grand Theft Auto V : Das ultimative GTA?

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Eineinhalb Jahre ist es nun her, dass GTA V für die Konsolen erschien, und ein halbes seit der Portierung auf die aktuelle Konsolengeneration. Jetzt erst kommen PC-Spieler in den Genuss des hochgelobten Action-Spiels. Natürlich stellt sich da die Frage, ob die Installation der sieben (!) DVDs oder alternativ der Download von über 60 GB Daten nebst 5 GB Patch und die Warterei es wert waren. Um es kurz zu machen: Ja. Absolut.

Wir wollen uns gar nicht lange mit dem Inhalt des Spiels aufhalten, der dürfte den meisten ohnehin hinlänglich bekannt sein. Wenn nicht, könnt ihr in unseren Tests zur Last-Gen- oder Current-Gen-Version herumstöbern. Das Gangster-Epos rund um die grundverschiedenen Charaktere Trevor, Michael und Franklyn zählt zu den Meilensteinen des Action-Genres und gilt als Quintessenz all dessen, was Rockstar über die Jahre an Erfahrungen im Open-World-Genre gesammelt hat. Rockstar hat alles in die PC-Version gepackt, was bisher für die anderen Versionen erschienen ist – inklusive der erst kürzlich veröffentlichten Heists.

Konzentrieren wir uns also darauf, was neu oder anders ist bei der PC-Version. Neugierig waren wir auch, ob das Ganze reibungslos funktioniert, denn wir erinnern uns an die zum Teil heftigen Startprobleme des letzten GTA-Ablegers. So ganz ohne Ecken und Kanten verlief der Start auch bei GTA V nicht. Während die digitale Steam-Version ohne Probleme auf unsere Rechner flutschte, gab es bei der Retail-Version und der Download-Variante aus dem Rockstar-Store Probleme. Denn die Server waren recht schnell überlastet.

Schlechte Download-Raten für das Spiel oder den 5 GB großen Day-One-Patch sowie andauernde Abbrüche mit erforderlichem manuellem Neustart machten den GTA-Hungrigen das Leben zunächst ziemlich schwer. Bei sieben DVDs wünscht man sich zudem, dass endlich auch auf Windows-PCs mal das Blu-Ray-Zeitalter eingeläutet wird. Nach diesen Einstiegshürden steht dem munteren Start aber nichts mehr im Wege.

Das schönste GTA aller Zeiten

Die PC-Version legt gegenüber den Varianten für PS4 und Xbox One optisch noch einige Schaufeln Kohle mehr ins Feuer. Deutlich verbesserte Texturen, kräftig erhöhte Weitsicht, weiter optimierte und verschönerte Lichteffekte – das neue GTA muss sich vor gängigen PC-Glanzlichtern in Sachen Grafik wirklich nicht verstecken. Eine Vielzahl an Einstelloptionen sorgt dafür, dass man das Spiel gut an die Leistung des hauseigenen PCs anpassen kann.

Wobei die Systemanforderungen erfreulich moderat gehalten sind, sodass auch ältere Schätzchen nicht gleich vor Überanstrengung in die Knie geht. Das Spiel packt zum Start bereits brauchbare Grundeinstellungen aus, so ist eigentlich nur noch etwas Feintuning notwendig. Wer über einen 4K-Monitor verfügt, darf sich auch darauf über eine flüssige und sehenswerte Vorstellung freuen – entsprechend kräftige Hardware vorausgesetzt.

Perfekt ist die Grafik allerdings nicht. Zwar sieht das Spiel wirklich prima aus, aber bei genauerem Blick entdeckt man das eine oder andere kleine Manko. Ein leichtes bis auffälliges Flimmern bei bestimmten Objekten wie Zäunen oder Fensterfronten macht sich zuweilen unschön bemerkbar. Hier und da gibt es sporadische Objekt- oder Textur-Pop-ups, was allerdings auch ein wenig der extrem hohen Sichtweite geschuldet ist. Oftmals wird das aber geschickt durch Unschärfen in der Fernsicht kaschiert, sodass es nicht weiter störend auffällt. Weniger schön sind die oftmals hässlichen Texturen im Nahbereich in der optionalen First-Person-Ansicht.

Grand Theft Auto V - 60 fps PC Trailer
GTA V erscheint in Kürze endlich auch auf dem PC. Jetzt gibt es den ersten Trailer zu PC-Version und dann noch in 60fps.

Auch die Bildrate mag nicht immer ganz stabil bleiben. Zwar lief das Spiel bei uns sowohl auf einer GTX 970 als auch GTX 980 die meiste Zeit auf 60 Bildern pro Sekunde selbst bei sehr hohen bis vollen Einstellungen, gelegentliche Absacker bis hinunter auf 35 bis 50 Bilder pro Sekunde waren trotz brandneuer und optimierter Treiber zu verzeichnen – meist beim Fahren durch die Umgebung. Der eigentliche Spielbetrieb wird dadurch aber nicht beeinträchtigt, daher ist auch dies zu verschmerzen. Zumal die Optionen euch alle Möglichkeiten bieten, dieses Problem weitgehend zu vermeiden.

Alles fest im Griff?

Als nächste Frage stellt sich natürlich die nach der Steuerung mit Maus und Tastatur. Auch hier bietet Rockstar ein wahres Füllhorn an Einstellmöglichkeiten inklusive freier Belegung der Tasten. Wobei die Grundeinstellung schon gut zu handhaben ist und gegenüber den Konsolen dank Mausrad und F-Tasten noch etwas mehr Komfort bietet. Praktisch ist, dass ihr Maus & Tastatur und Controller parallel anschließen und während des Spielens ohne Umschalterei wechseln könnt. Es soll ja Leute geben, die gern mit Maus und Tastatur ballern, aber lieber mit dem Controller fahren. Das Spiel erkennt ohne Probleme, welches Eingabegerät ihr gerade nutzt.