Preview - Terminator Salvation : Vom Geschütze auf die Mütze

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Filmumsetzungen scheinen wie mit einem Fluch belegt: In 99 Prozent der Fälle kann man das Spiel, welches auf einem Film basiert, in die Tonne treten. Da wird zum Kinostart hastig irgendetwas zusammengeschustert, denn genügend Leute werden's ja auch so kaufen. Hin und wieder gibt es aber doch die eine oder andere Perle, die dieses Klischee durchbricht. Ob Terminator Salvation dazugehört, könnt ihr in unserem Preview lesen.

Mein Name ist John Connor

John Connor ist im Filmuniversum so bekannt wie James T. Kirk oder Han Solo. Und wie wir alle schon seit drei Terminator-Filmen wissen, ist John der Anführer der Rebellengruppe, die gegen Skynet kämpft. Skynet wiederum ist das Computersystem, das gelernt hat, selbstständig zu denken, und die Menschheit vernichten will.

Wie der Film ist auch das Spiel in der düsteren Zukunft angesiedelt, in der sich die Menschen vor den Maschinen verstecken müssen. Ihr schlüpft natürlich in die Rolle von Connor. Allerdings scheint das Geld der Produktionsfirma nicht ganz gereicht zu haben, denn anstatt wie Christian Bale sieht der gute Kerl wie Joachim Jedermann aus. Schade. Aber irgendwie verständlich, denn an der Stelle von Bale würden wir unser Gesicht auch nicht in einem Spiel sehen wollen, das grafisch so schwach ausfällt wie Terminator Salvation.

Epics Actionspektakel als Light Version

Vielleicht kann dafür wenigstens der spielerische Aspekt des Titels punkten. Bei Terminator Salvation steuert ihr den Helden aus der berühmten Leicht-versetzt-von-hinten-Perspektive, wie man das zum Beispiel auch von Spielen wie Dark Sector oder Resi 5 kennt. Hinzu kommt noch das beliebte Deckungs-Feature, welches viele Spiele nun ihr Eigen nennen.

In unserer Preview-Version geht es auch gleich ordentlich zur Sache. Mit einer KI-gesteuerten Kollegin müssen wir ein paar Verbündete retten. Doch gleich die ersten Gegner, die sich uns in den Weg stellen, werden zu einer kleinen Herausforderung: Relativ große Mechs, deren Schwachpunkt ein kleines Modul an ihrem Rücken ist. Der Haken an der Sache ist allerdings, dass sie uns praktisch im Dauerfeuer einheizen. Durch einen gezielten Schuss auf das rote Auge an der Front des Roboters ist dieser zwar für einen kurzen Zeitraum außer Gefecht gesetzt, allerdings reicht die Zeit nicht, um sich schnell hinter ihn zu stellen und dann plattzumachen.

Terminator: Die Erlösung - Rail Sequences Trailer
Weitere Gameplay-Ausschnitte aus der Spielumsetzung des kommenden Terminator-Films erwarten euch in diesem Clip.

Zum Glück steht in der düsteren Welt von morgen genügend Schutt rum, hinter dem man in Deckung gehen kann, um sich vor den tödlichen Salven zu schützen. Das stellt euch aber wiederum vor ein neues Problem. Oder besser gesagt, die eigene KI macht es. Denn die Kollegin checkt natürlich nicht, dass sie auf den Rücken des Roboters schießen sollte, wenn er sich zu euch dreht. Die ballert nämlich munter weiter auf den zweiten Roboter.

Das wäre ja auch gar nicht so schlimm, wenn die Kollegin wenigstens hin und wieder das Feuer der Feinde auf sich ziehen würde, damit man selbst diese dann ausschalten kann. Aber auch das klappt nur äußerst sporadisch. So verbringt ihr einfach viel Zeit mit warten, bis ihr endlich mal einen der Mechs ausschalten könnt. Spielfluss ist was anderes.

Vom Geschütze auf die Mütze

Um das Spielgeschehen etwas abwechslungsreicher zu gestalten, haben die Entwickler auch Levels eingebaut, in denen ihr das Geschütz auf einem Zug oder Auto bedient und herannahende Feinde ausschalten müsst. Solch auflockernde Passagen können zwar durchaus nett sein, aber auch schnell monoton werden. Bei Terminator Salvation fallen diese Abschnitte eher in letztere Kategorie.

Wie oben schon erwähnt, ist die Technik des Spiels auch nicht gerade bahnbrechend. Es sieht nicht wirklich miserabel aus, aber wenn man sieht, was auf X360 und Co teilweise möglich ist, dann kann man nur enttäuscht sein. Die Soundeffekte sind in Ordnung, aber nicht spektakulär.

Fazit

Felix Rick - Portraitvon Felix Rick
Schade, schade, schade. Wieder einmal sieht es danach aus, als würde eine Filmumsetzung nur dadurch glänzen, dass sie rechtzeitig mit dem Film erscheint. Spielerisch ist das, was ich bis jetzt gezockt habe, eher unterdurchschnittlich. Zwar ist das Deckungssystem ganz gut ins Spiel integriert, aber der Rest stimmt halt einfach nicht. Aus Erfahrung traue ich mich durchaus zu sagen, dass sich am finalen Spiel nicht viel ändern wird. Ich ärgere mich jetzt schon, dass es dennoch Leute geben wird, die sich dieses Spiel aufgrund des Namens blind kaufen werden. Nur wenn so ein Titel wie Terminator Salvation in den Regalen bleibt, zeigt man dem Publisher, dass der Kunde nicht jeden Schund mitnimmt.

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