Preview - FIFA 13 : Intelligenzbestien

  • PS3
  • X360
Von Kommentieren

Nachdem uns EA vor Wochen in London schon einmal den Mund wässrig gemacht hatte, war nun endlich eigenes Anspielen angesagt. Nach einer kurzen Präsentation von Chef-Producer David Rutter ging es an die X360- und PS3-Konsolen, um selbst anzutesten, wie sich die Neuerungen im Spiel bemerkbar machen.

Wie sind die Neuerungen im Detailbereich, über die wir euch bereits Mitte Mai informiert haben, denn nun umgesetzt?

Lauf doch mal!

Als Erstes müssen wir vorwegschicken, dass es sich bei dem spielbaren Code im deutschen EA-Hauptquartier in Köln um eine sehr frühe Version handelte. Da fehlte es an vielen Ecken und Enden am Feinschliff, Ruckeleinlagen gehörten zu den Matchs wie der Seitenwechsel zur Halbzeit. Umso löblicher das Bemühen von EA, den Journalisten möglichst frühzeitig eine spielbare Fassung zur Verfügung zu stellen.

Fangen wir gleich mit der Veränderung an, die uns am positivsten in Erinnerung geblieben ist: die verbesserten Laufwege der KI-Mitspieler. Mit der Bezeichnung „ausgereifteste Künstliche Intelligenz, die je in der FIFA-Reihe erreicht wurde“ hat EA nicht übertrieben. Die Mannschaftskameraden sehen freie Räume und stoßen konsequent in diese vor. Die CPU-Kicker orientieren sich nicht mehr nur stumpf am Ball, sondern denken weiter und erahnen Positionen, aus denen sich gute Spielzüge entwickeln lassen. Nervtötende Pirouetten im Mittelfeld, mit denen ihr die Zeit bis zum Nachrücken der Angreifer überbrücken musstet, gehören nun der Vergangenheit an.

Konter aus dem Bilderbuch

Keine unnötige Spielverzögerung mehr, bis sich die Mitspieler mal bequemen, den freien Platz auf dem Feld auszunutzen. Schon bevor ihr selbst die Kulle annehmt, sprinten eure Kameraden in aussichtsreiche Positionen. Damit sind endlich auch schnelle Konter möglich. Fangt ihr nach einer gegnerischen Ecke den Ball ab, setzen sich alle offensiven Spieler sofort in Bewegung. Ein Pass raus an die Seitenlinie und der Flügelflitzer saust mit Höchstgeschwindigkeit los. Entsprechend sprinten Stoßstürmer hinterher, um sich dann im 16-Meter-Raum anzubieten. Die neue „Attacking Intelligence“ belebt das Offensivspiel ungemein und ist mit ihrer Dynamik und Schnelligkeit ein realistisches Abbild des heutigen Erfolgsfußballs.

FIFA 13 - Video-Interview mit FIFA-Chef-Entwickler David Rutter
Unser Fußball-Experte Jens, konnte in London mit David Rutter, seines Zeichens Chef-Entwickler von FIFA 13, über die Neuerungen ausführlich des Spiels sprechen.

Ebenfalls realistisch und gut als neues Element ins Spiel integriert: das neue Ballannahmesystem, die „First Touch Control“. Ganz wie im echten Fußballer-Leben verspringt das Spielgerät nun auch mal und klebt nicht wie bisher am Fuß, als ob jeder Kicker seine Treter mit doppelseitigem Klebeband präpariert hätte. Macht euch schon einmal darauf gefasst, dass die beliebten 40-Meter-Pässe von einer Seitenlinie auf die gegenüberliegende Seite nun auch mal mit Ballverlust enden, weil der Passempfänger die Kulle nicht unter Kontrolle bekommt. Es ist nicht mehr selbstverständlich, dass jeder Spieler den Ball mit derselben Eleganz und Perfektion annimmt. Ein weiterer Schritt Richtung Realismus, der sich während des Spiels positiv bemerkbar macht.

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel