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Test - Virtua Tennis 2 : Virtua Tennis 2

  • PS2
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Virtua Tennis 2
Tennis oder Bowling? Das ist nur eines von acht Minispielen.
Wenn ihr dann mit dieser ersten Aufgabe fertig seid, findet ihr euch schon auf der Weltkarte wieder, die der Ausgangspunkt eurer Karriere darstellt. Hier stehen euch zahlreiche verschiedene Einrichtungen und Orte zur Auswahl, die ihr besuchen könnt. Ein wichtiger Aspekt sind dabei die insgesamt acht verschiedenen Minispiele, die ihr jederzeit aufrufen könnt. Hier gilt es dann spaßige Aufgaben zu lösen, wie beispielsweise das exakte Treffen einer Zielscheibe per Volley, um innerhalb eines recht knappen Zeitlimits möglichst viele Punkte zu ergattern, oder auch das Abwehren von außerirdischen Angreifern – so will es euch zumindest der Name dieses Spiels weismachen. Tatsächlich gilt es bei 'Alien Force' ähnlich wie beim guten alten 'Space Invaders' auf eine Gruppe von näher kommenden Angreifern zu schießen. Nur dass eure Ziele hier natürlich keine Außerirdischen sondern Ballmaschinen sind, die euch mit Tennisbällen aufs Korn nehmen und die ihr natürlich möglichst kräftig zurückschlagen sollt.

Diese allesamt sehr gelungenen Minispiele haben allerdings auch einen Zweck, und zwar einen sehr wichtigen. Ein Grund für die sehr gelungene Spieltiefe des 'World Tour'-Modus ist nämlich die Tatsache, dass eure beiden Spieler mit zahlreichen Charakterwerten ausgestattet sind, um die es am Anfang des Spiels natürlich eher mau steht. Durch das erfolgreiche Bestreiten dieser Minispiele sorgt ihr nun dafür, dass sich allerlei Fähigkeiten wie das Zielen, die Schussstärke oder auch die Beinarbeit eurer Schützlinge stetig verbessern, was sich übrigens auch deutlich bemerkbar macht. Das ist nicht nur bitter nötig, weil euch die künstliche Intelligenz der Gegner alles abverlangen wird, wenn ihr an eine der immer wieder stattfindenden Veranstaltungen reist, um euren Weltrang zu verbessern, sondern auch, um überhaupt für bestimmte Veranstaltungen zugelassen zu werden. Dank des hohen Umfangs und einer praktisch nie schwindenden Motivation, eure erstellten Tennisspieler wirklich zu den besten überhaupt zu machen, sorgt der 'World Tour'-Modus sehr lange Zeit für Spielspass.

Virtua Tennis 2
Ausgefallen: Dieses Stadion ist auf dem Dach eines Hochhauses.

Das perfekte virtuelle Tennis?
Doch was nützen die besten Spielmodi, wenn das wirklich wichtige, nämlich das Geschehen auf dem Platz, nicht stimmt? Richtig, sehr wenig. Glücklicherweise ist das ganz und gar kein Problem für 'Virtua Tennis 2', schließlich ist das intuitive und perfekt spielbare Gameplay ja genau das, was die Serie überhaupt groß gemacht hat. Und auch auf der PS2 gibt es hier nichts zu beklagen. Die Steuerung geht schon nach kurzer Zeit perfekt von der Hand und beeindruckt bei jedem Spiel aufs neue, da sich die Spieler unheimlich direkt steuern lassen und man nie das Gefühl hat, eine Aktion sei zu spät oder nicht richtig ausgeführt worden.

Allerdings muss auch gesagt werden, dass 'Virtua Tennis 2' mehr als genug Möglichkeit bietet, die eigenen Fähigkeiten zu verbessern. Denn auch wenn der richtige Einsatz der üblichen drei Schussvarianten recht schnell gelernt ist und auch das Zielen einfach von der Hand geht: um zu einem wahrlich guten, virtuellen Tennisspieler zu werden, bedarf es schon einiges an Übung.

Virtua Tennis 2
Wahlweise könnt ihr die Kamera direkt hinter euren Spieler bringen.

Flüssige Animationen und flimmernde Linien
Grafisch ist 'Virtua Tennis 2' ein zweischneidiges Schwert. Einerseits fallen sehr schnell die extrem geschmeidigen und realistischen Animationen der Spieler auf, die sich auch sehr vielfältig zeigen, aber andererseits trüben auch einige Mängel den optischen Eindruck. Da gäbe es beispielsweise das recht starke Flimmern gepaart mit recht deutlichen Treppcheneffekten, die das Bild teils recht kantig und auch unruhig wirken lassen.
Beim Sound gibt es zwar keine gravierenden Mängel, aber auch keine Besonderheiten. Die Soundeffekte wissen durchaus zu gefallen und sind auch recht realistisch, während die Techno-Musik im Hintergrund es zumindest schafft, nicht unangenehm aufzufallen.

 

Fazit

von Sascha Szopko
PS2-Besitzer können aufatmen: Zumindest für sie ist der Kampf der eher wenig überzeugenden Tennisspiele ohne echte Alternative nämlich nun vorbei, denn Segas 'Virtua Tennis 2' erfüllt die Erwartungen und ist eine gelungene Umsetzung des Tennis-Hits von Segas Dreamcast. Das Gameplay präsentiert sich zunächst recht simpel, so dass auch Neulinge recht schnell den Einstieg finden, bietet aber neben einer schlicht perfekten Spielbarkeit auch einiges an Spieltiefe, da sich Übung hier durchaus bezahlt macht und im Kampf gegen die teils sehr heftigen Computergegner auch von Nöten ist. Dank dem unfangreichen und motivierenden 'World Tour'-Modus kommen übrigens sogar Einzelspieler auf ihre Kosten und haben lange Zeit zu tun. Wären da nicht einige Schwächen bei der Technik sowie die altbekannte und noch immer nicht zu verzeihende Tatsache, dass stets nur ein einziger Satz von bis zu sechs Spielen gespielt werden kann, gäbe es an 'Virtua Tennis 2' eigentlich gar nichts auszusetzen.  

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