Preview - The Expanse: Osiris Reborn : Angespielt: Wie Mass Effect. Aber in The Expanse. Cool? Cool.
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Wie Mass Effect. Aber im Universum von The Expanse. Mehr zu sagen braucht es nicht, um eine relativ klare Vorstellung von The Expanse: Osiris Reborn zu erhalten. Wer trotzdem mehr wissen will, dem erzähle ich es gerne. Denn wir konnten ein Kapitel des Videospiels zur beliebten Sci-Fi-Serie vorab spielen. Und das weckt schon jetzt viel Vorfreude. Auch wenn wir auf den Release noch bis 2027 warten müssen.
Das Spiel zur Sci-Fi-Serie The Expanse spielt parallel zu den Staffeln 1-3, streift hie und da deren Ereignisse und verspricht auch Gastauftritte bekannter Charaktere, erzählt aber abseits dessen eine eigene Geschichte.
The Expanse: Osiris Reborn beginnt mit der Katastrophe auf Eros, bei der sich zum ersten Mal die verheerende Macht des Protomoleküls offenbart. Unserer Crew gelang es im letzten Moment, ein Raumschiff zu kapern und von dort zu fliehen.
Closed Beta für Vorbesteller
An diesem Punkt setzt unsere Demo ein, die auch Vorbestellern der Collectors Edition ab dem 22. April in der Closed Beta zur Verfügung stehen wird. Damit wollen die Entwickler von Owlcat frühzeitig Feedback sammeln und dieses nutzen, um das Spiel ausgiebig zu optimieren. Bis zum Release im Frühjahr 2027 ist noch viel Zeit, die sinnvoll verwandt werden soll.
Nach unserer Ankunft auf der Raumstation Pinkwater-4 hält sich das Spiel nicht lange mit Geplänkel auf. Ein kurzer Plausch mit dem Stationsvorsteher und schon geht es ans Eingemachte. Denn Söldner der Protogen-Corporation treffen kurz nach uns ein und wollen verhindern, dass wir Einzelheiten über ihre Forschungen am Protomolekül und die damit verbundenen Ereignisse auf Eros weitergeben.
Und sofort wird klar, warum sich der Vergleich mit Mass Effect geradezu aufdrängt – im besten Sinne wohlgemerkt. In Deckung gehen, ballern, Ziele für unseren Teamkameraden markieren, Spezialfähigkeiten und -waffen auslösen, sogar ein Pausemodus wie in den Bioware-Vorbildern lässt sich jederzeit aktivieren, um Befehle zu erteilen und in Ruhe taktische Entscheidungen zu treffen.
Action-Rollenspiel à la Mass Effect
Denn die Kämpfe in The Expanse: Osiris Reborn spielen sich wie ein klassischer Deckungs-Shooter mit einer gehörigen Portion Rollenspiel-Taktik. Je nach gewählter Charakter-Klasse – Söldner oder Hacker – gehen wir dabei eher brachial oder verschlagen vor, reißen mit Granaten ganze Wände ein oder setzen lieber heimtückisch auf Bienenschwärme aus Minidrohnen.
Und ja, das mit dem Wändeeinreißen ist durchaus wörtlich gemeint und ein echtes Highlight von Osiris Reborn. Denn die Algorithmen der Physik-Engine kriegen während der Schusswechsel einiges zu tun: Wandverkleidungen splittern in Hunderte Einzelteile, Steuerungspulte explodieren im Funkenregen und in Schwerelosigkeit schwebt jede Patronenhülse wie Sternenstaub über der Kampfarena.
Denn auch das ist möglich: Während wir uns den Weg zurück zum Schiff freischießen, nehmen wir einen Umweg ins Weltall und über die Außenhülle der Raumstation. Dabei zeigt sich ein imposanter Anblick: der rotierende Habitatring, die massive Andockbucht und am Himmel die gigantische Scheibe des Jupiter, in dessen Orbit wir uns befinden.
Mischung aus Kampf und Rollenspiel
Ob The Expanse: Osiris Reborn in erster Linie ein Action-Spiel mit eingestreuten Rollenspiel-Elementen sei, fragten wir die Entwickler auf der letztjährigen Gamescom im Interview und erhielten eine verneinende Antwort. „Wir streben ein Gameplay-Verhältnis von 30-30-30 an, sprich: eine ausgeglichene Mischung aus Kampf, Erkunden und Rollenspiel.“
Was das bedeutet, erleben wir in der Demo eher nur am Rande: Im Dialog mit dem Stationskommandanten würfeln wir einen Skillcheck wie in Pen-and-Paper-Spielen oder Baldur’s Gate 3 auf „Überzeugen“, was bei entsprechendem Glück zu Unterstützung durch die Sicherheitsmannschaft der Raumstation führt. Für solcherlei Softskills gibt es gar einen eigenen Skilltree, in dem ihr eure Werte unabhängig von den reinen Kampftalenten verbessert, um Konflikte eben auch verbal oder mit Know-how beim Hacken von Maschinen zu lösen.
Da die Entwickler von Owlcat mit Spielen wie Pathfinder: Kingmaker und Warhammer 40K: Rogue Trader langjährige Expertise in Pen-and-Paper-inspirierten Rollenspielen vorweisen können, hegen wir die Hoffnung, dass sich The Expanse: Osiris Reborn dadurch am Ende deutlich vielschichtiger und „rollenspieliger“ anfühlt als das actionlastige Vorbild Mass Effect.
Neben der erwähnten Pinkwater-Raumstation bestätigten die Entwickler außerdem den Zwergplaneten Ceres, Jupiter-Mond Ganymed und die Thoth-Station im Asteroidengürtel als Schauplatz. Den Weg dorthin dürft ihr in eurem Raumschiff sogar zum Teil selbst zurücklegen, allerdings nur als eine Art spielbarer Übergang – Raumkämpfe wie etwa in Star Wars: Outlaws wird es nicht geben.
30 Stunden versprechen die Entwickler für einen Durchgang und damit einen vernünftigen Umfang für eine packend erzählte Geschichte ohne allzu viel Leerlauf. Wenn das Spiel im Frühjahr 2027 für PC, PS5 und Xbox erscheint, wird es gar vom ersten Tag an im Game Pass enthalten sein.


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