Test - Tank! Tank! Tank! : Gestern Spielhalle, heute Wii U

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Nintendos Wii spielt ihre Stärken vor allem dann aus, wenn sich mehrere Spieler vor dem Fernseher versammeln. Ob der Nachfolger Wii U ebenfalls mit dieser Stärke punkten kann, muss sich erst noch herausstellen. Publisher Namco Bandai möchte mit Tank! Tank! Tank! jedenfalls genau in diese Kerbe schlagen und preist seinen Launch-Titel als „Party Battle Game“ an. Natürlich soll das Spiel auch reichlich Gebrauch von den besonderen Funktionen der Wii U machen. Der Bildschirm auf dem GamePad sowie die Kamera des neuartigen Controllers sollen im Spiel zum Einsatz kommen. Zusammen mit der Möglichkeit, sich in geselliger Runde mit bis zu vier Spielern vor dem Bildschirm zu vergnügen, sehen die Zutaten für eine gelungene Rezeptur ganz vielversprechend aus.

Der erste Anblick von Tank! Tank! Tank! fällt ernüchternd aus! Von Next Gen fehlt weit und breit jede Spur. Zwar hat Namco Bandai bei der Grafik auf einen Comic-Look gesetzt, der kleinere Schwächen durchaus ein wenig leichter verzeihen lässt, jedoch wirken die namensgebenden Panzer wie auch die Hintergründe derart lieblos gestaltet, dass ihr euch in die vorherige Konsolengeneration zurückversetzt fühlt. Doch vergessen wir nicht, dass es sich bei Tank! Tank! Tank! um ein Party-Spiel handelt. Stimmen wichtige Faktoren wie Spielprinzip und Zugänglichkeit, sind Kritikpunkte wie eine altbackene Grafik schnell Makulatur.

No! No! No!

Bevor es in die Schlacht geht, ist zunächst die Kamera des GamePads dran. Ruckzuck ist ein Foto eures Gesichts geschossen, das sofort in das Spiel eingebunden wird. Dann geht es ab in das erste Kampfareal. Dort bekommt ihr sogleich euren eigenen Panzer zugewiesen, mit dem ihr euch frei durch das abgesteckte Gebiet bewegen könnt. Wenige Minuten später wird jedoch deutlich, dass die Areale gar nicht so groß sind wie zunächst vermutet. Immerhin ist der Ort des Geschehens klar eingegrenzt und es gibt immer eine Möglichkeit, auf ein Ziel zu ballern - denn genau darum geht es in Tank! Tank! Tank!

Die Missionsziele sind dabei nicht sonderlich abwechselungsreich. In aller Regel gilt es, eine bestimmte Anzahl von Feinden innerhalb eines Zeitlimits zu erledigen. Zwischenzeitlich wirft euch das Spiel auch mal einen Bossgegner zum Fraß vor. Damit hat sich die Vielfalt von Tank! Tank! Tank! aber auch schon erschöpft. Somit düst ihr mit eurem Panzer immerzu durch die engen Gebiete, ballert auf alles, was sich bewegt, und lasst eine Spur der Verwüstung zurück. In den Spielfeldern ist so ziemlich alles zerstörbar, was jedoch durch die triste Gestaltung der Umgebung nicht sonderlich spektakulär ausfällt.

Tank! Tank! Tank! - Launch Trailer
Der Trailer zeigt einige Szenen direkt aus dem Spiel. Was euch zum Launch erwartet seht ihr im Video.

Guns! Guns! Guns!

Dafür haben die Entwickler allerlei unterschiedliche Waffen im Spiel verteilt. Hier reicht es, einfach über das Waffensymbol am Boden zu fahren, schon wechselt ihr von der Gatling-Gun zum Megaraketenwerfer oder zum Elektroangriff. Egal, mit welcher Waffe ihr euren Panzer ausrüstet, es ballert sich ziemlich leicht durch die Reihen der Feinde. Tank! Tank! Tank! macht es euch sehr einfach. Dafür sorgt vor allem die – gelinde gesagt – tolerante Zielerfassung der Gegner. Um einen Gegner vom Bildschirm zu pusten, reicht es aus, ungefähr in die richtige Richtung zu zielen. Den Rest übernimmt die automatische Zielerfassung für euch. Wirklich fordernd ist das nicht.

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