Test - Battlefield 4: Second Assault : Dreimal hui, einmal pfui

  • PC
Von Kommentieren

Machen wir uns nichts vor. Egal wie sehr ein eingefleischter Battlefield-Fan die Serie liebt, bei Battlefield 4 hat diese Liebe einen starken Dämpfer abbekommen. Die ersten zwei Monate waren, um es mal gelinde auszudrücken, eine Katastrophe. Battlefield 4 hatte mit so vielen Problemen zu kämpfen, dass EA Games sich sogar dafür entschieden hat, die Entwicklung der Erweiterungen zu pausieren, um das Hauptspiel zu reparieren. Hat sich das gelohnt oder bringt die neueste Erweiterung mit dem Namen Battlefield 4: Second Assault neue Probleme mit sich?

Was Abstürze, üble Bugs oder nervige Lags angeht, können wir Entwarnung geben. Während unserer Spielzeit fiel uns nichts dergleichen auf. Im Gegenteil, die neuen Karten scheinen sogar besser zu laufen als die aus dem Hauptspiel. Allerdings bedeutet das noch lange nicht, dass ihr problemlos spielen könnt. In den Battlelog-Foren häufen sich die Berichte über verschiedene Probleme, von denen einige verschont, wiederum andere geplagt werden. Battlefield 4 läuft zwar definitiv stabiler als noch vor einem Monat, trotzdem fühlt sich vieles noch sehr wackelig an.

Anhängsel

Da wir nun kurz den aktuellen Stand der Dinge erklärt haben, werfen wir einen Blick auf die Erweiterung und schauen, was euch dort so erwartet. Im Second-Assault-Paket enthalten sind zwei Fahrzeuge, der VDV Buggy und der kleine Bagger, die ihr aus Battlefield 3 kennen solltet. Dazu kommen fünf neue Waffen, die zu den beliebtesten in Battlefield 3 zählten. Leider ist nur ein Teil davon wirklich brauchbar. Die legendäre, aber auch gehasste F2000 ist nicht mehr so stark, wie sie mal war. Auch die M60-E4 hat schon bessere Zeiten gesehen. DAO-12, AS VAL und GOL Magnum sind auch noch mit von der Partie. Um die Waffen aber interessanter zu machen, muss noch etwas an der Balance geschraubt werden.

Dazu gibt es natürlich wieder schicke Hundemarken und neue Aufträge. Allerdings bekommt ihr diesmal keine neuen Spielmodi, und das ist auch gut so. Battlefield 4 leidet momentan an einem Überfluss. Viele verschiedene Spielmodi, die aber keiner konstant spielt, überladen den Server-Browser. Die Zeit für deren Entwicklung hätte DICE ruhig in das Beheben von Fehlern stecken können. Mehr ist nicht immer automatisch besser und Battlefield 4 ist dafür ein sehr gutes Beispiel.

Operation Metro mit 64 Spielern. Wieso?

Das Glanzstück einer jeden Battlefield-Erweiterung sind natürlich die neuen Karten. Im Falle von Battlefield 4: Second Assault sind diese aber nicht unbedingt neu. Die vier enthaltenen Karten sind eher so etwas wie Klassiker, obwohl drei davon noch recht frisch sind. "Gulf of Oman" debütierte in Battlefield 2 und erschien dann sogar noch für Battlefield 3, um nun auch in Battlefield 4 aufzutauchen. "Caspian Border", "Operation Firestorm" und "Operation Metro" stammen alle aus Battlefield 3 und gehörten laut DICE zu den beliebtesten Karten. Doch taugen die Remakes wirklich was? Lohnt es sich, Battlefield 4 dafür zu starten oder kann man ruhig noch mal den Vorgänger anwerfen, um die Karten dort zu spielen?

Nachdem wir "Gulf of Oman" und "Caspian Border" gespielt haben, ist eines klar: Ja, es lohnt sich - zum Teil. "Operation Firestorm" bekommt gerade noch den Okay-Stempel, während "Operation Metro" wie bereits im Vorgänger ein Clusterfuck ist, der seinesgleichen sucht. Es fühlt sich sogar noch schlimmer an als im Original. Die Karte ist extrem eng und hat viele Gänge, in denen sich die Soldaten stauen, weshalb ein vernünftiges Gefecht nicht zustande kommt. Deshalb hängen beide Teams in ihren Positionen fest und bewerfen sich mit Granaten. Dies ist so schlimm, dass die meisten Server sogar Granaten, Raketen und Granatwerfer verbieten. Wer sie nutzt wird gekickt.

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel