Test - Unreal Tournament 3 : Das lange Warten hat ein Ende

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Endlich, das Warten hat ein Ende. Nach jahrelanger Entwicklung und Umtaufungen ist der Multiplayer-Shooter 'Unreal Tournament 3' da. Mit ihm aber auch eine enorm hohe Erwartungshaltung der eingeschworenen Fangemeinde sowie natürlich der Fachpresse – also uns. Wir haben uns für euch in die Schlacht geworfen und sagen euch, ob das Action-Genre einen neuen König hat.

Okay, jetzt mal Butter bei die Fische: An was haben Epic Games da die letzten Jahre gearbeitet? Dass die Grafik aller Voraussicht nach ein echter Augenschmaus sein würde, konnte man anhand der – teilweise gestellten sowie geschönten – Screenshots ja bereits erahnen. Doch was hat sich spielerisch gegenüber dem Vorgänger getan? Die knappe Antwort: nichts. Wenn jetzt einige von euch die flache Hand an ihre Stirn klatschen, dann können wir euch das zwar nicht verübeln. Andererseits haben die Jungs rund um Mark Rein nie etwas anderes versprochen, nicht wahr? Und sowieso: Nur weil es keine Änderungen gibt, bedeutet das noch lange nicht, dass 'Unreal Tournament 3' ein mäßiges Spiel wäre – ganz im Gegenteil. Ihr seid verwirrt? Prima, dann leisten wir jetzt mal Aufklärungsarbeit.

Von echten Helden …

Die wohl große Neuerung – wenn man sie denn so nennen mag – stellt die Solokampagne dar. Klar, einen Singleplayer-Modus gab es bereits bei den Vorgängern. Diesmal hat sich Epic Games jedoch die Mühe gemacht, eine Story um die Arenakämpfe zu stricken. Ihr schlüpft in die Rolle eines Elitesoldaten, der gemeinsam mit seinen Kameraden – unter anderem ist auch dessen Schwester dabei – einen Angriff der blutrünstigen Necris abwehrt. Dabei wird er schwer verletzt und wird nur mithilfe einer Notfalloperation wieder ins Leben zurückgeholt. Jetzt treiben ihn Rachegefühle an, denn immerhin will er die mysteriöse Necris-Frau, die er kurz vor seinem Blackout auf dem Schlachtfeld erspäht hat, zur Rechenschaft ziehen. Es ist Krieg. Und der wirkt unglaublich künstlich.

Einerseits darf man ja nicht meckern, denn der Versuch, die Bot-Matches mit einer Story zu verpacken, ist für sich gesehen lobenswert. Allerdings ist selbige ebenso seicht wie gehaltlos, sodass etwas wie Atmosphäre nicht recht aufkommen mag. Zudem macht ihr bereits hier Bekanntschaft mit der grausigen deutschen Sprachausgabe, die sowohl an euren Nerven als auch am Flair der 'Unreal Tournament'-Serie zerrt. Wer hat diese Sprecher engagiert und was für eine Auffassung haben die von ihrem Beruf? Mies betonte Sätze, die weder Emotion noch Zeichensetzung kennen, gehen Hand in Hand mit fürchterlichen Übersetzungsschnitzern, bei denen sich selbst Necris-Fußnägel nach oben rollen dürften. Bäh!

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