Test - Tenchu 3 : Tenchu 3

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Einige Jahre sind mittlerweile vergangen, seit 'Tenchu' für Furore sorgte. Das seinerzeit noch für PSone erschienene Spiel konnte nicht nur durch überdimensionierte Mengen an Pixelblut sondern auch durch das interessante, auf unbemerktes Vorgehen ausgelegte Spielkonzept auf sich aufmerksam machen. Ob der langerwartete dritte Teil der Serie für die PS2 ebenfalls wieder begeistern kann, erfahrt ihr in diesem Review.

Tenchu 3
Stimmungsvolle Bilder schon im Intro.

Alte Bekannte in neuer Form
Lange mussten Fans von Rikimaru und Ayame warten, bis nun endlich der dritte Teil der 'Tenchu'-Reihe erschienen ist. Mit diesem Teil haben die beiden Vorzeige-Ninjas nun auch den Sprung auf die nächste Konsolengeneration geschafft. Die weiterentwickelte Technologie hat dem Spiel auch gut getan, wie Fans schon im Hauptmenü merken werden. Neben dem altbekannten 'Story-Modus' für einen Spieler dürfen 'Tenchu'-Anhänger nun sogar zu zweit im Splitscreen durch die Levels schleichen, nämlich im entsprechenden 'Mehrspielermodus'. Dieser erlaubt es euch dabei nicht nur, kooperativ durch insgesamt sechs Levels zu ziehen, um dort diverse Aufgaben zu erledigen und dabei geschickt im Team zu agieren, sondern kann auch für spannende Duelle benutzt werden.

Ansonsten bietet euch das Hauptmenü von 'Tenchu: Wrath of Heaven' lediglich die üblichen Standardoptionen sowie ein ausführliches Tutorial, weshalb ihr euch schon bald ins Spiel stürzen werdet. Sobald ihr dies tut, egal ob alleine oder zu zweit, werdet ihr auch schon auf eine kleine Besonderheit der 'Tenchu'-Reihe stoßen, die auch im neuesten Teil wieder vorhanden ist. Da das Spiel von zwei Helden handelt, also den beiden Ninjas des Azuma-Clans Rikimaru und Ayame, gilt es gleich zu Beginn des Spiels einen von beiden zu wählen. Dabei werden auf die üblichen kleinen aber feinen Unterschiede zwischen beiden Charakteren gesetzt: Während Rikimaru etwas stärker als seine weibliche Kollegin ist und daher beispielsweise mehr aushalten kann, ist Ayame umso agiler und setzt eher auf Geschwindigkeit als auf rohe Gewalt. Als Belohnung für fleißige Spieler, die sich mit beiden Helden durch das Abenteuer kämpfen, winkt übrigens ein geheimer dritter Charakter, der dann ebenfalls noch mal durch einige Missionen geführt werden darf.

Tenchu 3
Im Zweispielermodus ist Teamwork gefragt.

Aus dem Schatten heraus
Egal für welchen Charakter ihr euch aber entscheidet, auf eure Kampfkünste alleine solltet ihr euch nicht verlassen, im Gegenteil. 'Lebe in Ehre. Kämpfe mit List' heißt es schon auf der Verpackung des Spiels, und daran solltet ihr euch auch halten. In der Praxis heißt das für euch, dass ihr offene Konfrontationen meiden und euch stattdessen auf eure Ninja-Fähigkeiten besinnen solltet. So könnt ihr in den stets bei dunkler Nacht stattfindenden Missionen beispielsweise über Häuserdächer schleichen, während die herumstehenden Wachmänner nur den Boden überwachen, um dann aus dem Hinterhalt heraus zuzuschlagen.

Gesteuert wird das Ganze aus einer Third Person-Perspektive, die euch optimale Übersicht über das Geschehen bieten soll, schließlich solltet ihr euren Widersachern immer einen Schritt voraus sein. Leider ist genau dies einer der Hauptkritikpunkte an 'Tenchu: Wrath of Heaven'. Die automatisch gewählten Kameraperspektiven sind nur selten nachvollziehbar und erweisen sich besonders dann, wenn ihr unbemerkt Gegner ausspionieren wollt, als echter Frustfaktor. Auch dass ihr von Wachen gesehen werdet, die ihr selber noch nicht einmal ausgemacht habt, da euch die Kamera elegant um sie herumblicken ließ, ist keine Seltenheit. Natürlich ist es euch zwar möglich, die Perspektive manuell mittels des rechten Analog-Sticks zu ändern, allerdings lässt sich die Kamera so nur sehr träge und langsam steuern, so dass ihr in der Hitze des Gefechts oftmals den Überblick verliert und dagegen mehr oder weniger machtlos seid.

Tenchu 3
Das Tutorial lässt keine Fragen offen.

Gegen den Rest der Steuerung gibt es allerdings wenig zu sagen. Ihr bewegt euren Charakter wie gewohnt mit dem linken Analog-Stick, benutzt die X-Taste zum Springen und greift per Quadrat-Taste an. Ebenfalls ein wichtiges Element ist der Schleich-Modus, den ihr per R1 aktiviert. Wenn ihr einfach herumsteht, hat der Schleich-Modus dabei lediglich den Effekt, dass sich euer Charakter duckt, um so möglichst ungesehen zu bleiben. Steht ihr aber beispielsweise direkt an einer Wand und haltet R1 gedrückt, so presst sich euer Held oder eure Heldin gegen eben diese Wand. So ist es euch dann natürlich auch in bester 'Metal Gear Solid'-Manier möglich, ungesehen um Ecken zu spähen.

 

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