Test - Ghost Recon Breakpoint : Testtagebuch, Teil 1: Gameplay, Missionen & Technik

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Fazit

Sascha Göddenhoff - Portraitvon Sascha Göddenhoff

Zwischenfazit

Nach den ersten zwei oder drei Stunden hatte meine Vorfreude auf Ghost Recon Breakpoint einen kräftigen Dämpfer erhalten. Ich wurde derart überschüttet mit Spielmechaniken, Menüs, XP-Balken, Einkaufsmöglichkeiten und Upgrades, dass mir der Kopf brummte. Mag sein, dass viele Spieler diese Reizüberflutung brauchen und wollen, aber für mich wäre dabei weniger deutlich mehr gewesen. Und wenn schon viele Inhalte, dann bitte strukturiert und mit ruhigem Tempo vorgestellt.

Noch mehr stört mich aber, dass vom eigentlich angekündigten Überlebenskampf praktisch nichts im Spiel zu finden ist. Stattdessen bekomme ich den Eindruck, bei The Division 3 gelandet zu sein: Fast ohne Unterbrechung finde ich neue Ausrüstung und fühle mich in einen Loot-Strudel gezogen, den ich mir bei diesem Spiel überhaupt nicht gewünscht habe. Bisher stellten mich weder Verletzungen noch mangelnde Ausdauer vor ein Problem, zumal ich immer genug Heilmittel bei mir hatte.

Doch nachdem ich einen Überblick über Spielmechaniken und Missionen gewonnen und mir den Schwierigkeitsgrad richtig eingestellt hatte, kamen die Stärken von Ghost Recon Breakpoint zum Vorschein. Unter dem ganzen inhaltlichen Ballast steckt ein sehr gut spielbarer und erneut offener Militär-Shooter. Allein ist das Spiel fordernd und stark auf ruhiges Vorgehen ausgelegt, was mir gut gefällt. Aber richtig Spaß habe ich erst im Koop-Modus, der meinem Team und mir reichlich Freiheiten gewährt. Je nach Situation wird geschlichen oder geballert, und beides funktioniert prima.

Aber auch wenn ich mir viel Mühe gebe, lässt sich die sehr ausgeprägte Loot-Mechanik nicht ignorieren. Ich hoffe, dass der weitere Spielverlauf und die Story nicht unter darunter leiden. Es wäre schade, wenn Breakpoint zu einer reinen Jagd auf Erfahrungspunkte und Ausrüstung verkommen würde ...

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