Preview - Final Fantasy XIII : Serien, die niemals enden dürfen

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Die Welt dreht sich nicht schneller, sondern langsamer. Dieses Gefühl müssten Fans der Final-Fantasy-Saga haben, denn noch immer ist kein endgültiger Erscheinungstermin für Teil 13 angesagt. Selbst in Japan ist es unsicher, ob der RPG-Kracher noch 2009 erscheint. Doch bereits die offizielle Demo, die just der Advent-Children-Blu-ray beilag, hat die Hardware-Verkäufe in Fernost angekurbelt. Auch wir haben importiert, gespielt und ... gestaunt?

Serien, die niemals enden dürfen

Bitte seid gnädig und erwartet keinen Ausblick bezüglich der Handlung von Final Fantasy 13: Die von uns gespielte Demo ist japanisch und selbst mit inoffizieller Übersetzung kaum geeignet, die Geschichte kurz zu beschreiben. Ansonsten sickern immer mal wieder Informationen seitens Square Enix durch, die allesamt auf einen Konflikt zwischen Menschheit und einer höher entwickelten Rasse namens fal'Cie hindeuten. Das Szenario sieht schwer nach an einer aufgemotzten Version von Final Fantasy 7 aus, zumindest erinnert die Art-Direction mit ihrer Mischung aus malerischen Landschaften und düsteren Technologiebauten an den ewigen Klassiker.

In der Demo steuern wir getrennt zwei wichtige Protagonisten der Geschichte: in der ersten Hälfte Lightning und in der zweiten Snow. Erstere beeindruckt uns spontan vom Charakterdesign her am meisten und soll im Sinne der Entwickler eine Art weiblichen Cloud Strife darstellen. Sie wirkt kühl, wenn sie redet, und leidenschaftlich, sobald sie kämpft. Am anderen Ende der Sympathieskala liegt Sazh, der mit seinem Afro-Look mitsamt Chocobo in der Frisur (!) schon rein äußerlich den tollpatschigen Sidekick mimen muss. Sein Gehabe im Rahmen der Demo ist eine Spur zu überdreht und passt eigentlich gar nicht zu den ansonsten extrem dramatisch präsentierten Szenen.

Diese glänzen vor allem dank hervorragender Inszenierung, brillanter Kulisse und gekonnter Regie. Hier sollten sich ruhig mal ein paar Blockbuster-Regisseure des Action-Kinos aus Hollywood ein paar Tricks abschauen, denn es braucht nicht immer drei Schnitte pro Sekunde, um ein erinnerungswürdiges Krachwumm zu hinterlassen. Die Verknüpfung zum Spielgeschehen ist bereits jetzt außergewöhnlich gut, was an einer ganz speziellen Stelle seinen Höhepunkt findet: Gerade marschieren wir noch gemütlich durch die Gegend, als der Weg direkt vor uns explodiert. Erst kurz nach dem Einschlag wechselt das Spiel über zur Sequenz, bei der ihr zum Zuschauen verdammt werdet. Kurz: Ein Square-Enix-Präsentationszauber, so wie wir es uns dank Final Fantasy 6 alle Jahre wieder wünschen.

 

Final Fantasy Versus XIII - Advent Children Trailer
Ein etwas größerer Trailer zu Final Fantasy Versus XIII wurde nun veröffentlicht, der euch mit zahlreichen Sequenzen verwöhnt.

 

Neue alte Richtung

Final Fantasy 12 hat mehr den Kritiker als den Spieler beeindruckt: Das Konzept war grandios, die Ausarbeitung der dynamischen Kämpfe inklusive Gambit-System meisterhaft und die Präsentation dank der Musik von Hitoshi Sakimoto so exzellent wie heftig umstritten. Denn zu sehr wich der Titel von der Serie ab, Zyniker bezeichnen es gar als gescheitertes MMORPG-Experiment für Einzelspieler. Auch wenn wir dem heftig widersprechen, so wird genau diese Gruppe sich sehnlichst eine Fortsetzung wie diese dreizehnte wünschen.

Gekämpft wird wieder auf einem separaten Kampfbildschirm, gleichwohl ihr eure Gegner im Vorfeld sehen könnt. Geht es nach der Demo, so gilt dies wirklich für jeden einzelnen Kontrahenten. Was spätestens jetzt äußerst positiv auffällt, ist die notenperfekte Musik von Masashi Hamauzu: Allein der Violineneinsatz ist zum Sterben schön. Ob es zum Legendenstatus reicht und wie viel von der Faszination nach dreißig, fünfzig oder hundert Spielstunden übrig geblieben ist, muss sich freilich noch zeigen.

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