Preview - Treasure Island : Piratenabenteuer in schicker 3D-Optik

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Robert Louis Stevenson – sagt euch der Name dieses schottischen Autors etwas? Wer nicht bereits sofort nach der Entwöhnung von Nuckelflasche oder Mutterbrust an der Konsole oder am PC gehangen hat, bei dem dürfte es klingeln. Na klar, 'Die Schatzinsel', das Buch, auf dem quasi alles basiert, was in den vergangenen Jahren auf Segelschiffen über die Leinwand gerauscht ist – bis hin zu Captain Jack Sparrow. Das Buch selbst wurde bereits etliche Male verfilmt, allerdings mit wechselhaften Ergebnissen, und zuletzt auch als TV-Ereignis bei Pro Sieben verwurstet. Als Computerspiel konnte es eigenartigerweise bisher noch nicht landen, sieht man mal von einem Spiel von den Kheops Studios ab, welches aber mit dem eigentlichen Roman nichts zu tun hatte. Das Berliner Studio Radon Labs will das im März ändern und uns die raubeinige Schatzsuche auf den Rechner zaubern.

'Treasure Island' heißt das Spiel und der Name ist Programm, denn Radon Labs will sich in der Tat möglichst eng an die Story des Romans halten. So erlebt ihr die Abenteuer des jungen Jim Hawkins analog zur Geschichte im Buch, wobei euch sechs Kapitel erwarten. In Bristol sucht ihr euch eine Crew, hüpft an Bord der Hispanola, lernt Long John Silver, Trelawney und Israel Hands kennen und erlebt den Showdown auf der geheimnisvollen Schatzinsel.

Richtig akribisch haben sich die Entwickler aber nicht an die Originalstory gehalten, sondern das Ganze hier und da etwas modernisiert und ein paar neue Charaktere eingefügt, um die Geschichte zeitgemäßer zu gestalten. So bekommt Jim Hawkins unter anderem Gesellschaft von der hübschen Tochter von Squire Trelawney und lernt den Zockerkönig De Rocca kennen, die beide sehr ordentlich in die Geschichte eingewoben wurden und der ganzen Geschichte etwas Pfiff verpassen sowie die Gameplay-Möglichkeiten erweitern.

Klassisches Gameplay – moderne Grafik 

Bei 'Treasure Island' handelt es sich vom Gameplay her um ein klassisches Point&Click-Adventure, jedoch gibt es einen Unterschied zum Großteil der Konkurrenz. Und der liegt in der Engine des Spiels. Während ihr in den meisten Adventures 3D-Charaktere vor 2D-Hintergründen durch die Gegend scheucht, bietet 'Treasure Island' eine waschechte 3D-Engine. Selbige ist quasi ein Ableger der in 'Drakensang' verwendeten Technik. Das bietet, kurz gesagt, einen Vorteil: 'Treasure Island' ist quasi ein Adventure mit Rollenspieloptik.

Sowohl Charaktere als auch Hintergründe werden komplett in 3D dargestellt. Die Umgebungen sind daher nicht nur ungemein detailliert, sondern auch aufwändig animiert. Immer wieder entdeckt man bewegliche Objekte, oft sind sogar ganze Szenerien beweglich, wie zum Beispiel die Decks der Hispaniola, die auf den Wellen leicht schwankt. Beeindruckend ist auch die Fahrt durch einen Sturm, während der Gischt und Wellen über das Deck rauschen und im Hintergrund die Blitze mit Echtzeitbeleuchtung über den Himmel zucken. Zudem bietet 'Treasure Island' eine dynamische Kameraperspektive, sodass die Umgebungen nie statisch wirken.

Überzeugende Atmosphäre in Wort und Bild

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Umgebungen viel lebendiger wirken, da immer wieder NPCs ihrem Tagewerk nachgehen, etwa Arbeiter, die im Hafen Waren transportieren. Zudem wird je nach gewähltem Detailgrad fleißig mit schicken Echtzeiteffekten bei Licht und Schatten gearbeitet. In niedrigeren Detailstufen werden allerdings auch hier Lightmaps verwendet, um die Performance auf schwächeren Rechnern im Rahmen zu halten. Die Animationen der Charaktere basieren zu einem erheblichen Teil auf Motion-Capturing, wodurch das Spiel insgesamt sehr lebensnah wirkt.

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