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Gran Turismo 3 - Allgemeine Tipps

'Gran Turismo 3 - A-spec' ist das zur Zeit beste Rennspiel für die Konsole. Wer zum ersten Mal Bekanntschaft mit 'Gran Turismo' macht, der wird feststellen, dass es Zeit und Ausdauer braucht, um erstens Fahren zu lernen und zweitens das jeweilige Auto richtig auszurüsten.

Allgemeines

Wie bereits im Vorgänger, gibt es auch hier zwei Spielmodi: Der Arcade-Modus ist ideal, um sich an das Handling und die Strecken zu gewöhnen, so dass mit den erworbenen Fähigkeiten um so besser in den Gran Turismo-Modus, den eigentlichen Simulationsmodus, eingestiegen werden kann.

Daneben kommt ihr früher oder später nicht darum herum, zahlreiche Lizenzprüfungen abzulegen, um an allen Rennen teilnehmen zu dürfen. Es lohnt sich daher, früh damit anzufangen: Zwar ist es nicht ganz einfach die verschiedenen Aufgaben innerhalb des Zeitlimits zu meistern und manche Prüfungen können euch ganz schön nerven. Dafür lernt ihr aber, wie ihr richtig bremst und eure Autos am schnellsten durch die Kurven scheucht. Damit das gleich von Beginn besser klappt, hier schon mal die ersten Fahrtipps.

Richtig Fahren

1. Grundregeln:
Für alle Anfänger gleich diese goldene Regel: Immer langsam in die Kurve hineinfahren, dafür aber schnell herausfahren. Diese einfache Grundregel ist der Schlüssel zum Erfolg. Lernt einerseits richtig und frühzeitig zu bremsen, sowie andererseits im richtigen Moment wieder Gas zu geben, um gegen Ende der Kurve herausbeschleunigen zu können.
Wer zu spät bremst, verliert die Kontrolle über den Wagen und kracht entweder in die Seitenbegrenzung oder landet im Grünen. Zudem habt ihr am Ende der Kurve oder Schikane meist noch nicht die volle Kontrolle über euer Auto und verliert wertvolle Zeit, um wieder auf Touren zu kommen. Ebenso schlecht ist es natürlich, zu früh das Bremspedal durchzudrücken.

Um den richtigen Bremspunkt zu finden, merkt euch daher bei schwierigen Kurven am besten auffällige Objekte am Rand der Strecke. Vor allem bei Kurven am Ende von langen Geraden, auf denen ihr mit Top-Speed daherbraust, ist dies meist unerlässlich. Achtet auf Bäume, (Strassen-)Schilder, Zäune, Curbs und andere Dinge, an denen ihr euch orientieren könnt.
Während den Rennen ist es manchmal ganz nützlich, sich trotz genügendem Leistungspotential des Autos nicht direkt an die Spitze zu setzten - dadurch könnt ihr euch in aller Ruhe abgucken, wo euer "Vorfahrer" bremst. In den Lizenzprüfungen wiederum schaut ihr euch zuerst das Demo an, indem ihr in den Optionen die Armaturen einschaltet und euch die Strecke erst einmal anschaut.

Obwohl es viel Spass macht, gehörig durch die Kurven zu schlittern, ist diese Fahrart meist sehr ineffektiv: Jede Drehung eurer Räder, die keinen Kontakt mehr mit dem Asphalt haben, ist verschwendete Energie. Euer Auto wird viel schneller vom Fleck kommen, solange eure Reifen noch 'Grip' haben.

2. Auf die Antriebsart achten:
Bei der Jagd nach dem Sieg gilt es auch zu beachten, über was für eine Antriebsart euer Wagen verfügt. Lenkt ihr einen Wagen mit Frontantrieb, dann denkt daran, dass dieser zum Untersteuern neigt. Im Klartext: Das Auto tendiert dazu, geradeaus weiterzufahren, statt um die Kurve zu rollen. Daher solltet ihr spät bremsen und vielleicht noch einmal kurz Ausgangs der Kurve, um das Fahrzeug in die richtige Richtung rutschen zu lassen. Dies könnt ihr auch tun, indem ihr kurz Gas gebt - allerdings drehen dann eure Räder durch, was ineffizienter ist.

