Special - Grafikkarten-Vergleich 08/10 : Diese Karten lohnen sich wirklich!

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ATIs mühsam aufgebaute Alleinherrschaft bröckelt. Nach den ersten flinken Fermis schickt Nvidia seinen Auftragskiller für ATIs gehobene Mittelklasse los. Er greift nicht nur die Radeon HD 5830 an, sondern überzeugt auch als Gesamtpaket wie keine andere Fermi. Genau das hatte Nvidia bitter nötig! Neben der Geforce GTX 460 warten noch fast 20 weitere aktuelle Karten auf euch. Dabei gilt: DirectX 11 verstehen selbst die schwächsten - zumindest die von ATI. Welche Beschleuniger sich wirklich lohnen, verrät unsere frische Kaufempfehlung.

Dieser Grafikkarten-Vergleich wurde durch einen aktuellen ersetzt. Ihr findet den neuesten Vergleich auf dieser Website.

 

Nvidia wieder im Rennen

Ja, endlich! Selbst Nvidia dürfte locker durch die Hose geatmet haben, als die ersten Tests der GTX 460 eintrudelten. Die schnelle Geforce mit dem GF104-Chip schlägt sich als Bildfabrik der gehobenen Mittelklasse nicht nur in den Benchmarks überzeugend. Sie läuft auch ohne die Krankheiten der erstgeborenen Fermis (GTX 470 und 480) auf, indem sie den Pixelbrei so kühl und leise wie kaum eine andere moderne Karte rührt. Absolut vorbildlich, wenn man ihr ein bisschen Mehrverbrauch verzeiht. Eine GTX 465 macht sie jedenfalls mit einem Schlag überflüssig.

Die Fermis fassen also langsam Fuß, und zwar von oben nach unten. Erst knöpfte man sich ATIs High-End-Karten vor und mopste ihnen den Titel der schnellsten Single-GPU weg, jetzt folgt die gehobene Mittelklasse und bald, zum Ende des Jahres, die restliche Midrange und der Massenmarkt mit jeweils abgespeckten Fermi-Chips (GF104, GF106, GF108) - eine Doppel-GPU setzt ebenfalls bald die Segel.

Aktuelle Grafikkarten im Benchmark-Vergleich

Trotzdem führt ATI den Markt weiterhin an, da die rote AMD-Tochter in allen und nicht nur einer Leistungsklasse hervorragend aufgestellt ist. Außerdem gehen Nvidias High-End-Fermis im Vergleich zu den Radeons sehr verschwenderisch mit eurem Strom um. Mit den Fermis werden gleichzeitig die alten Geforce-Geschwister entsorgt, weshalb ihr nur noch im Einzelfall zu etwas anderem als zu einer aktuellen Radeon HD 5000 oder Geforce GTX 400 greifen solltet. Denn die älteren Familien sind einfach viel schwächer und zudem kaum günstiger.

Grafikkarten bis 100 Euro

Früher verfrachteten die Schmieden ihre staubtrockenen Grafikrentner in diese Kategorie. Seit ein paar Generationen liefern ATI und Nvidia spezialisierte Karten für unter 100 Euro ab, mit denen ihr solide Grafikeinstellungen aus eurem PC rupfen könnt. Bei mittleren bis teilweise hohen Einstellungen mit 1.280 x 1.024 Pixeln fühlen sie sich in aktuellen 3-D-Spielen zu Hause, können je nach Titel die Kanten einfach glätten und dabei flüssige Frame-Raten abliefern. ATIs HD-5000-Clan ermöglicht euch sogar DirectX 11, Nvidia und die Radeon-Verwandtschaft HD 4000 in dieser Preisklasse immerhin DirectX 10 beziehungsweise 10.1.

Leistungsempfehlung: Radeon HD 5750

Ohne viel Arbeit wirft die Radeon HD 5750 (512 MB) sämtliche Mitbewerber aus dem Rennen. Zu einfach wird es ihr hier gemacht, weil kein anderer 93 Euro teurer Beschleuniger so viel Kraft mit DirectX 11 und Eyefinity auftischen kann. Bedenkt ihr den effektiven Stromsparmodus im Desktop-Betrieb und die kaum hörbaren Lüftergeräusche, dann führt kaum ein Weg an ihr vorbei. Eventuell könntet ihr eine Geforce GTS 250 mit der ungefähr gleichen Leistung in euren PC schubsen. Ihr Vorteil beschränkt sich allerdings nur auf PhysX und den etwas geringeren Preis. Unterm Strich ist das meistens zu wenig, um der HD 5750 das Wasser zu reichen.

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