Test - Tom Clancy's The Division 2 : Erstes Zwischenfazit zum Launch

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Nebenher haben eure Aktionen sichtbare Auswirkungen, was die Spielwelt glaubwürdiger macht. Erobert ihr Kontrollpunkte und helft beim Ausbau der Siedlungen, sind mehr und mehr wohlgesinnte Patrouillen auf der Suche nach Vorräten und Ressourcen unterwegs, die euch gern mal im Kampf unterstützen. Zudem könnt ihr jederzeit eingreifen, wenn solch eine Patrouille auf Gegner trifft. Das nutzt euch zwar wenig, macht aber Laune und reduziert euer Risiko, falls ihr missionsbedingt mal wieder in ein bereits besuchtes Gebiet zurückkehren wollt.

Überdies helft ihr mit euren Missionen und Nebenaktivitäten beim Ausbau des Hauptquartiers im Weißen Haus und der Siedlungen. In den Siedlungen könnt ihr Beute und Ressourcen spenden, um Projekte voranzutreiben, die euch wiederum zumeist neue Baupläne einbringen. Sind bestimmte Haupt- oder Nebenmissionen erledigt, werden HQ und Siedlungen sichtbar erweitert, es kommen neue Räume hinzu und durch rekrutiertes Personal werden zusätzliche Features freigeschaltet. Das Gefühl, so in der Spielwelt für Veränderungen zu sorgen, ist eine hübsche Belohnung für all die Mühe in den Missionen.

Wie schon im ersten Teil könnt ihr die Kampagne von The Division 2 solo spielen, ausgelegt ist sie aber auf das kooperative Spiel in Gruppen von bis zu vier Spielern. Am Grundkonzept eines lootbasierten Third-Person-Deckungsshooters mit Rollenspielelementen hat sich ebenfalls nichts geändert. Dank sinnvoller Skalierung seid ihr nicht davon abhängig, Spieler eurer Stufe zu finden. Die Level der Mitspieler werden auf das Level des Spielers mit der höchsten Stufe angehoben, die Beute entspricht aber eurem normalen Level. Eine bessere Lösung als im ersten Teil, auch wenn niedrigstufige Spieler aufgrund der weniger hochwertigen Ausrüstung trotz Hochskalierung etwas mehr auf die Fresse bekommen.

Die Abläufe der Missionen sind zwar etwas schablonenhaft, funktionieren aber gut und es mangelt nicht an epischen Momenten. Meist bestehen die Einsätze aus linear angeordneten Aufgaben, die euch von Checkpoint zu Checkpoint führen, um schließlich in einem Bosskampf zu enden. Schade nur, dass diese dicken Dumpfbacken nicht im Gedächtnis bleiben, sondern im Grunde nur gepimpte Versionen normaler Gegner sind. Diablo-Bosse kennt jeder Spieler auswendig, an Division-Bosse wird sich im Nachhinein wohl niemand erinnern, auch wenn die Fights teilweise episch inszeniert sind.

Die Wege zum Ende jeder Mission sind aber spannend gestaltet, zum einen aufgrund der vielfältigen Umgebungen, zum anderen wegen des cleveren Leveldesigns. Selbiges ist stark auf kooperatives Spiel ausgelegt, dementsprechend habt ihr als Solist an einigen Stellen mitunter kräftig zu knabbern. Unterschiedliche Ebenen, Wege und ein ordentliches Maß an Weitläufigkeit sorgen dafür, dass ihr euch taktisch gut austoben könnt.

Das wird allerdings auch von den Gegnern genutzt, deren KI bis auf wenige Aussetzer einen bissigen Eindruck macht. Während die tumben Hyenas noch etwas direkter unterwegs sind, nutzen die militärisch gedrillten True Sons biestige Manöver. Die Gegner versuchen, euch zu flankieren, einzukreisen, mit Sperrfeuer in euer Deckung zu halten oder im Gegenteil mit Granaten aus selbiger herauszuscheuchen.

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Es gibt zuweilen Aussetzer, wenn Gegner einfach an euch vorbeirennen, um in eure Flanke oder hinter euch zu kommen, euch dabei aber völlig ignorieren. Aber das sind nur kleine Schnitzer. Die Mischung aus Scharfschützen, Assault-Teams, Nahkämpfern und Maschinengewehrschützen bringt euch zuweilen ordentlich ins Schwitzen.

Wie schon im ersten Teil gibt es mehrere Gegnerkategorien. Feinde mit rotem Gesundheitsbalken sind eher das Kanonenfutter, solche mit violettem Balken verfügen über leichte Panzerung. Die größte Gefahr sind die stark gepanzerten, schussgewaltigen Gegner mit gelbem Balken und natürlich die Bosse. Im Verlauf der Kampagne trefft ihr vergleichsweise selten auf „Bullet Sponges“, also Gegner, die immens viele Treffer einstecken können. Wenn, dann helfen Schwachpunkttreffer und die richtige Wahl der Waffen kräftig dabei, sie niederzustrecken.

Bei den Kämpfen macht sich bemerkbar, dass Ubisoft gegenüber dem ersten Teil einiges an Feinschliff betrieben hat. Zwar spielen Rüstung und Gesundheit weiterhin eine große Rolle, aber sowohl Gegner als auch Agent stecken weniger ein. Das zwingt euch dazu, deutlich öfter Deckung zu nutzen als noch im Vorgänger. Trefft ihr ohne Deckung auf drei oder vier normale Gegner, könnt ihr euch zumeist schon mal einen Grabstein aussuchen. Man muss abwarten, wie das im Endgame aussieht, während der Kampagne gefiel uns die Anpassung jedoch sehr gut.

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