Genau umgekehrt verhält es sich mit Autos mit Heckantrieb. Diese tendieren dazu zu übersteuern, was bedeutet, dass der hintere Teil des Wagens ausbricht und in der Kurve wegrutscht. Eine Folge davon ist zuweilen ein Dreher ins Seitenaus.
Dieser Fahrzeugtyp muss vorsichtiger gefahren werden: Bremst eher in den Geraden und gebt Ausgangs Kurve vorsichtig und angemessen Gas, da sonst das Übersteuern noch verstärkt wird und einen Dreher zur Folge hat. Falls der Wagen zu rutschen anfängt, lenkt in Richtung der Rutschrichtung, bis ihr wieder langsam geradeaus fahrt - der Umgang mit dem Gaspedal will hier geübt sein.

Mit Allrad-Antrieb wird's etwas komplizierter, da sie eine Kombination der Eigenschaften der vorangegangen Typen bilden: Bei der Einfahrt in eine Kurve neigen sie dazu, zu untersteuern, Ausgangs Kurve zum Übersteuern. Es gilt also, einerseits spät zu bremsen und andererseits den richtigen Zeitpunkt zu finden, um ohne Dreher wieder aus der Kurve zu beschleunigen. Auch gilt es zu beachten, dass je schwerer das Fahrzeug ist, desto mehr neigt es zum Untersteuern. Na ja, Übung macht den Meister!

3. Motoröl wechseln:
Neu in der 'Gran Turismo'-Reihe habt ihr die Möglichkeit im 'GT Auto'-Shop euren Wagen waschen zu lassen, diesen neu zu bereifen oder das Öl zu wechseln. Während die ersten beiden Optionen keine Veränderung der Motorleistung bringen, spielt der Öl-Wechsel eine wichtige Rolle: Wenn ihr viele Kilometer fahrt, verfärbt sich der Ölstands-Anzeige langsam von Grün in ein richtig dunkles Braun. Dies zeigt an, dass es höchste Zeit ist, einen Ölwechsel durchzuführen. Darum solltet ihr stets einen Blick darauf werfen und diesen Service regelmässig nutzen, da ihr sonst unnötig Motor-Leistung verliert.
Denkt an diesen Ölwechsel vor allem vor langen Meisterschaften, die zum Beispiel zehn Rennen beinhalten, da ihr während dieser Serie nicht die Möglichkeit habt, zwischendurch mal schnell das Öl zu wechseln.

4. Boxen- und Reifenstrategie:
GT3 hat mehr Rennen mit vorgegebenem Reifenschaden als sein Vorgänger, so dass es wichtig ist, die richtige Strategie zu wählen: In Rennen mit fünf oder weniger Runden wählt ihr am besten die T5-Rennreifen, da sie einerseits eine gute Haftung haben und andererseits alle fünf Runden lang halten, so dass ihr nicht in die Boxen müsst.
Für Rennen mit zehn oder mehr Runden empfehle ich die T2-Rennreifen, da ihr mit diesem Typ meist durchkommt, ohne einen Stopp einlegen zu müssen. Eure künstlichen Gegner werden in einem Rennen mit zehn Runden fast immer einmal an die Boxen fahren, in Rennen mit 20 Runden zwei- bis dreimal. Dadurch habt ihr doch etwas mehr Zeit eure Position zu verbessern. Denkt allerdings daran, dass dieser Reifentyp in den ersten zwei Runden länger kalt sein wird, so dass ihr weniger Haftung als gewohnt haben dürftet.
Daneben solltet ihr euch auch eine intelligente Boxenstrategie zurechtlegen. Wenn ihr zum Beispiel genau wisst, dass ihr in einem Rennen mit 20 Runden zweimal die Reifen wechseln müsst, dann solltet ihr dies nach der siebten und vierzehnten Runde tun - dadurch schafft ihr es, den grösstmöglichen Teil des Rennens mit warmen und nicht mit kalten oder abgenutzten Reifen hinter euch zu bringen.

Eingesendet und geprüft von Guido Wickihalter.

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