Preview - Ankh : Ankh

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Auf in den Palast des Pharaos!

Um etwa in den Palast des Pharaos zu gelangen, wird Assil von dessen Türsteher aufgefordert, sich als VIP auszuweisen. Aus den Gesprächen mit dem bulligen Security-Typen erfahren wir, dass VIPs an ihrer Liebe zum 'Camella Locca'-Tanz zu erkennen sind. Da wir aber weder den Tanz beherrschen, noch bereit sind, ihn uns anzueignen, haken wir erneut nach. Auf das neuerliche Nachfragen zeigt sich unser Gesprächspartner bereit, den Tanz vorzuführen. Einzige Voraussetzung: Wir müssen für die passende Begleitmusik sorgen! Was der Türsteher bei seinem großzügigen Angebot allerdings übersieht: Direkt neben ihm befindet sich eine tiefe Teergrube. Wird er also erst einmal den Tanz aufführen, ist es gut möglich, dass er einen Schritt zu weit nach rechts macht, unversehens in die Grube fällt und damit unfreiwillig den Weg für uns freimacht. Theoretisch wissen wir also zu diesem Zeitpunkt bereits, wie das übergeordnete Rätsel zu knacken ist. Nun geht es an die praktische Ausführung. Das nötige Musikinstrument klauen wir von einem anliegenden Marktstand und eine Musikerin, die das Instrument beherrscht, finden wir im Gefängnis vor den Toren des Palastes. Um sie zu befreien, schleichen wir uns in das Stockwerk unter dem Kerker und setzen die Termiten aus unserem Inventar auf den morschen Holzboden des Gefängnisses an. Wenig später haben wir unsere Musikerin befreit, bringen den Türsteher zum Tanzen und haben – da er tatsächlich in die Teergrube plumpst - freien Zugang zum Palast!

Bitte Lächeln!

Auf diese Art und Weise läßt sich ein Großteil der Rätsel in 'Ankh' lösen. Komplexität und Schwierigkeit werden stets durch die Anzahl der Kombinationsmöglichkeiten erhöht. Die in anderen Adventures wenig geliebten Schiebe-, Farben-, Gehör- und Pick-up-Rätsel werdet ihr nicht finden. Einzige Ausnahme: Einige der genannten Rätselarten werden im Spiel gehörig durch den Kakao gezogen. Wird Assil etwa aufgefordert, einige Kisten nach einem festen Muster anzuordnen, kontert er mit einem frechen 'Ich dachte, in dem Spiel gibt es keine Schieberätsel?!'. Überhaupt ist der schwarze Humor das eigentliche Highlight des Spiels. Die Dialoge sind bissig, Assil nimmt alles auf die Schippe, was ihm über den Weg läuft, und die Situationskomik ist stellenweise einfach grandios.

Technisch macht 'Ankh' einen ordentlichen Eindruck. Die eigens entwickelte Grafik-Engine überzeugt mit liebevollen Animationen und hervorragenden Kamera-Schwenks, die das Spielgeschehen gekonnt in Szene setzen. Der Rest ist Formsache: Das Inventar wirkt aufgeräumt und die Steuerung, die nach Point&Click-Verfahren erfolgt, wurde bewusst einfach gehalten. Soundtechnisch ist 'Ankh' auch auf einem guten Weg. Bekannte Snychronsprecher, wie etwa Oliver Rohrbeck, der auch Hollywoodstar Ben Stiller und dem ???-Detektiv Justus Jonas seine Stimme leiht, vertonen Assil und seine Freunde gekonnt.

Fazit

von Michael Beer
'Klassische Adentures sind tot!' Stimmt nicht! Mit 'Ankh' hat Publisher Rebel Games einen sehr ambitionierten Point&Click-Vertreter in der Pipeline, der dem ganzen Genre neuen Auftrieb bescheren kann. Wenn das restliche Spiel ähnlich gut wird, wie der uns präsentierte Demo-Level, muss man sich um das Spiel jedenfalls keine Sorgen machen. Der Hauptdarsteller ist sympathisch, die Rätsel sind knackig, aber nicht unfair und der verwendete Humor ist richtig bissig!

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