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Preview - Tom Clancy's Ghost Recon: Wildlands : Freigeister

  • PC
  • PS4
  • One
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Die altehrwürdige Ghost-Recon-Reihe tummelt sich bereits seit 2001 in den wilden Videospiellanden. Zuletzt versuchte man sich mit Future Soldier an einer Mischung aus typisch taktischer Team-Action und visionärer Kriegstechnologie. Wildlands könnte, was das Szenario angeht, kaum weiter davon entfernt sein. Ubisoft setzt bei seinem wie aus dem Nichts aufgetauchten E3-Coup auf einen komplett neuen Ansatz mitsamt Open-World-Szenario, das sich ja bereits bei anderen Titeln aus dem Hause etabliert hat. Der Schauplatz ist aber ein fast gänzlich unverbrauchter: Bolivien.

Publisher Ubisoft verspricht nicht weniger als die größte Spielwelt, die es je in einem seiner Spiele gegeben hat. Um das zu veranschaulichen, startet zu Beginn unserer knapp 20-minütigen Präsentation jedes der vier spielbaren Mitglieder des Ghost-Teams in einer anderen Ecke des Terrains. Üppige Wälder, tiefe Canyons, schneebedeckte Berggipfel und knochentrockene Salzseen – Ubisofts Version von Bolivien ist landschaftlich äußerst abwechslungsreich. Doch egal, wo die Reise auch losgeht: Ein gemeinsames Ziel vereint die Elitesoldaten.

Geisterstunde

Um an die Chefin des allmächtigen Drogenkartells heranzukommen, müssen die Ghosts den Spitzel Alvarez aufspüren und exfiltrieren. Wer im Umgang mit Menschen eher der grobschlächtige Typ ist, kann sich dem Zielort ohne größere Umschweife auf die rabiate Weise nähern, alternativ lassen sich aber auch Mittelsmänner mehr oder weniger (okay, eher weniger) sanft zur Freigabe von Informationen „überreden“. Die vier Vorzocker entscheiden sich natürlich für die zweite Variante und erfahren so von einem für die Mission überaus praktischen Hubschrauber, der aber freilich streng bewacht wird.

Während zwei Mitglieder der Spezialeinheit durch die Straßen eines belebten Dorfes zum Fluggerät vorstoßen, entscheiden sich die verbleibenden Ghosts für alternative Routen. Laut Ubisoft soll es im Spiel Hunderte von kleineren und größeren Örtlichkeiten geben. Eine durchaus stattliche Menge an NPCs säumt die Straßen des Städtchens, von denen die meisten zwar friedlich sind, Unauffälligkeit ist aber trotzdem das oberste Gebot. Gelingt es den Ghosts noch, die ersten Kartellschergen leise aus dem Weg zu räumen, müssen sie kurz vor dem begehrten Helikopter doch die Waffen sprechen lassen.

  • Tom Clancy's Ghost Recon: Wildlands - Screenshots - Bild 1
  • Tom Clancy's Ghost Recon: Wildlands - Screenshots - Bild 2
  • Tom Clancy's Ghost Recon: Wildlands - Screenshots - Bild 3
  • Tom Clancy's Ghost Recon: Wildlands - Screenshots - Bild 4
  • Tom Clancy's Ghost Recon: Wildlands - Screenshots - Bild 5
  • Tom Clancy's Ghost Recon: Wildlands - Screenshots - Bild 6
  • Tom Clancy's Ghost Recon: Wildlands - Screenshots - Bild 7
  • Tom Clancy's Ghost Recon: Wildlands - Screenshots - Bild 8
  • Tom Clancy's Ghost Recon: Wildlands - Screenshots - Bild 9
  • Tom Clancy's Ghost Recon: Wildlands - Screenshots - Bild 10

Schön tödlich

Die während der Präsentation zu sehenden Feuergefechte wirkten deutlich weniger taktisch, als sich das Veteranen der Recon-Reihe möglicherweise erhofften. Allerdings wurde dieses Element schon in den Advanced-Warfighter-Teilen abgeschwächt. Doch wer sich nicht gut abspricht und nicht als Einheit agiert, wird wohl auch bei Wildlands auf Dauer kein Land sehen. Nachdem der Heli mithilfe von Granaten und Gewehren in Besitz genommen wurde, bleibt auf dem anschließenden Flug zum nächsten Missionspunkt ein wenig Zeit, um die Grafik genauer in Augenschein zu nehmen.

Wie sich nicht zuletzt wieder bei The Division gezeigt hat, sollte man bei Ubisoft-Spielen diesbezüglich immer besonders skeptisch sein. Wir sind aber der Ansicht, dass das Gezeigte so durchaus im finalen Produkt auftauchen kann. Macht die Welt an sich einen optisch sehr guten Eindruck, ließ sich in der präsentierten Version dennoch manch schwache Textur erkennen. Auch kleinere Ruckler und einige noch etwas unrund wirkende Animationen zeugen vom noch nicht gänzlich ausgereiften Status des Spiels.

Tom Clancy's Ghost Recon: Wildlands - E3 2015 Reveal Trailer
Ubisoft hat zu seiner Neuankündigung Ghost Recon: Wildlands einen über fünf Minuten langen ersten Trailer veröffentlicht.

Auf allen Wegen

In der Nähe eines weiteren Dorfes lassen sich die Auswirkungen eines Massakers erkennen, das das Kartell hier an der Zivilbevölkerung begangen hat. Laut den Entwicklern sind das direkte Auswirkungen des Handelns des Spielers in vorangegangenen Missionen. Zum unauffälligen Ausspähen haben die Ghosts ein paar handliche Drohnen im Gepäck, die mittlerweile in keinem ordentlichen Militär-Shooter mehr fehlen dürfen. Damit überprüfen wir die Lage rund um den Käfig, in dem unsere Zielperson ihr tristes Dasein fristet.

Die spielende Ubisoft-Crew entscheidet sich für offensiveres Vorrücken. Während sich zwei Ghosts mit einem Fallschirm aus dem Hubschrauber stürzen und Alvarez aus seiner Zelle befreien, gibt ein anderer Luftunterstützung. So gelingt es letztendlich, den V-Mann in den Kofferraum eines Autos zu verfrachten und den Übergabepunkt zu erreichen. Im Spiel soll man so gut wie alle Fahrzeugtypen verwenden können, darunter auch Schiffe, Buggys und Zweirräder. Ein wenig müssen wir uns aber noch gedulden, bis es in Bolivien auf Verbrecherjagd geht. Bis dahin dürfte auch die Frage geklärt sein, ob Wildlands ein reines Online-Koop-Vergnügen ist oder auch einen Singleplayer-Modus bietet.

Fazit

Tim Hopmann - Portraitvon Tim Hopmann
Vielversprechendes Comeback

Ich muss zugeben: Als Ghost Recon: Wildlands auf der Ubisoft-Pressekonferenz gezeigt wurde, war keinem von uns klar, um was es sich da eigentlich handelt. Von Call of Juarez über Far Cry bis hin zu Watch_Dogs wurde während des kurzen Trailers so ziemlich jede Marke des französischen Videospielmoguls in die Runde geworfen. Als dann die Auflösung erfolgte, war die Überraschung groß, den mit Ghost Recon rechnete eigentlich keiner mehr. Wobei: Ist Wildlands eigentlich noch ein „echtes“ Ghost Recon? Darüber werden die Meinungen auseinandergehen.

Für mich als Freund von Open-World-Spielen, der seine Shooter auch gerne mal etwas geradliniger hat, machte das Gezeigte einen sehr guten ersten Eindruck. Mit Bolivien (oder zumindest dem, was der Publisher dafür hält) hat man ein frisches Szenario; die Welt wirkt belebt, ohne zu überladen zu sein. Natürlich ist eine so kurze Präsentation noch kein Gradmesser für die mögliche Qualität des Spiels. Aber mit dem Neustart der Ghosts kann Ubisoft seinem umfangreichen Portfolio einen weiteren hochinteressanten Titel hinzufügen.

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