30.06.2012 - Tobias Simon
Das in Diablo III eingeführte Echtgeld-Auktionshaus scheint bei einigen Nutzern sehr viel Unbehagen hervorzurufen, was von Zeit zu Zeit nicht nur im plötzlichen Schließen des Accounts ohne ersichtlichen Grund endet. Seine Geschichte in diesem Zusammenhang hat nun ein Nutzer in den offiziellen Battle.net-Foren erzählt, und die Frage bleibt, ob dabei immer alles problemfrei oder gar mit rechten Dingen zugeht.
Besagter Nutzer hatte satte 200 US-Dollar auf sein Battle.net-Konto eingezahlt und machte sich fortan auf, im Echtgeld-Auktionshaus Ausrüstungsgegenstände erwerben zu wollen. Nach einer Transaktion wurde der Account unter Berufung auf Probleme mit der Auktion gesperrt. Mehrere Rückfragen durch den Nutzer führten zur Aussage, dass die Sperrung aufgrund der im Battle.net-Account gespeicherten Region erfolgte.
Der Nutzer Xres spielte das Spiel nämlich - bedingt durch einen Umzug - von einer anderen Region aus, als in den Daten hinterlegt. Diese Daten werden jedoch bei der Belastung des Kontostandes von Blizzard Entertainment abgeglichen, so dass diese immer aktuell gehalten werden sollten. Die Lösung des Problems lag also auf der Hand: die Region zur aktuell gültigen umändern und alles ist gut.
Doch gerade hier geht das Problem erst richtig los, wenn die kommunizierten Bedingungen für einen Regionswechsel wirklich umgesetzt werden. Um einen Wechsel durchzuführen, müsse der Battle.net-Kontostand offensichtlich weniger als 20 Dollar betragen. Weiterhin könne der Kontostand im Zuge der Umstellung komplett auf 0 herabgesetzt werden; eine Übernahme eines verbleibenden Kontostands in ein anderes Land sei laut Mitteilung von Blizzard Entertainmentauch auch durch den Kundendienst nicht möglich.
Für den Nutzer Xres liegt damit eines auf der Hand: Abzocke sei im Spiel. Nicht nur, dass der generelle Zugang zum Spiel für fast zwei Wochen wegen eines ausschließlich Auktionshaus-bezogenen Sachverhalts nicht möglich war, obwohl er dieses ja für 60 Dollar gekauft hätte, auch die Einzahlung von 200 US-Dollar auf das Battle.net-Konto sei zuvor unabhängig von Regionsgegebenheiten legitimiert und von Blizzard durchgewunken worden. Dass er aufgrund der Ländereinstellungen sein eingezahltes Guthaben nicht ausgeben könne und die notwendige Regionsumstellung den Verlust des Guthabens zur Folge haben soll, sei dann das Ende der Fahnenstange.
Blizzard Entertainment hat sich im entsprechenden Forumsbeitrag noch nicht zum Sachverhalt geäußert. Sollte dieser jedoch tatsächlich der Wahrheit entsprechen, darf zumindest wohl die Frage erlaubt sein, ob das ganze System auch ordentlich ausgereift ist. Wie ist eure Meinung zum Echtgeld-Auktionshaus?
Die größten Launch-Katastrophen - Special [15]
Der Verkaufsstart eines PC-Titels ist immer ein heikler Moment. Wir blicken zurück auf einige der größten Spielefehlstarts.
Diablo III - Patch v1.02b -> v1.02c (dt., MacOS)
Frisches Update auch für MacOS
Diablo III - Patch v1.02b -> v1.02c (dt., Windows)
Blizzard veröffentlicht neues Windows-Update
Diablo III - Patch v1.02a -> v1.02b (dt., MacOS)
Mac-Performance verbessert
Diablo III - Conversations with Creators PS3 Trailer
Blizzard stellt die PlayStation-Version vor [4]
Diablo III Guide - Komplettlösung
Klassen-Guide: Hexendoktor
Diablo III Guide - Komplettlösung
Klassen-Guide: Zauberer
Diablo III Guide - Komplettlösung
Klassen-Guide: Mönch
Diesen Beitrag als Gast kommentieren
Noch keinen Account?
Hier kostenlos registrieren!
Passwort vergessen?
Kommentare zu Diablo III
Tja, genau das ist der Grund, warum Blizzard das Echtgeldauktionshaus überhaupt erst eingeführt hat - weil es genug Spieler gibt, die dann tatsächlich Unsummen für virtuelle Dienste rausschmeissen. Es muss gar nicht die Mehrheit sein - wenn nur 0,1% aller Spieler ein paar Euro locker machen, lohnt sich die Sache schon.
Bei solchen Bezahlsystemen habe ich aber generell immer Bauchschmerzen. Bei Privatunternehmen, die nicht mal unter die Bankenaufsicht fallen, ein Guthaben in dieser Höhe einzurichten klingt für mich jedenfalls arg riskant... die richtigen AGBs und eine günstige Rechtsprechung vorausgesetzt, können die mit deinem Geld praktisch machen, was sie wollen.
Das erste was mir da einfällt:
Wie kann man so "peeeeep" sein und 200 Euro für so ein Spiel ausgeben? Dumm genug dass es sich so viele gekauft haben. Aber dann für so etwas noch mehr ausgeben? Bald wird das Spiel immer mehr zu "Pay to Win" werden.
Würde mich nicht wundern, wenn später sogar noch eine Itemspirale eingebaut wird wie in WoW, sodass die Leute, die schon hunderte von Euro ausgegeben haben nach dem ersten Addon wieder von Null anfangen müssen.
In meinen Augen müssen solche Spiele ab 18 sein weil es schon sehr in Richtung Spielsucht (Glücksspiel) geht.
Für eine Frechheit halte ich dies keines Falls. es ist der einzig halbwegs wirksame Schutz den Blizz gegen die Übernahme eines Accounts durch dritte und dem damit wohl verbundenen leeräumen des Kontos bieten kann. Geht ganz schnell so ne Acc-Übernahme, habs am eigenen Leib erfahren.
Der Typ hätte einfach sein Acc wieder leer räumen sollen, dann die Region wechseln und dann wieder einzahlen...
...gar nich so schwer oder?
Bin zwar kein freund von dem vielen scheiß den Blizz mit D3 gemacht hat, aber die Vorgehensweiße in diesem Fall ist vorbildlich.
Wollte ich auch gerade schreiben. Also einerseits muss man bei so einem Auktionshaus echt erwarten können das solche Probleme nicht auftreten und wenn doch, dass dann eine einfache Lösung möglich ist aber andererseits... ZWEIHUNDER DOLLAR!! Das spiel kostet 1/4 davon. Ich hab es nie verstanden wieso man für Free-to-play Spiele oder Browser games überhaupt Geld ausgeben kann aber OK, jedem das seine. Aber 200 Dollar ist jawohl mal echt lächerlich viel... und ich gehe jede Wette ein das manche noch deutlich mehr ausgeben. Für ITEMS!!
Einerseits Frechheit seitens Blizzard - andererseits 200 Dollar für Items?!