Test - World Series of Poker 2008 : Das Spiel um virtuelle Moneten

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Ja, der große Pokerboom ist seit Monaten auch in Deutschland angekommen. Activision will ebenfalls an dem Boom teilhaben und veröffentlicht das offizielle Spiel zur bekanntesten Pokermeisterschaft der Welt: 'World Series of Poker 2008: Battle for the Bracelets'.

Ja, der große Pokerboom ist seit Monaten auch in Deutschland angekommen. Mittlerweile ist es sogar so weit, dass langjährige E-Sportler, professionelle Computerspieler, mit dem strategischen Kartenspiel angefangen haben, weil es dort mehr Geld zu gewinnen gibt. Dass es aber um ein Vielfaches mehr Verlierer als Gewinner gibt, wird immer wieder schnell und gerne vergessen. Besser ist es dann doch, kein richtiges Geld zu setzen, sondern um virtuelle Chips zu spielen, auch wenn viele dann sagen, dass der Reiz an dem Spiel verloren geht. Activision will ebenfalls an dem Boom teilhaben und veröffentlicht unter dem Label Activision Value das offizielle Spiel zur bekanntesten Pokermeisterschaft der Welt: 'World Series of Poker 2008: Battle for the Bracelets'.

Werde zur Pokerlegende

In dem Spiel könnt ihr euch einen eigenen Charakter erstellen und eine hoffentlich erfolgreiche Karriere starten, um am Ende eines der so begehrten Goldarmbänder zu gewinnen. Positiv zu bemerken ist, dass in das Spiel sehr viele bekannte Spieler der Serie integriert wurden und einer der besten unter ihnen, Phil Hellmuth (11 Armbänder!), im Training per Videobotschaft mehr oder weniger wertvolle Tipps gibt. Leider sind diese Videos sehr niedrig aufgelöst und von eher minderwertiger Qualität. Weiterer Negativpunkt ist die fehlende Lokalisation. Das gesamte Spiel ist auf Englisch. Nicht einmal Untertitel werden angeboten, sodass ausreichende Englischkenntnisse Voraussetzung sind.

Während der Karriere stehen diverse Turniere im Kalender, für die man sich erst einkaufen muss, um teilnehmen zu dürfen. Ist das Geld dafür ausgegangen, kann bei speziellen Events frische Kohle erspielt werden, wenn bekannte Größen nach Las Vegas einladen, um ein paar Runden Cash-Games zu zocken. Angeboten werden zahlreiche Varianten, entweder mit limitierten oder völlig offenen Einsätzen. Dabei ist die KI nicht gerade dumm und blufft relativ wenig. Also Vorsicht, falls ihr einmal versucht, mit einem schlechten Blatt den Pot zu stehlen, und mindestens ein Spieler immer mitgeht.

Online kein Spaß

Einen Mehrspielermodus gibt es natürlich auch, doch ist dort sehr wenig los. Zudem gibt es kein vernünftiges Zeitlimit, innerhalb dessen die Spieler agieren müssen. Dadurch ziehen sich die Onlinepartien nur unnötig in die Länge. Es geht ohnehin um nichts. Wer online spielen möchte, sollte lieber eine der vielen freien Möglichkeiten wählen. Zum einen ist dort mehr los und zum anderen ist die Software mittlerweile sehr ausgereift und kommt sehr gut ohne das ganze Drumherum wie 3D-Grafik aus. Poker ist eben kein Spiel, bei dem optische Reize den Ausschlag geben, sondern wie komfortabel und übersichtlich die Darstellung ist. In diesen Punkten kann 'World Series of Poker 2008' leider gar nicht überzeugen.

Fazit

von Dennis Hartmann
30 Euro soll die PC-Version von 'World Series of Poker 2008' kosten. Geld, das ihr lieber sparen oder anders anlegen solltet. Die Pokertipps von den Profis sind zwar nett, mehr aber auch nicht. Wie ein Profi zu spielen lernt man damit nicht. Deswegen gebe ich wie immer denselben Rat: Wer einen Internetzugang hat, kann auf mehr als ausreichend Alternativen zurückgreifen.

Überblick

Pro

  • viele bekannte Gesichter und Namen
  • Profitipps von Phil Hellmuth
  • umfangreiche Karriere inklusive Charaktereditor

Contra

  • keine deutsche Lokalisation
  • kein Zeitlimit in Onlinespielen
  • unübersichtliche Präsentation
  • langwieriger Spielablauf

Wertung

  • PC
    65
    %

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