Test - Deponia Doomsday : Doch noch mal Deponia

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Ursprünglich war Deponia als abgeschlossene Trilogie geplant, die trotz ihres umstrittenen Endes nicht weiter fortgesetzt werden sollte. Doch wenn einen wie im Falle von Projektleiter Jan Müller-Michaelis die Kreativität packt, dann entwickelt man trotzdem einen vierten Teil. Um die Fans gleich doppelt zu überraschen, blieb Deponia Doomsday bis letzte Woche ein Geheimnis und ist inzwischen bereits erhältlich.

Es beginnt hochdramatisch: Irgendwann in einer unbestimmten Zukunft gleicht der Müllplanet Deponia einer Eiswüste, während das glorreiche Elysium abgestürzt ist. Einer der wenigen Überlebenden kämpft sich durch einen tosenden Sturm und hat zahlreiche gefräßige Fewlocks im Nacken. Sein Ziel ist ein Bombenturm, der von den Elysianern zur Sprengung Deponias errichtet wurde.

Dort nimmt der Überlebende seine Kopfbedeckung ab und entpuppt sich zu unser aller Erstaunen als ein gealterter Rufus. Er entfernt mit letzter Kraft die Klammern, die den riesigen Sprengkörper festhalten, und aktiviert somit alle anderen Bomben des Planeten. Die Katastrophe ist unausweichlich und Deponia ein für alle Mal zerstört.

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Doch dann geschieht etwas Ungewöhnliches: Die Explosion stoppt und die Zeit dreht sich zurück. Rufus liegt plötzlich wieder als Jungspund im Bett und wacht auf. Er schwadroniert von einem Traum, in dem alle seine Freunde tot gewesen seien, Elysium abgestürzt sei und er am Ende als alter Mann mit Schnurrbart die Welt gesprengt habe. Dabei muss er sich doch eigentlich sputen und die zerbrechlichen Gläser seiner Freundin Toni in den Heißluftballon laden, damit er gemeinsam mit ihr nach Elysium fliegen kann.

Langer Rede kurzer Sinn: Deponia Doomsday beginnt kurz vor den Ereignissen des ersten Deponia. Rufus ist demnach noch mit Toni liiert und plant einen seiner waghalsigen Versuche, dem vom Müll heimgesuchten Planeten Deponia den Rücken zu kehren. Dabei kommt ihm ein wirrer Wissenschaftler namens McChronicle in die Quere, der behauptet ein Zeitreisender zu sein. Rufus zerstört versehentlich Tonis Gläser, woraufhin sie sich voller Wut von ihm trennt. Aber zum Glück ist McChronicle mit seiner Zeitreisemaschine vor Ort, weshalb es doch ein Leichtes sein sollte, das Missgeschick zu korrigieren.

Rufus McFly

All das passiert ungefähr in den ersten zwanzig Minuten eines über zehnstündigen Abenteuers und repräsentiert nur die Spitze des Eisberges, was euch erwartet. So viel sei noch verraten: Die Zeitreisethematik spielt in Deponia Doomsday eine enorm große Rolle. Müller-Michaelis wirft mit unterschiedlichen Szenarien, Theorien und Anomalien nur so um sich, dass es eine wahre Freude ist. Natürlich ist nicht alles super logisch und penibel bis ins kleinste Detail durchdacht. Aber zum einen ist das bei solch einem Thema kaum möglich und zum anderen reden wir immer noch von Deponia, das vornehmlich von seinem Humor lebt und dafür auch mal fünfe gerade sein lässt.

Deponia Doomsday - Was bisher geschah Trailer
Was ist bislang in der Deponia-Reihe geschehen? Der Trailer verschafft euch einen Überblick.

Die Geschichte und das damit verbundene Spiel-Design sind im Vergleich zu allen drei Vorgängern etwas linearer. Dafür besucht ihr mehr Orte, begegnet 70 neuen Charakteren und seid sicherlich mehr als zehn Stunden bis zum Finale beschäftigt, sofern ihr euch nicht von vorneherein mit einer Komplettlösung vor den Bildschirm hockt. Der Umfang ist für ein klassisches Point-&-Click-Adventure jedenfalls beachtlich und stellt für Daedalic-Verhältnisse eine neue Rekordmarke dar.