Test - Final Fantasy 2 : Das schwarze Schaf der RPG-Reihe

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Gleich der nächste Streich hinterher: Koch Media veröffentlicht in Deutschland zeitgleich mit dem Remake des ersten ’Final Fantasy’ auch das Remake zum zweiten Teil. Auf den ersten Blick unterscheiden sich die beiden Spiele nur wenig, schließlich gleicht sich die grafische Überarbeitung. Doch schon nach wenigen Spielstunden offenbart sich ein bedeutender Unterschied, der bereits 1988 für Diskussionen sorgte.

Nicht episch, aber solide

Erwartet auch bei ’Final Fantasy 2’ wie schon im Erstling keine allzu epische Geschichte mit bis ins kleinste augearbeiteter Charakteristik oder epischer Dramatik. Allerdings ist dieser Rebellen-gegen-Imperium-Kampf immerhin etwas interessanter geschrieben als die 08/15-Weltenrettersaga des Vorgängers. Das zeigt allein der für die damalige Zeit ansprechend inszenierte Start, welcher die Charaktere in Form eines aussichtslosen Kampfes einführt.

Auch bei der Spielwelt gibt es einen bedeutenden Unterschied zu vermelden, den jedoch nicht jeder als Fortschritt bezeichnen würde. Die Grenzen in ’Final Fantasy 1’ sind recht starr abgesteckt, ergo ist dort ein sich Verlaufen oder eine verfrühte Begegnung mit übermächtigen Monstern kaum möglich. Die Welt in ’Final Fantasy 2’ hingegen ist viel offener, weshalb ihr schon von der ersten Stadt aus nur wenige Schritte zu weit gehen braucht, um auf unmenschlich schwere Gegner zu stoßen.

Mehr Freiraum gleich mehr Frust

Allein deshalb solltet ihr euch zuerst den Vorgänger besorgen, denn was den fortgeschrittenen Spieler eventuell glücklich macht, wird den Einsteiger definitiv frustrieren. Und selbst wenn ihr euch brav an den Weg haltet, den Square-Enix für euch vorgesehen hat, werdet ihr schnell merken, dass das Trainieren der eigenen Truppe in ’Final Fantasy 2’ eine Ecke mühseliger ist.

Dieser Umstand wird durch ein äußerst krudes Auflevel-System erschwert, welches das Spiel auf ewig als die schlechteste ’Final Fantasy’-Episode überhaupt brandmarken sollte. Square dachte sich damals anscheinend, dass eine schnöde Fortsetzung nicht in Frage käme und dafür eine entscheidende Neuerung den nötigen Kniff geben müsse. 

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