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Test - Böse Nachbarn : Böse Nachbarn

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Böse Nachbarn
Die Tipps können manchmal weiter helfen.

Da der Nachbar einen im wahrsten Sinne des Wortes geregelten Tagesablauf hat, ist es euch bereits nach kurzer Zeit möglich, seine Wege zu erkennen, da er keine überraschenden Aktionen vollführt. Neben dem Nachbarn, dem ihr auf keinen Fall in die Quere kommen dürft, wenn ihr das Ende der Episode erleben wollt, gibt es zwei weitere Gegner, die euch das Leben schwer machen wollen. Zum einen wäre das der fast immer wachsame Papagei, den ihr allerdings durch geschicktes Schleichen austricksen könnt. Zum anderen der treue Jagdhund. Solltet ihr beide aufwecken, bleibt Woody einige Sekunden erschreckt stehen. Dann bleibt euch nur zu hoffen, dass der Nachbar nicht gerade im Nebenzimmer ist. In späteren Leveln findet Woody auch schon mal eine Hundepfeife, die Bello zum Kläffen motiviert, den Nachbarn von seiner gerade ausgeführten Tätigkeit weglockt und euch so den Weg freimacht. Mit fortschreitendem Spielverlauf wächst das Haus des Nachbarn auf wundersame Weise. Zum obligatorischen Erdgeschoss gesellen sich nach und nach eine Erste Etage, ein Keller und ein Dachgeschoß. Zusätzlich müsst ihr auch mehr Aufgaben in einer vorgegebenen Zeit schaffen. Wer da nicht richtig plant, kommt das eine oder andere Mal in arge Zeitnot.

Böse Nachbarn
Heute im Angebot: Torte a la TNT.

Auch kleine Spiele sind schön
Als 'Böse Nachbarn’ bei uns eintraf, wurde der Titel zunächst ein wenig belächelt. Das lag jedoch weniger an der durchaus netten Idee. Vielmehr drängte sich der Gedanke auf, dass es sich um einen eher unspektakulären Pausenfüller handelt, der grafisch unterdurchschnittlich daher kommt. Doch die Überraschung, die 'Böse Nachbarn’ nach der Installation auf den PC bringt, ist gelungen. Auch wenn es keine zeitgemäße 3D-Optik zu bestaunen gibt, kann der Titel gerade durch seine liebevoll designten Räume und die putzigen Charaktere überzeugen. Überhaupt erinnern die Figuren stark an die berühmten Hauptdarsteller der 'Wallace&Gromit'-Kurzfilme. Auch die Tatsache, dass 'Böse Nachbarn’ sogar auf einem Uralt PC noch ohne Schwierigkeiten läuft, ist ein durchaus positiver Aspekt.

Böse Nachbarn
Der Beginn einer Folge.

Die Soundkulisse passt sich dem Bildschirmgeschehen gut an. Die flotte Eingangsmusik im Seriencharme und die comicartigen Geräusche sind eingängig, wirken aber zu keiner Zeit nervig. An Stelle von Sprachsamples beschränkte man sich bei JoWooD lediglich auf einen erstaunten Ausruf, wenn Woody etwas Brauchbares gefunden hat, ein fragendes 'Ähm?’, wenn er einen Gegenstand nicht anwenden kann, oder nichts gefunden hat, sowie das Bellen des Hundes oder das Kreischen des Ara. Besonders gelungen sind die akustischen Wutausbrüche, mit denen der geplagte Nachbar eure Streiche quittiert. Da bekommt man glatt Lust auf mehr.

I feel lonely
Fans von Multiplayertiteln werden leider enttäuscht. Da Woody als Single schon lästig genug für den Nachbarn ist, haben sich die Entwickler von JoWooD eine nervenaufreibende Mehrspielerschlacht um den fiesesten Streiche Spieler gespart. Wenn euch doch nach einer Art Mehrspielermodus sein sollte, müsst ihr wohl oder übel versuchen, eure Highscores gegenseitig zu überbieten.

 

Fazit

von Marc Heiland
Mit ‚Böse Nachbarn’ bietet euch JoWooD einen erfrischenden Titel, der jedoch durch seine 14 kurzen Episoden nur eine bedingt lange Spielzeit versprechen kann. Auch einige sich wiederholende Streiche können ein wenig Langweile aufkommen lassen. Dies wird allerdings durch den steigenden Schwierigkeitsgrad wettgemacht. Grafisch und akustisch kann die Nachbarnhatz ebenfalls punkten. Wer sich bereits die XS-Version von BILD-online geladen hat, wird schon auf den Geschmack gekommen sein. Dank des recht moderaten Preises, dürfen auch alle Anderen unbedenklich zugreifen und einige vergnügliche Stunden mit Woody und dem Nachbarn genießen.  

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