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Preview - Thief : I'm Garrett. Did you miss me?

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Satte fünfzehn Jahre ist es her, dass Meisterdieb Garrett in seinem ersten Auftritt in Thief: The Dark Project das Stealth-Genre quasi mitbegründete und sich mit zwei Nachfolgern in die Annalen der Spielegeschichte schlich. Doch seit dem dritten Teil, der 2004 erschien, lag die Lizenz brach. Kein Wunder, waren die großen Namen doch gegangen. Looking Glass geschlossen, Ion Storm (zuständig für den dritten Teil) geschlossen, Randy Smith, Warren Spector und Harvey Smith abgewandert. Doch nun hat sich Eidos Montreal ein Herz gefasst und veröffentlicht im Februar 2014 mit Thief den zweiten Neustart einer ehrwürdigen Serie nach dem guten Deus Ex: Human Revolution. Wir konnten in Hamburg mal ein paar Stündchen zocken.

Neuauflagen hochgeschätzter Serien sind natürlich immer ein gewagtes Experiment, denn nicht wenige Spieler erinnern sich an die alten Teile und nehmen jedes Spielelement kritisch unter die Lupe. Eidos Montreal versucht daher auch nicht, die alten Teile zu neuem Leben zu erwecken, sondern vielmehr der Reihe eine eigene Interpretation im Geiste der Originale zu verpassen. Zwar sind keine Entwickler der ersten drei Teile im Team, dafür aber massig Fans der Serie.

Stadt voller Schatten

Meisterdieb Garrett erlebt seine Abenteuer in einer veränderten Umgebung. Wir treffen auf eine mittelalterliche Stadt mit Steampunk-Elementen, grau, düster, melancholisch. Man fühlt sich unweigerlich an Dishonored erinnert, das unter anderem aus der Feder von Harvey Smith stammt, der wiederum maßgeblich an den früheren Titeln der Thief-Macher von Looking Glass beteiligt war. Beide Spiele also mit quasi derselben Basis, nämlich den „alten“ Thief-Titeln. Die Stadt selbst zittert im eisernen Griff des sie regierenden Barons. Hunger und Armut toben in den Straßen, die Reichen werden immer reicher und Korruption gehört zum Alltag. Während sich der Widerstand regt, füllt Garrett seine Vitrinen im als verflucht geltenden Glockenturm der Stadt, der ihm als Basis dient, auf Kosten der Reichen.

Über die Handlung selbst können wir nicht viel erzählen. Im Rahmen der Anspielsitzung in Hamburg durchstreiften wir nur einen kleinen Teil der Stadt, die aus mehreren Abschnitten besteht und sich im Laufe der Zeit weiter öffnet. Genauer gesagt: Wir toben uns in Stonemarket aus, einem Handelsdistrikt, der Garrett unter anderem dazu dient, seine Ressourcen aufzustocken. Garretts alter Kumpel Basso taucht als tragende Figur auf, denn der Ganove und Hehler versorgt Garrett via Vogelluftpost mit Aufträgen und Informationen. In unserem Falle waren dies vier Missionen, in denen es natürlich darum ging, unentdeckt Gegenstände von Wert zu ergattern.

Bloß nicht entdeckt werden

Da auf Garretts Kopf ein hoher Preis ausgesetzt ist, darf unser Meisterdieb natürlich nicht entdeckt werden. Gar nicht so einfach, tummeln sich doch überall Wachen in den Straßen, während die Zivilisten unser Tun eher ignorieren. Der recht offen gehaltene Bezirk bietet jedoch eine Menge Möglichkeiten, ungesehen durch die Stadt zu gelangen. Dächer und Balustraden, Gänge und Schächte – es ist nicht schwer, in den verwinkelten Gassen Wege zum Ziel zu finden. Nur abstürzen sollte man nicht - ein Sturz aus der zweiten Etage sorgt schnell dafür, dass wir zum letzten Checkpoint zurückmüssen.

Thief - Gameplay Trailer (engl.)
Neues Gamplay zu Thief in diesem neuen Gameplay-Trailer.

Falls es mal nicht auf Umwegen klappt, suchen wir Deckung hinter Wänden, Mauern oder Kisten, um die wir auf Knopfdruck herumlugen, um Gegner auszumachen. Das Spiel mit den Schatten ist ein wesentlicher Bestandteil des Spiels und ein Symbol im spärlichen HUD versorgt uns im Zweifelsfall mit der Information, ob wir sichtbar sind oder nicht. Gut, denn aus der First-Person-Perspektive lässt sich das nicht immer eindeutig erkennen. Hilfreich, dass wir immer wieder Wege entdecken, Lichtquellen auszuschalten, auch wenn dies bei einigen Laternen aus irgendeinem Grund nicht möglich ist.

Mittel zum Zweck

Garrett hat eine ganze Reihe an Mitteln, sich unentdeckt zu bewegen. Schleichen ist eine Option, Klettern eine andere. Aber er hat auch einige Werkzeuge zur Verfügung: Wasserpfeile löschen Fackeln, andere Projektile sorgen für Ablenkung oder – falls nötig – für den stillen Tod. Oder sie aktivieren Schalter und Hebel, die Brücken oder Stege bewegen. Mit einer Ratsche schraubt man Gitter von Schächten, ein Dietrich öffnet Schlösser und Türen per Minispiel, ein Brecheisen hebelt Fenster auf. Ein Radialmenü sorgt dafür, dass wir die Werkzeuge problemlos und schnell auswählen können. Zusätzlich verfügt Garrett über spezielle Fähigkeiten, die verbessert werden können. Dafür ist natürlich Geld notwendig, das wir durch allerlei optionale Raubzüge ergattern können.

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