Test - Trüberbrook : Ein Nerd rettet die Welt

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Greift zu, wenn...

… ihr ein stimmungsvolles, wenn auch ein wenig zu leicht geratenes Point-and-Click-Adventure mit Mystery-Touch erleben wollt.

Spart es euch, wenn...

… ihr euch als Genreprofis versteht und eine Herausforderung sucht.

Fazit

Denis  Brown - Portraitvon Denis Brown
Beinahe ein Volltreffer

Trüberbrook begeistert mich mit einer ungewöhnlichen Mixtur aus Mystery-Story und Heimatfilmambiente, gewürzt mit einem Schuss Humor, der nie zu vordergründig oder zu plump wirkt. Am Grafikstil vermag ich mich kaum sattzusehen und auch akustisch gibt es gewisse Szenen, in denen das Spiel ins Schwarze trifft. Schlanke Benutzeroberfläche und größtenteils logische Rätsel garantieren für einige Stunden genussvolle Kurzweil, auch wenn die Rätsel im Allgemeinen zu einfach ausfallen.

Genau das ist leider die Schattenseite des sonst so angenehm schlanken Steuerungssystems. Es nimmt dem Spieler einen Hauch zu viel Arbeit beim Lösen der Rätsel ab. Diesen Lapsus kompensieren die Entwickler durch weniger logische Zusammenhänge im letzten Drittel und ein wenig Trial and Error bei den Gesprächen. Dadurch schrammt Trüberbrook knapp an einer allumfassenden Lobeshymne vorbei, die ich dem Spiel nur zu gerne gesungen hätte.

Solltet ihr nicht unbedingt eine große Herausforderung in Sachen Rätsel suchen, sondern vornehmlich eine toll verpackte Geschichte erleben wollen, so kann ich euch das Spiel wärmstens ans Herz legen. Auch empfehle ich dringend, die Sprachausgabe auf Englisch (mit deutschen Untertiteln) zu stellen, weil sonst ein großer Teil des Humors flöten geht.

Überblick

Pro

  • schicke Grafik
  • witziges Voice-Acting
  • stimmungsvolles Mystery-Ambiente
  • größtenteils logische Puzzles
  • erfreulich schlankes Interface

Contra

  • etwas zu leicht
  • Schlussphase nicht immer logisch lösbar
  • Humorfaktor von der gewählten Sprache abhängig

Awards

  • Design
    • PC

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