Preview - Tom Clancy's The Division 2 : Paranoia in der Dark Zone

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Der erste Teil war gut, strauchelte anfänglich und unterschätzte den Eifer der Community, die sich wie Heuschrecken durch das Spiel futterten. Doch anstatt panisch das zu sinken drohende Schiff zu verlassen, blieb Massive Entertainment an Bord und verhalf dem Deckungsshooter mit Rollenspielelementen zu neuen Höhen. Der zweite Teil steht für 2019 in den Startlöchern. Wir hatten vor Kurzem die Möglichkeit, beim Entwickler in Malmö einen ersten Blick auf die Dark Zone zu werfen. Wobei, in The Division 2 sind es dieses Mal derer drei.

Die Dark Zone war schon im ersten Teil von Tom Clancy's The Division eine Wundertüte gefüllt mit Loot, spontan geschmiedeten Allianzen und bitterbösen Brüchen zwischen Squad-Kollegen. Wem das zu heikel war, der konnte auch einen Bogen um das PvEvP-Gebiet machen. Allerdings fiel der Bogen ziemlich groß aus. Die Dark Zone in The Division teilte Lower Manhattan quasi in zwei Bereiche.

Für den Nachfolger schlagen die Entwickler einen anderen Weg ein: Anstatt erneut einer einzigen großen Dark Zone findet ihr in Washington D.C. drei dieser Regionen. Die fallen zwar deutlich kleiner aus, halbieren aber auch die Anzahl der Spieler, die gleichzeitig zusammengeworfen werden. Dadurch sollen Agenten häufiger aufeinandertreffen.

Erst im Rahmen der Kampagne werden die drei verschiedenen Dark Zones mit der Zeit freigeschaltet. Auch in der Geschichte spielen diese besonderen Gebiete eine wichtige Rolle. Ihr erfahrt mehr über ein seltsames gelbes Pulver namens DC62, das von der Regierung ohne eine ausführliche Testphase in Umlauf gesetzt wurde, was bitterböse Folgen nach sich zog.

Freund oder Feind?

Schon im ersten Teil entpuppte sich die Dark Zone als reizvolle Spielspaßwundertüte. Die Begegnungen mit anderen Agents und die Ungewissheit darüber, ob sie sich freundlich und hilfsbereit oder aggressiv und feindlich verhalten, ist auch in The Division 2 wieder allgegenwärtig. Dadurch entstehen spannungsgeladene Aufeinandertreffen. Massive Entertainment erweitert das Dark-Zone-Erlebnis für den Nachfolger jedoch behutsam.

KI-Einheiten patrouillieren im Gebiet und halten an Sehenswürdigkeiten Wache. Dort findet ihr auch Loot. Hin und wieder werden Truhen abgeworfen, um die und den darin enthaltenen Loot heftige Kämpfe entbrennen. Außerdem nett: Um nervige Rabauken daran zu hindern, vor den Eingängen der Dark Zone zu campen, befinden sich dort automatische Geschütze, die aktiv werden, wenn Rogue-Agenten sich ihnen nähern. Ob den Spielverderbern dadurch der Zahn gezogen wird, bleibt abzuwarten.

Die diebische Tour

Wollt ihr andere Spieler angreifen, müsst ihr vorher eine Taste drücken, um den Rogue-Status zu aktivieren. Dadurch seid ihr für alle anderen als abtrünnig markiert. Tötet ihr insgesamt sechs andere Agenten, bekommt ihr den Manhunt-Status verpasst. Dadurch seid ihr permanent auf der Karte markiert und bildet ein lukratives Ziel für alle anderen Dark-Zone-Reisenden. Euren Wanted-Status könnt ihr sodann an bestimmten Terminals wieder auflösen oder ihn auf Wunsch auch verlängern. Letztere Option ist natürlich riskant, aber auch umso lukrativer: Je mehr Terminals ihr nämlich während der Jagd auf euch besucht, desto größer fällt am Ende die Belohnung aus.

Ihr könnt aber noch einen dritten Status erreichen. Findet ihr spezielle Kisten und Truhen in der Dark Zone, dann lassen diese sich mit DZ-Schlüsseln öffnen oder ihr knackt das Schloss. Dadurch werdet ihr zum Dieb. Ähnlich wie bei Manhunt eilt ihr nun innerhalb der Dark Zone zu verschiedenen Terminals, um einen bestimmten Wert auf einhundert Prozent zu katapultieren. Der Clou: Ihr dürft euch gegen Feinde zwar grundsätzlich wehren, aber sie nicht töten, sonst ändert sich euer Status zum abtrünnigen Rogue.

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Im Endgame spielt die Dark Zone ebenfalls eine wichtige Rolle. Mit der Occupied Dark Zone dürfen hochgezüchtete Agenten in eine Hardcore-Variante des PvEvP-Gebiets. Im Gegensatz zu den ″normalen″ Dark Zones ist hier Friendly Fire dauerhaft aktiviert und eure Ausrüstung wird nicht angepasst, damit jeder Spieler die gleiche Chance hat. Stattdessen könnt ihr die Boni und Vorteile eurer Rüstung komplett ausleben und ausnutzen. Dafür sollt ihr bei euren Besuchen aber auch fürstlich belohnt werden.

Komfortfunktionen und echtes PvP

Um die Loot-Erfahrung etwas angenehmer zu gestalten, erlaubt euch Massive im zweiten Teil, unerwünschte Gegenstände direkt zu zerlegen, bevor ihr sie überhaupt aufgesammelt habt. Ihr müsst also nicht mehr den Weg über das Spielermenü gehen. Das spart auf Dauer eine Menge Zeit und hält euer Inventar aufgeräumt.

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Mit Conflict sollen jene Spieler auf ihre Kosten kommen, die eine vollumfängliche PvP-Erfahrung genießen wollen. Hier tretet ihr zum Start von The Division 2 auf drei Karten im klassischen Team-Deathmatch oder Domination gegen andere Spieler an. Die Schauplätze wurden extra für Conflict gestaltet und sollen in dieser Form nicht in der restlichen Spielwelt zu finden sein.

Wie auch bei der Dark Zone besitzt Conflict ein eigenes Progression-System, das ihr leveln könnt und euch entsprechend belohnt, wenn ihr ausreichend Zeit investiert. Ihr tretet mit euren eigenen Charakteren und eurer eigenen Ausrüstung an, aber wie in der Dark Zone werden die Werte der Ausrüstung sowie der Waffen aller Spieler angepasst, sodass niemand sich einen unfairen Vorteil verschaffen kann. Den ersten Partien nach zu urteilen, ist Conflict ein netter Zusatz, ohne aus der Masse hervorzustechen. Dafür fehlen gegenwärtig abwechslungsreiche Modi. Das werden die Entwickler nach der Veröffentlichung mit der Zeit sicher ändern.

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