Länderauswahl:
Du wurdest von unserer Mobile-Seite hierher weitergeleitet.

Test - Venetica : Wenn die Gondeln Trauer tragen

  • PC
Von  |  |  | Kommentieren

Da hat die liebe Scarlett aber einen richtig bescheidenen Tag erwischt. Eigentlich will sie nur ein wenig mit ihrem Lover Benedict flirten und prompt wird ihr Heimatdorf von Assassinen attackiert und ihr Geliebter ins Jenseits befördert. Und als wäre das nicht genug, bekommt sie vom derzeit aktiven Tod persönlich den Auftrag, den Untoten Fürsten in Venedig zu eliminieren. Na prima, genau das, was eine junge Dame im besten Alter gebrauchen kann.

Der Spielauftakt scheucht euch zunächst durch ein kleines Dorf nebst Umgebung, wo ihr eure ersten Gehversuche als Heldin unternehmt und die Grundlagen des Spiels erlernt. Scarlett entpuppt sich als recht hübsches Heldenküken mit erstaunlichen Kampffähigkeiten, die sie nach und nach erlernt. Doch nicht nur das, die Kleine ist zudem Pendlerin zwischen den Welten, denn dank des amtierenden Todes verfügt sie über spezielle Fähigkeiten, die nach und nach zum Einsatz kommen.

So kann sie an bestimmten Stellen in die Unterwelt wechseln, mit Toten kommunizieren und die Magie des Todes nutzen. Punkt zwei der Liste entpuppt sich als praktisch, denn dadurch ist der Kontakt mit ihrem verblichenen Liebhaber wieder möglich, der ihr immer mal wieder mit Rat und Tat zur Seite steht. Das Erlernen der Fähigkeiten geht klassisch vonstatten: Erfahrungspunkte, Level-up und der Marsch zu verschiedenen Ausbildern. Dort könnt ihr, wie im Genre üblich, bestimmte Fähigkeiten im Rahmen eines Skill-Trees ausbilden und verbessern. Selbst Schlösser knacken ist möglich, was in ein auf Dauer nervendes Minispiel ausartet, in welchem ihr euch lediglich Farbkombinationen merken müsst. Spannend.

Jobsuche in Venedig

Es dauert ein wenig, bis die Geschichte von Venetica endlich Fahrt aufnimmt. Aber spätestens nach der Ankunft in Venedig gibt es reichlich zu tun, denn dort öffnet sich die bis dahin eher lineare Spielwelt. Eine ganze Stadt gilt es zu erkunden, und das sozusagen in mehreren Etagen. Quasi an jeder Ecke warten NPCs und Nebenaufträge auf euch: von der simplen Hol- und Bring-Quest bis hin zum beinharten Bosskampf. Erfreulich ist, dass Deck 13 die Kenntnisse aus dem Adventure-Bereich genutzt und das Spiel mit einigen Rätseleinlagen ausgestattet hat. Leider wirken viele Aufgaben und Abschnitte recht lieblos und uninspiriert, was der Motivation des Spielers auf Dauer nicht gut tut.

Venetica - Launch Trailer
Mit Venetica erscheint in Kürze ein Rollenspiel aus Deutschland. Dieser Launch Trailer zeigt noch mal in tollen Gameplay-Szenen den Kern des Spiels.

Dialoge werden reichlich geboten und nicht selten habt ihr dabei viele Entscheidungsmöglichkeiten, denen es aber hier und da etwas an Tiefe mangelt. Handel ist ebenfalls vorhanden. Ihr könnt Beute verscherbeln und nützliche Gegenstände, wie Heilsalben oder Waffen, erwerben. Rüstungen können nicht sofort getragen werden, sondern müssen vom Handwerker erst mal angepasst werden - gegen ein nicht gerade geringes Entgelt. Ein Beutesystem wurde natürlich auch integriert, so ziemlich jeder Gegner hat Kohle oder Altmetall im Gepäck. Und ihr könnt Pflanzen sammeln, um daraus mit entsprechender Ausbildung per Mausklick Tränke zu brauen.

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel