09.05.2011 - Michael Zeis
Auf den ersten Blick erinnert das neue Werk von Entwicklerpromi Tetsuya Mizuguchi an eines seiner alten Werke: Rez. Auch dort ballerten wir uns durch abstrakte Welten, die denen von Child of Eden gar nicht so unähnlich waren - wenn auch grafisch nicht so fortgeschritten. Im Gegensatz zum ersten Teaser-Trailer verbreiten die tatsächlichen Spielstufen zwar kaum Unterwasser-Feeling, sind deshalb aber nicht weniger sehenswert. Ein Faible für Fantasieuniversen abseits der Norm sollte man jedoch mitbringen.
Ein weiterer Aspekt verbindet Mizuguchis jüngstes Baby mit seinen früheren Schöpfungen wie Space Channel 5 oder Lumines und natürlich wieder Rez: Die Musik ist ein wichtiger Bestandteil des Spielerlebnisses. In Child of Eden bekommt ihr für rhythmisch zur Musik passendes Spielen sogar Einblendungen wie ″Gut!″ oder ″Perfekt!″ zu sehen, die an klassische Musikspiele wie Guitar Hero oder Rock Band erinnern. Im Gegensatz zu letztgenannten Party-Krachern erfreuen eure Lauscher aber die Klänge von nur einer einzigen Band - Mizuguchis eigener Truppe namens Genki Rockets. Die spielt leicht verdaulichen elektronischen Pop-Rock, der zum Glück Abstand nimmt vom typischen J-Pop. Das wäre für einen Großteil westlicher Ohren wohl doch zu viel gewesen.
Wie spielt man nun ″rhythmisch″? Ihr habt neben einer Art Superbombe grundsätzlich zwei Schussarten, die ihr je nach Bedarf wechseln dürft. Mit der einen markiert ihr mehrere Ziele, indem ihr diese - vor Kinect stehend - mit der rechten Hand streift. Sobald ihr eine kleine Bewegung macht, die dem Verscheuchen lästiger Fliegen ähnelt, wird auf alle markierten Objekte gefeuert.
Mit der linken Hand schießt ihr per Dauerfeuerwaffe direkt auf eure Gegner. Manche davon sind auch nur mit dieser Schussart zu erledigen. Trefft ihr eure Ziele im Rhythmus der Musik, bekommt ihr auch schon die erwähnten Einblendungen zu Gesicht - so einfach ist das. Wer kein Kinect besitzt oder einfach keine Lust auf Bewegungssteuerung hat, kann Child of Eden alternativ auch mit einem Controller spielen. Eine PS3-Version folgt im September dieses Jahres.
Bis dahin können wir die hübsche Hauptdarstellerin Lumi nur auf der Microsoft-Konsole glücklich machen, denn auch das ist Teil des Spielinhalts. Um das zu verstehen, müssen wir etwas weiter ausholen: In einer fernen Zukunft erobert die Menschheit die Weiten des Universums. Lumi war der erste im Weltall geborene Mensch und aus einem vorerst nicht ersichtlichen Grund für alle sehr, sehr wichtig. weiter...
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PS3-Version für kleinere Geldbeutel [1]
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Kommentare zu Child of Eden
Neue Wege sind immer geile Wege!
NEIN
Naja, Rez ist das erste mal auch gefloppt und wurde dann auf einmal ein kleiner Hit, genauso wie Cosmic Smash.
Neue Wege sind immer geile Wege!
Oh man wenns nur sowas geben würd, wär ich am verzweifeln. Was eine Verschwendung von Zeit.
*zuckend auf dem Boden lieg*
also ehrlich bei dem Spiel bekommt man doch wirklich einen anfall...