Test - Die Chroniken von Narnia : Die Chroniken von Narnia

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Just in diesen Tagen lief das Fantasy-Epos 'Die Chroniken von Narnia' in den hiesigen Kinos an. Es ist nicht verwunderlich, dass zur gleichen Zeit auch eine entsprechende Spielumsetzung des Films erscheint – zunächst exklusiv für die PlayStation 2. Wir haben uns in das Reich von Narnia begeben und kehren jetzt mit einem umfangreichen Erlebnisbericht zu euch zurück.

Die Story des Spiels lehnt sich sehr nah an die Ereignisse der Leinwandadaption an und ist somit die perfekte Ergänzung für jeden Fan. Der Beginn mutet zunächst etwas ungewöhnlich an für einen Fantasy-Streifen. Während deutsche Bomber im Zweiten Weltkrieg halb England in Angst und Schrecken versetzen, schickt die besorgte Mutter ihre vier Kinder auf den Landsitz eines kauzigen Professors. Bei einer harmlosen Runde Versteckenspielen stößt die kleine Lucy auf einen aufwändig verzierten Kleiderschrank, der gleichzeitig als Portal zum Fantasyreich Narnia fungiert. Später folgen auch die anderen Geschwister, denen jedoch keine Zeit bleibt, dieses unfassbare Ereignis zu verarbeiten. Denn so schön diese Welt auch ist, so viele Gefahren birgt sie. Schon wenige Augenblicke später wird die kurze Erkundungstour von einem Rudel hungriger Wölfe gestört, die erst nach einem gefährlichen Kampf zu Boden gehen. Doch das war nur der erste Schritt auf einer langen, abenteuerlichen Reise.

Vier Freunde müsst ihr sein

Schon die Vorgeschichte macht deutlich, dass es in 'Die Chroniken von Narnia' nicht gerade zimperlich zur Sache geht. Doch was sich im ersten Moment recht martialisch anhört, kommt in der Praxis ohne unnötige Gewalt oder gar Blut aus – immerhin ist das Spiel ab 12 Jahren freigegeben. Rein faktisch handelt es sich um ein klassisches Action-Adventure, das euch einen Mix aus zahlreichen Gefechten und kleinen Rätseleinlagen serviert. Der minimale Hauch von Rollenspiel-Elementen ist dagegen etwas zu kurz geraten, doch dazu gleich mehr. Nach dem anfänglichen Tutorial im Haus der Familie habt ihr die grundlegende Steuerung verinnerlicht und es geht weiter auf den Landsitz des Professors und wenig später natürlich nach Narnia selbst. Die Charaktere beherrschen nur wenige Grundaktionen, wie z.B. das Schwingen der Fäuste oder das Verschieben von Möbelstücken oder riesigen Schneekugeln. An bestimmten Stellen der Levels kommen dann jedoch auch Spezialmanöver zum Einsatz, was für eine gewisse Individualität der Figuren sorgt. So ist Edmund der Einzige in der Vierertruppe, der an Bäumen und Masten emporklettern kann. Lucy schlüpft aufgrund ihrer geringen Körpergröße selbst durch die kleinsten Löcher, während Susan eine echte Wurfexpertin ist. Das Umschalten per Schultertaste ist bei vier Charakteren manchmal jedoch etwas umständlich.

Für sich gesehen sind diese Aktionen nur Spielerei, doch kombiniert ergeben sie meist den einzigen Lösungsweg für so manches Rätsel. Beispiel gefällig? Ein reißender Fluss versperrt den Weg der Kinder. Nur Edmund gelangt per Holzfass, das die kleine Lucy zunächst von einer Klippe geschubst hat, auf die andere Seite. Am gegenüberliegenden Ufer klettert Edmund einen halbwegs morschen Baum hinauf, der wenig später umfällt und fortan als Brücke dient. Kopfnüsse dieser Art gilt es im weiteren Spielverlauf des Öfteren zu knacken. Allerdings fallen diese nicht immer so vielschichtig und interessant aus wie dieses Exempel. Das ist auch gleichzeitig eine Schwäche des Spiels. Die anfängliche Euphorie aufgrund der offensichtlich abwechslungsreichen Knobeleien weicht nach wenigen Stunden einem leichten Gefühl der Ernüchterung. Die Entwickler haben hier einiges an Potential verschenkt, denn diesen Part hätte man durchaus weiter ausbauen können und vielleicht auch müssen.

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