Test - Bravely Default : Das bessere Final Fantasy?

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Auch bezüglich der Handlung orientiert sich Bravely Default stark an früheren Spielen der Final-Fantasy-Reihe. Vier magische Kristalle müssen von ebenso vielen Helden vor dunklen Mächten beschützt werden – viel traditioneller geht es nicht mehr. Diese simple Geschichte funktioniert jedoch überraschend gut, da die Welt von Bravely Default zahlreiche interessante Charaktere beherbergt: Da wäre etwa der an Amnesie leidende Ringabel, der ein Buch mit sich herumträgt, in dem sämtliche zukünftigen Ereignisse vorausgesagt werden. Oder Edea, die Tochter des Generals der feindlichen etrianischen Armee, die erkennen muss, dass ihre Weltanschauung nichts mit der Realität zu tun hat.

Bravely Default: Flying Fairy - Intro Trailer
Ihr wartet sehnsüchtig auf Bravely Default: Flying Fairy? Dann schaut euch diesen neuen Gameplay-Trailer an.

Bildschön

Zudem bekommt ihr dank des Luftschiffs schnell ein Gefühl für die Örtlichkeiten, die großartig in Szene gesetzt wurden. Während die Figuren im niedlichen Anime-Look und in 3-D durch die Gegend laufen, bestehen die Hintergründe aus wunderschönen Zeichnungen. Oftmals sieht es beinahe so aus, als liefe man gerade quer durch die Artworks. Auch musikalisch überzeugt Bravely Default vollends und hat für jede Stimmung ein passendes Stück parat.

Das Japano-Rollenspiel kommt zudem mit einigen Komfortfunktionen daher, die wir nie wieder missen möchten. So lassen sich die Kämpfe jederzeit mit dem Steuerkreuz vorspulen: Nachdem ihr eure Kommandos getätigt habt, müsst ihr so nicht mehr minutenlang euren Charakteren beim Ausführen der Befehle zusehen.

Das Glanzstück versteckt sich jedoch in den Optionen: Dort lässt sich nicht nur der Schwierigkeitsgrad, sondern sogar die Wahrscheinlichkeit der Zufallskämpfe regeln. Richtig gelesen: Wenn ihr keine Lust habt, alle paar Meter von nervigen Standardgegnern belästigt zu werden, lassen sich die Zufallskämpfe ganz einfach abstellen. Wollt ihr umgekehrt eure Charaktere aufleveln, lässt sich die Wahrscheinlichkeit verdoppeln. Großartig!

Fazit

Gameswelt Redaktion - Portraitvon Gameswelt Redaktion

Bravely Default wirkt wie ein aus der Zeit gefallenes Japano-Rollenspiel der 90er-Jahre. Sämtliche Qualitäten, die Final Fantasy in den letzten Jahren hat missen lassen, finden sich hier wieder: sympathische Charaktere, eine nachvollziehbare Spielwelt, ein genauso taktisches wie einsteigerfreundliches Kampfsystem und nicht zuletzt ganz viel Herzblut. Selten hat mich in den letzten Jahren ein Spiel so sehr verzaubert wie Bravely Default (bis auf einen leider ziemlich langen, weit weniger gelungenen Abschnitt kurz vor Ende). Das großartige Kampfsystem tritt im Vergleich mit der immensen Liebe zum Detail fast in den Hintergrund: Sowohl die japanische als auch die englische Sprachausgabe verleihen jedem Charakter eine ganz eigene Persönlichkeit, jede größere Stadt pulsiert nur so vor Kreativität. Bravely Default gelingt das Kunststück, sämtliche Tugenden alter JRPG-Klassiker zu übernehmen und sie mit neuen Ideen noch besser zu machen. Der König ist tot, lang lebe der König. Square Enix sitzt wieder auf dem JRPG-Thron.

Überblick

Pro

  • komplexes, einsteigerfreundliches Kampfsystem
  • wunderschöner Grafikstil
  • tolle Musik
  • sympathische Charaktere
  • nachvollziehbare Spielwelt
  • eine Wagenladung an Komfortfunktionen
  • jederzeit einstellbarer Schwierigkeitsgrad

Contra

  • nervige und völlig unnötige Mikrotransaktionen
  • kurz vor Ende wird die Spielzeit auf unschöne Weise gestreckt

Wertung

  • 3DS
    9.0
    /10

Awards

  • Design
    • 3DS

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