Preview - Far Cry 3 : Insel voller Verrückter

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Die Laberbacke

Vaas und Dr. Earnhardt kennen wir jetzt. Beide ticken nicht mehr ganz richtig, beide haben Ecken und Kanten und beide sind interessante Persönlichkeiten. Nachdem in Far Cry 2 die Protagonisten allesamt eher blass blieben, machen die Entwickler im neuesten Teil eine Kehrtwende. Sie nennen es "Cast of insane Characters" und haben schon angekündigt, dass Jason weitere Personen auf der Insel treffen wird, die markante Persönlichkeiten haben.

Jason Brody selbst strahlt ebenfalls Charisma aus. Auch wenn wir nicht so recht glauben, dass es sich bei ihm um einen 08/15-Typen handelt. Dafür konnte er nach kurzer Zeit zu gut mit Messer und Pistole umgehen. Trotzdem nimmt man ihm seine Verzweiflung und seine Wut ab. Das liegt daran, dass er nicht einfach nur stumm bleibt, sondern seinen Gefühlen verbal freien Lauf lässt.

Erfahrung zahlt sich aus

Unser Hauptcharakter gewinnt mit der Zeit immer mehr Erfahrung. Unter anderem dann, wenn er Gegner erledigt. Diese gewonnen Erfahrungspunkte können in einen Fähigkeitenbaum investiert werden. Die Entwickler teilten uns mit, dass ihr im fertigen Spiel vielfältige Möglichkeiten haben werdet, Jasons Fertigkeiten nach eurem Geschmack zu erweitern und zu verbessern.

Erkundungsreize werden bei Ubisoft ebenfalls großgeschrieben. Mit so einer riesigen Insel als Spielplatz dürftet ihr dementsprechend genügend Motivation bekommen, jeden Winkel auszukundschaften. Diese Mühe soll unter anderem mit Gegenständen belohnt werden. Konkreter wollten die Entwickler allerdings nicht werden. Auch wenn Far Cry 3 ein waschechter Ego-Shooter ist, merkt man nicht nur an den Erfahrungspunkten und erweiterbaren Fähigkeiten, dass Ubisoft ein wenig in anderen Genre-Gewässern fischt. Wie in einem typischen Rollenspiel lassen sich erledigte Feinde nach Hab und Gut durchsuchen. Außerdem bietet die tropische Insel genügend Freiraum, unterschiedliche Strategien und Spielweisen auszuprobieren.

Postenkartenmotive

Wie für die Serie üblich sieht der Shooter blendend aus. Schon jetzt, mit dem Eintritt in den Alpha-Status, wirken die Umgebungen wie auf einer Postkarte. Die Entwickler sind stolz darauf und berichteten davon, dass die Insel für sie der eigentlich Hauptcharakter ist. Auch wenn wir vor Ort nur einen kleinen Teil gesehen haben, gewannen wir doch einen guten Eindruck von der wunderschönen Pracht der Natur. Wenn man dann noch am Horizont tropische Hügel erkennt, kann man es kaum erwarten, die Insel ausführlich zu erkunden.

Fazit

Christian Kurowski - Portraitvon Christian Kurowski
Far Cry 2 bleibt mir auf ewig als meine erste große Hassliebe in Erinnerung. Die Grafik war sensationell und ich erlebte einige der spannendsten Schusswechsel meiner Spielerlaufbahn. Trotzdem nervten die langen Fahrtwege, die immer wieder auftauchenden Grenzsoldaten und die Malaria-Erkrankung. Also bleibe ich beim dritten Teil vorsichtig, auch wenn das bis dato Präsentierte verdammt verlockend aussieht. Die Grafik ist eine Wucht und die Insel einfach nur ein (Alb-)Traum. Dazu gesellen sich Charaktere, die im Gedächtnis bleiben, da sie Ecken und Kanten besitzen. Meine Vorfreude ist jedenfalls gestiegen. Ich kann es kaum erwarten, die Insel auf eigenen Füßen zu erkunden und Jason dabei zu helfen, seine Freunde aus den Fängen fieser Tyrannen zu befreien.

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